Museum für Gestaltung Zürich, Gebäude Ausstellungsstrasse, 2017, © Foto: Georg Aerni

ZÜRICH

Museum für Gestaltung Zürich feiert 
große Wiedereröffnung

Das Museum für Gestaltung Zürich feiert nach drei Jahren die Wiedereröffnung seines frisch renovierten Stammhauses an der Ausstellungsstrasse. Seit dem 3. März freuen sich die Besucherinnen und Besucher gleich auf zwei Standorte.

Seit kurzem erstrahlt das denkmalgeschützte Gebäude von Adolf Steger und Karl Egender aus den 1930er-Jahren in neuem Glanz. In den letzten drei Jahren haben große Veränderungen stattgefunden: Die Ausstellungshalle mit ihren charakteristischen Stützen befindet sich wieder in ihrem historischen, doppelgeschossigen Zustand. Der Boden in der Galerie, welcher in den Siebzigerjahren eingebaut wurde, ist verschwunden. Im Untergeschoss sind zwei neue Ausstel- lungsräume entstanden. Das Ziel war, den einzigartigen Charakter des Gebäudes zu erhalten, es jedoch gleichzeitig zeitgemäßen Museumsstandards anzupassen. Der Umbau dieses Schlüsselwerks des Neuen Bauens in der Schweiz erfolgte in enger Absprache mit der Denkmalpflege und wurde von Ruggero Tropeano Architekten verantwortet.

Museum für Gestaltung – Zürich, Toni-Areal, Sammlungsarchive mit Hochregallager Foto: Christine Benz, © Christine Benz Photographie

Eröffnung mit fünf Ausstellungen
Am 2. und 3. März 2018 eröffnet das Museum für Gestaltung Zürich feierlich seinen historischen Standort und prä- sentiert erstmals dauerhaft die Schätze aus seiner international bedeutenden Sammlung. In der Ausstellung Collection Highlights, gezeigt in einem der zwei neu entstandenen Säle im Untergeschoss, können Besucherinnen und Besucher anhand von rund 2000 Exponaten aus den Bereichen Kunstgewerbe, Grafik, Plakat, Textil sowie Möbel- und Produktdesign die Welt der schönen, nützlichen und kuriosen Alltagsdinge entdecken. Gleich daneben lassen sich in Ideales Wohnen die unterschiedli- chen Wohnträume des 20. Jahrhunderts vergleichen. Sieben Musterzimmer, mit Glanzstücken aus der Sammlung aus- gestattet, präsentieren die wichtigsten Tendenzen im Schweizer Möbeldesign der Moderne und zeichnen die sich wan- delnden Lebensstile nach.

Das Herz des Gebäudes, die nun wieder doppelgeschossige Halle, bespielt das Westschweizer Designbüro atelier oï mit raumgreifenden Installationen: Getaucht in blaues und oranges Licht, mit sich bewegenden Objekten und dem Duft nach Zedernholz, bietet die Ausstellung Oïphorieatelier oï ein sinnliches Erlebnis.

Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse, Halle, 2017, © Foto: Georg Aerni

Darüber befindet sich die Swiss Design Lounge. An diesem neuen „Ort der Begegnung“ lädt das Museum zum Verweilen und gleichzeitigem Erproben von herausragendem Schweizer Design ein. Im lichtdurchfluteten Raum mit Blick auf den Park können Besucherinnen und Besucher mit Reeditionen von Schweizer Möbelklassikern und aktuellen Entwürfen auf Tuchfühlung gehen. Das neue, großzügige Vermittlungsatelier mit seinen vielfältigen Workshops ist gleich neben den Plakatgeschichten zu finden.

Museum für Gestaltung Zürich, Ausstellungsstrasse, Klingenpark, 2017, © Foto: Samir Seghrouchni
Museum für Gestaltung Zürich, Gebäude Ausstellungsstrasse, 2017, © Foto: Samir Seghrouchni