Gabriele Münter Bildnis von Marianne von Werefkin, 1909 Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Gabriele

München

GABRIELE MÜNTER
31.10.2017 – 8.4.2018

Bevor Gabriele Münter sich der Malerei zuwandte, hatte sie bereits fotografiert, um 1900 und zwar zum ersten Mal in den USA. Bald wird sie anfangen zu malen, fast täglich, ihr Leben lang. Und Gabriele Münter geht ins Kino! Sie war eine offene und experimentierfreudige Künstlerin, vieles, was sie geleistet hat, ist bisher nur wenig wahrgenommen worden, weil ihr Werk meist durch den engen Fokus ihrer Biografie und ihrer Beziehung zu Kandinsky interpretiert wurde. Bis heute sind daher fast nur ihre Bilder aus der Zeit des „Blauen Reiter“ im Zentrum der Aufmerksamkeit gewesen. Und so wird der Name Münter vorwiegend mit dem deutschen Expressionismus assoziiert, mit Murnau und dem Münter-Haus. Münters Werk ist jedoch deutlich facettenreicher, fantasievoller und stilistisch breiter gefächert als bisher bekannt. Mit der ihr im Lenbachhaus gewidmeten Ausstellung wird das Museum diese reduzierte Rezeption ihrer Arbeit erweitern. Sie wollen die Komplexität und Eigenständigkeit von Münters Schaffen anhand kunsthistorischer Fragen sichtbar machen und neu bewerten. Im Mittelpunkt der Schau wird ihr malerisches Oeuvre stehen, welches in verschiedenen thematischen Sektionen präsentiert wird.

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Düsseldorf

CRANACH
Meister – Marke – Moderne
8.4. - 30.7.2017

Lucas Cranach der Ältere zählt zu den bedeutendsten Malern der Deutschen Renaissance, war ein enger Freund Martin Luthers und beeinflusste Künstler über Jahrhunderte. Als einer der Höhepunkte im Reformationsjahr 2017 widmet das Museum Kunstpalast in Düsseldorf dem berühmten Wittenberger Maler eine groß angelegte Werkschau unter dem Titel Cranach. Meister – Marke – Moderne. Erstmals wird der Künstler in seiner Gesamtheit und Modernität in den Blick genommen und neben seinen Erfolgsstrategien sein Einfluss bis in die Kunst der Moderne und Gegenwart beleuchtet. Neueste Forschungsergebnisse offenbaren bislang unbekannte Seiten dieses Ausnahmekünstlers. Dem Besucher wird eine Zeitreise in die florierende Werkstatt des Malers und spannende Einblicke in die künstlerischen Prozesse bei der Entstehung der Gemälde geboten: Dank modernster Technik werden unter der Malschicht verborgene Unterzeichnungen erstmals für das Publikum erschlossen. Sie geben unter anderem Auskunft über den enormen Reichtum an verwendeten Malmaterialien und die effiziente Arbeitsweise des Künstlers.
Museum Kunst Palast l www.smkp.de

diverse Orte

Deutschland feiert 100 Jahre Bauhaus

2019 findet das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses statt. 1919 in Weimar gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und 1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen, bestand das Bauhaus nur 14 Jahre. Dennoch wirkt die legendäre Hochschule für Gestaltung bis in die Gegenwart fort. Sie gilt als wirkungsvollster Exportartikel von Kultur aus Deutschland im 20. Jahrhundert.
www.bauhaus100.de

Paul Cézanne, Blick auf das Meer bei L’Estaque, 1883 – 1885 © bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Karlsruhe

CÉZANNE.
Metamorphosen
Große Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg
28.10. 2017 – 11.2.2018

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe plant als Höhepunkt im Herbst/Winterprogramm 2017/18 Cézanne. Metamorphosen, eine große Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg. Das Projekt schließt an die zahlreichen, international beachteten Ausstellungen des Museums zur französischen Kunst wie Eugene Delacroix, Corot – Natur und Traum und Degas – Klassik und Experiment an. Paul Cézanne (1839–1906) hat als Maler, Zeichner und Aquarellist ein überaus facettenreiches Werk geschaffen. Aufgrund seiner Tendenz zur Abstraktion der Bildelemente gilt er als wichtiger Wegbereiter der Moderne; er selbst hatte jedoch den Anspruch, die Malerei auf der Grundlage der klassischen Kunst zu erneuern. Die Ausstellung der Kunsthalle wirft einen neuen Blick auf Cézannes lichte Landschaften, auf seine Badenden, Porträts und Stillleben. Sie zeigt den Prozess des Malens als einen faszinierenden Prozess der Verwandlung der wahrgenommenen Natur in ein Gefüge farbiger Bildelemente. Zahlreiche hochrangige Leihgaben aus internationalen Sammlungen werden in Karlsruhe zu sehen sein, darunter Werke aus dem Museum of Modern Art in New York, dem Musée d’Orsay in Paris, dem Puschkin Museum in Moskau sowie dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid (Oktober 2017).
www.kunsthalle-karlsruhe.de

Salzburg

William Kentridge
29.7.–5.11.2017

Zeitgleich mit der Premiere der von ihm für die Salzburger Festspiele inszenierten Oper Wozzeck zeigt das Museum der Moderne Salzburg im Sommer 2017 in beiden Häusern eine umfangreiche Werkschau des gefeierten südafrikanischen Künstlers William Kentridge (geb. 1955, lebt in Johannesburg). Kentridge wurde in den 1990er-Jahren für seine expressiven animierten Zeichnungen und Videoinstallationen bekannt und arbeitet seit vielen Jahren auch erfolgreich an Opern- und Theaterproduktionen. In seinen multimedialen Inszenierungen vereint er großartige Zeichenkunst mit theatraler Lebendigkeit. Seine enge Beziehung zum Theater, für das er als Schauspieler, Produzent, Bühnenbildner und Kostümdesigner tätig ist, fließt in seine Arbeit als bildender Künstler ein. Thematisch interessiert sich Kentridge vor allem für die Auswirkungen von Kolonialismus, Revolutionen und Exil. Die Auseinandersetzung mit der Bedeutung und den Ausdrucks-formen von Zeit zieht sich als roter Faden durch sein Werk. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen dem Epischen und dem Alltäglichen, zwischen Ausgelassenheit und Tragödie. In der Ausstellungssektion am Mönchsberg werden acht raumfüllende Multimedia- Installationen präsentiert, eine seiner ersten und seine jüngsten Arbeiten. Die Ausstellungssektion im Rupertinum ist Kentridges Auseinandersetzung mit dem Theater und der Oper gewidmet. Gezeigt wird eine Fülle von Exponaten – von Plakaten und Zeichnungen über Entwürfe und Modelle bis hin zu Kostümen –, die seit den späten 1970er-Jahren für die wichtigsten Theater- und Opernproduktionen des Künstlers entstandensind.
www.museumdermoderne.at

Frankfurt

MATISSE – BONNARD
„ES LEBE DIE MALEREI!“
13.9.2017 – 14.1.2018

Es lebe die Malerei!“ – mit diesem programmatischen Ausruf grüßte Henri Matisse (1869–1954) seinen Freund Pierre Bonnard (1867–1947) am 13. August 1925. Die kurzen Worte auf einer Postkarte aus Amsterdam waren der Beginn eines Briefwechsels zwischen den beiden Künstlerkollegen, der bis 1946 andauerte und ihre gegenseitige Wertschätzung deutlich macht. Die groß angelegte Sonderausstellung „Matisse – Bonnard. ‚Es lebe die Malerei‘“ im Städel Museum nimmt ihre über 40 Jahre andauernde Freundschaft vor dem Hintergrund ihres jeweiligen Beitrags zur Klassischen Moderne in den Blick und zeigt den Stellenwert der Beziehung für ihr OEuvre. Anhand von über 100 Gemälden, Plastiken, Zeichnungen und Grafiken eröffnet die Schau einen Dialog zwischen den beiden Künstlerkollegen und bietet damit neue Perspektiven auf die Entwicklung der europäischen Avantgarde vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. In thematisch orientierten Kapiteln widmet sich die Ausstellung der unterschiedlichen künstlerischen Umsetzung von zentralen Sujets wie Interieur, Stillleben, Landschaft, Fensterbild und Akt. Ein zentraler Aspekt ist zudem die fokussierte Gruppe an Arbeiten, welche die beiden Maler voneinander besaßen und die das Verständnis für die Kunst des anderen vor Augen führt. Wie eng der Austausch zwischen den beiden Künstlern war, zeigt sich dabei besonders deutlich an ihrer intensiven Auseinandersetzung mit ganz ähnlichen Motiven, wie zum Beispiel mit dem von der Sonne erhellten Interieur. Neben dem Blick aus dem Fenster und dem Spiel zwischen Innen- und Außenraum faszinierte beide die südfranzösische Landschaft mit ihren mediterranen Lichtstimmungen. Auch ihre Stillleben verweisen auf ein verwandtes Verständnis von Malerei: Das Anliegen der befreundeten Künstler ist nicht die Wiedergabe eines dreidimensionalen Raumes mit Objekten. Stattdessen lassen sie der Farbe einen von allem Gegenständlichen gelösten Eigenwert zukommen, was sich ebenfalls in ihrer langjährigen Beschäftigung mit dem weiblichen Akt ausdrückt. Die Gegenüberstellung von Matisses Werkgruppe der Odalisken mit Bonnards sinnlichen Darstellungen badender Frauen suggeriert eine ähnliche Verträumtheit, welche die Szenen vom Diktat einer realistischen Naturwiedergabe löst. Die hochkarätigen Exponate umfassen Meisterwerke aus international bedeutenden Sammlungen wie dem Art Institute of Chicago, dem Baltimore Museum of Art, der Tate Modern in London, dem Museum of Modern Art in New York, dem Centre Pompidou und dem Musée d’Orsay in Paris, der Eremitage in Sankt Petersburg, der Ny Carlsberg Glyptotek und dem Statens Museum for Kunst in Kopenhagen sowie der National Gallery of Art in Washington. Bereichert wird die umfangreiche Werkauswahl durch eine Reihe von Fotografien Henri Cartier-Bressons, der 1944 sowohl Bonnard als auch Matisse in ihren Landhäusern in Südfrankreich besuchte.
Städel Museum |http://www.staedelmuseum.de%20