Benjamin Lauterbach/Frankfurter Buchmesse

Frankfurter Buchmesse
11. - 15. Oktober 2017

Die Buchmesse ist wichtigster internationaler Handelsplatz für Inhalte, das Zentrum der internationalen Medienwelt und kulturelles Großereignis. An keinem Ort der Welt zeigt sich die Publishing- und Medienbranche vielfältiger, innovativer und internationaler als an diesen fünf Tagen im Oktober.

Öffnungszeiten für Fachbesucher und Presse 
Fachbesucher und akkreditierte Journalisten haben mit Ihrer Fachbesucher- bzw. Pressekarte an allen Messetagen Zutritt zur Buchmesse. Los geht es am Mittwoch, den 11. Oktober um 9 Uhr. Unter der Woche und am Messesamstag ist die Buchmesse von 9 Uhr bis 18.30 für Sie geöffnet. Am Messesonntag können Fachbesucher und Journalisten von 9 Uhr bis 17.30 Uhr an der Buchmesse teilnehmen.

Öffnungszeiten für Privatbesucher
Samstag, 14. Oktober 2017: 9 bis 18.30 Uhr.
Sonntag, 15. Oktober 2017: 9 Uhr bis 17.30 Uhr.
 
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Bücher kaufen auf der Messe
Vom neuesten Manga-Hype bis zur Erstauflage eines internationalen Underground-Lyrikers. Auf der Messe werden Bücher präsentiert, die man am liebsten sofort kaufen möchte. Dies ist am Messe-Sonntag (15.10.2017) möglich; denn dann dürfen alle ausstellenden Verlage ihre Bücher zum Ladenpreis verkaufen.
Alexander Heimann/Frankfurter Buchmesse

THE ARTS+
Ein Festival für die Digitalisierung des Kreativ- und Kultursektors 

Alexander Heimann/Frankfurter Buchmesse
Alexander Heimann/Frankfurter Buchmesse

THE ARTS+: fünf Tage Innovation, Inspiration und Interaktion

THE ARTS+ wirft einen Blick in die Zukunft des Kultur- und Kreativsektors. Am Mittwoch,
11. Oktober 2017, wird das Areal um 10.15 Uhr mit „Voices for a united world of creativity“ vom Wirtschaftsminister des Landes Hessen Tarek Al-Wazir, dem Volksbühne-Intendanten Chris Dercon, dem Leiter des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe Peter Weibel sowie THE ARTS+ Gründer Holger Volland eröffnet. Ebenfalls am Messemittwoch treffen sich Vertreter aus Politik und Unternehmen auf dem „Innovation Summit“, um Innovationsförderung im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft zu diskutieren. Ein Ausstellungs-Highlight ist das Projekt „manifest“ der Künstlergruppe robotlab in Kooperation mit dem ZKM. Mit Hilfe von Algorithmen generiert der Roboter neue Texte und schreibt diese in drei verschiedenen Sprachen nieder. 

Programm als Download

Stefan Stark/Frankfurter Buchmesse

In der Formatreihe „Espresso for the mind“, die an allen Fachbesuchertagen von 15.00-16.00 Uhr auf dem THE ARTS+ Runway stattfindet, pitchen kreative Pioniere und innovative Newcomer ihre Ideen rund um Technologie, Kreativität und Kulturwirtschaft. Am Messewochenende verwandelt sich der THE ARTS+ Salon in ein großes Pop-up Museum. Bei „Innovation made in Germany“ kommen Pioniere, Start-ups, Neu- und Querdenker aus Deutschland zusammen. Der Besuch des THE ARTS+ Programms ist in diesem Jahr im Ticketpreis enthalten. THE ARTS+ wird medial von Grimme- Preisträger detektor.fm, einem Online-Radio, begleitet. Im Café-Bereich, bespielt vom Frame Magazin, können sich die Messegäste entspannen und neue Kraft tanken. 
11.-15. Oktober 2017
Halle 4.1
www.theartsplus.com 

Alexander Heimann/Frankfurter Buchmesse

THE ARTS+ diskutiert Verhältnis von Digitalisierung, Kreativität & Gesellschaft 

Holger Volland wirft mit Kulturschaffenden einen Blick in die digitale Zukunft

Wie erfindet sich der Kultur- und Kreativwirtschaftsbereich in Zeiten der Digitalisierung neu? Und welche Optionen bieten sich in der gegenwärtigen und künftigen Arbeit von Kulturinstitutionen und Künstlern? Diese Fragen standen im Mittelpunkt zweier Gespräche in London (5. Juli) und Berlin (7. Juli) mit Ausblick auf die diesjährige Ausgabe des Business Festivals THE ARTS+, das während der Frankfurter Buchmesse (11.-15. Oktober 2017) stattfindet. Holger Volland, Gründer von THE ARTS+, sprach mit Experten aus dem Kultur- und Kreativbereich über ihren Berufsalltag. 

Reinventing Culture: Auf der Suche nach der richtigen Digitalstrategie 

Kunstvermittlung online, Digitalisierung der Sammlungen, eine Flut von Publikationen, Apps, Games und Social-Media-Posts: Die Anzahl der Kommunikationskanäle, mit denen Museen heute ihre Besucher weltweit erreichen, wächst stetig. Eine ausgefeilte digitale Strategie ist deshalb für renommierte Ausstellungshäuser unabdingbar. Alex Flowers, Teamleiter Digital Programmes beim Victoria & Albert Museum, und Fiona Romeo, freie Kulturberaterin, berichteten am 5. Juli in London aus der Praxis und zeigten auf, wie Kunstvermittler und -schaffende unterschiedliche Medien integrieren und dramaturgisch orchestrieren können. Die Veranstaltung „Reinventing Culture – How The Arts Worlds Collide in the Age of Technology“ fand in Kooperation mit dem britischen Branchennetzwerk Bookmachine.org statt.

Stefan Stark/Frankfurter Buchmesse

Das Berliner Gespräch

Einen Blick in die Zukunft des Kultur- und Kreativitätssektors warfen die Teilnehmer des Pressegespräches in Berlin am 7. Juli im KW Institute for Contemporary Art. Holger Volland, Gründer von THE ARTS+, spürte der Schnittmenge zwischen Kreativbranche und digitaler Technologie nach. Diane Drubay, Gründerin des Museumsnetzwerks „We are Museums“, referierte über die wichtige Funktion von Museen in der Gesellschaft der Gegenwart und Zukunft. Ihr schlossen sich Carla und Alex von dem Berliner Start-up Refrakt an. Sie zeigten, wie Augmented Reality jahrhundertealte Malereien zum Leben erweckt und stellten das Vertrauen gegenüber mobilen Devices in Frage. Robert Lehmann von Google Arts & Culture richtete mit den Veranstaltungsteilnehmern seinen Blick an die von Marc Chagall bemalte Decke der Oper in Paris, die hochauflösend über die Google Arts & Culture App sowie online abgerufen werden kann.

„Die Referenten haben direkt aus ihrem Berufsalltag berichtet. Sie konnten aus eigener Erfahrung die Chancen der Digitalisierung für die Kultur- und Kreativwirtschaft veranschaulichen. Das komplexe und bisweilen abstrakte Thema ist damit viel besser greifbar geworden“, fasst der Moderator der Berliner Veranstaltung und Geschäftsführer von detekor.fm, Christian Bollert, zusammen. In diesem Jahr wird detekor.fm als Medienkooperationspartner live von THE ARTS+ berichten.

Alexander Heimann/Frankfurter Buchmesse

Mit Algorithmen zu neuen Thesen

Bei THE ARTS+ präsentiert die robotlab ihr neues Projekt „manifest".

Frankfurt, 08.09.2017 – Die Digitalisierung prägt unseren gesamten Alltag und unser Denken. Wir alle sind Teil davon, erleben mit, wie neue Technologien entstehen. THE ARTS+, das Business Festival der Kultur- und Kreativbranche, das in diesem Jahr zum zweiten Mal während der Frankfurter Buchmesse (11.-15. Oktober 2017) stattfindet, knüpft die Verbindung zwischen Kreativität und digitalen Konzepten. Die Besucher werden hier unter anderem das Projekt „manifest“ erleben, bei dem ein Roboter mit Hilfe von Algorithmen innovative Thesen zu Roboterkunst und -ethik, Philosophie und Mensch-Maschinen-Gesellschaft generiert und diese handschriftlich in drei verschiedene Sprachen niederschreibt. Das beschriebene Blatt schneidet er ab und überreicht es dem Publikum. So entstehen pro Tag bis zu 80 verschiedene Texte, die die Besucher von THE ARTS+ mit nach Hause nehmen können. 

Hinter „manifest“ steht die freie Künstlergruppe robotlab (www.robotlab.de), die im Jahr 2000 von Matthias Gommel, Martina Haitz und Jan Zappe gegründet wurde. Die Anregung zum Projekt kam von Professor Peter Weibel, Direktor des ZKM (Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe).

Alexander Heimann/Frankfurter Buchmesse
Alexander Heimann/Frankfurter Buchmesse

„Die Maschine verlässt die Rolle des Dienstleisters und tritt als eigenständiges technisches Individuum in die Rolle eines Autors, Politikers und Künstlers“, erklären die Künstler von robotlab die Grundidee des Projekts. Die Maschine basiert auf einem Textgenerator, der mit Hilfe von Algorithmen auf einen Fundus von Begriffen aus den Themenbereichen Kunst, Philosophie und Technik zurückgreift und diese zufällig innerhalb von Satzstrukturen miteinander verknüpft. 

„Algorithmen machen aus einem Manifest ein Unikat – und damit eigentlich zum Widerspruch seiner selbst. Doch wird die Maschine so zum Taktgeber für menschliche Kultur? Und wird die Maschine dadurch kreativ? Solche Projekte im Aufeinanderprallen von Kultur und Technik werden zu überraschenden Diskussionen mit den Besuchern führen“, sagt Holger Volland, Co-Founder von THE ARTS+.

Und Professor Peter Weibel, Vorstand des ZKM, ergänzt: „Wir bewegen uns im 21. Jahrhundert von der Gutenberg-Galaxis in die Turing-Galaxis, von der Buchstabenkultur in die Datenkultur. Diese disruptive digitale Revolution erzeugt nicht nur eine Industrie 4.0, sondern auch eine Kultur 4.0. Sie verändert grundlegend Wirtschaft, Politik und Kunst. Ich finde es daher vortrefflich, dass im Herzen der Gutenberg-Galaxie, nämlich einer Buchmesse, ein Tor in die Turing-Galaxie geöffnet wird.“

Matthias Gommel und Jan Zappe präsentieren am Freitag, 13. Oktober 2017 von 14.00 bis 14.30 Uhr auf dem THE ARTS+ Runway ihr Projekt unter dem Titel: „Beyond human creativity: May we introduce you to an artistic robot?“ Der Eintritt ist für Messebesucher frei.

Alexander Heimann/Frankfurter Buchmesse