Daniel Erdmann erhält den SWR-Jazzpreis 2020 © SWR/Dirk Bleicher

SWR Jazzpreis 2020: Verleihung an Daniel Erdmann

Der gemeinsam vom Südwestrundfunk (SWR) und dem Land Rheinland-Pfalz gestiftete SWR Jazzpreis 2020 wird am Mittwoch, 28. Oktober, im Rahmen des Internationalen Festivals „Enjoy Jazz“ an den Tenorsaxofonisten Daniel Erdmann verliehen, er gibt an diesem Abend auch sein Preisträgerkonzert. Übergabe und Konzert finden an Daniel Erdmanns Geburtstag statt – er kam am 28. Oktober 1973 in Wolfsburg zur Welt. Der mit 15.000 Euro dotierte SWR Jazzpreis wird je zur Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz und dem SWR gestiftet. Er ist der traditionsreichste Jazzpreis Deutschlands und wird 2020 zum 40. Mal vergeben.

Daniel Erdmanns Improvisationsstil ist außergewöhnlich – er hat dem europäischen Jazz in den letzten Jahren wichtige Impulse gegeben. Er studierte zunächst an der Hochschule für Musik Hanns Eisler u. a. bei Gebhard Ullmann. Originell besetzte Bands und Projekte wie „Erdmann 3000“, „Günter Adler“ oder „Das Kapital“ und Zusammenarbeiten mit Vincent Courtois, Samuel Rohrer, Aki Takase und Heinz Sauer wurden international beachtet und profitierten vom eigenwilligen Sound Erdmanns. „Charakteristisch ist die Fülle und robuste Wärme seines Sounds, herausragend die Dringlichkeit seines Spiels. Dabei zeigt sich Daniel Erdmann als ein stilistisch ungewöhnlich offener und persönlicher Improvisator, der […] zu Klängen von großer Expression gefunden hat. Es kennzeichnet sein Spiel, dass er die Dimension seiner Musik bis ins Politische weitet, ohne plakativ zu wirken“, begründete die Jury ihre Wahl.

www.swr.de

Pierre Soulages © Sandra Mehl

Baden-Baden

SOULAGES
Soulages. Malerei 1946 - 2019
17.10.2020 - 28.2.2021

Pierre Soulages gilt als eine der herausragenden Persönlichkeiten der gegenstandslosen Malerei des 20. Jahrhunderts und er ist der bekannteste lebende Künstler in Frankreich. Sein Œuvre schreibt sich seit über 70 Jahren, von seinen Anfängen kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute, in die Geschichte der zeitgenössischen Kunst ein. Die ihm gewidmete Retrospektive in Baden-Baden zeigt die Entwicklung seines Werkes in seiner – gerade angesichts der so außergewöhnlich langen Schaffensphase – beeindruckenden Kohärenz.

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© David Baltzer / AKJ

Preisträger des Deutschen Jugendliteraturpreis 2020
Am 16. Oktober 2020 gab Bundesministerin Dr. Franziska Giffey im Berliner GRIPS Theater die Sieger des Deutschen Jugendliteraturpreises bekannt. Die Veranstaltung wurde im Livestream übertragen. Aus dem In- und Ausland waren die Nominierten zugeschaltet und erfuhren erst während der Verleihung, wer die diesjährigen Preisträger sind.

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Die Dreigroschenoper, Bild © Martin Kaufhold

Ulm

Premiere „Die Dreigroschenoper“
HEUTE 16.10.2020 im Theater Ulm

Ein Stück in einem Vorspiel und acht Bildern von Bertolt Brecht, nach John Gays »The Beggar’s Opera« Übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Hauptmann
und der Musik von Kurt Weill. Die Musikalische Leitung hat der Jazz-Trompeter und Echo-Preisträger Joo Kraus übernommen, der damit seine Zusammenarbeit mit dem Theater Ulm fortsetzt. Verbindende Texte für eine konzertante Fassung der neuen Kurt-Weill-Edition (2000), die von Stephen Hinton zusammengestellt wurden.

Seit 1928 ist Mackie Messer einer der berühmtesten Vorzeigehalunken, und die eingängige Musik Kurt Weills ist daran nicht unschuldig. Bertolt Brecht erstellte vom Erfolgsstück mit einprägsamen Gassenhauern und spöttisch-ironischen Texte selbst eine konzertante Fassung mit Erzähler, und auch in dieser setzen sich die markanten Aussagen und Kompositionen in jedermanns Ohr fest: »Denn der Haifisch, der hat Zähne

Termine unter www.theater-ulm.de

Aydin Aghdashloo, Yeas of Fire and Snow I,© The Farjam Collection, Dubai

Brügge (B)

Memling Now: Hans Memling in der zeitgenössischen Kunst
1.10.2020 – 1.2.2021

Diese Ausstellung geht von der Malerei von Hans Memling aus, der einer der wichtigsten Maler im burgundischen Brügge war. Für das mittelalterliche Sint-Janshospitaal malte er eine Serie großartige Werke, die zur absoluten Spitze der Malerei der alten flämischen Meister gehören: u.a. ein imposantes Altarbild und zwei Triptychen. Auch der weltberühmte Ursula-Schrein stammt von ihm. Im Laufe der Jahrhunderte hatte Memling einen großen Einfluss auf andere Meister, darunter Dürer und Raffael. Sein Werk beeinflusst auch heute noch Künstler: diese Ausstellung zeigt, wie er immer noch die Kunstszene beeinflusst. Für Besucher und Fachleute ist diese Ausstellung eine einzigartige Gelegenheit, sein Werk wiederzuentdecken und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Neben eine Serie von frühen Werken von Joseph Kosuth, einem der Väter der Konzeptkunst, sind unter anderem auch Werke des afroamerikanischen Malers Kehinde Wiley. Er malte das offizielle Porträt von Barack Obama. Die Ausstellung umfasst auch das Werk des iranischen Malers Aydin Aghdashloo. Der syrisch-amerikanischen Künstlerin Diana Al-Hadid so wie der belgische Künstler David Claerbout erschaffen für dieses Projekt ganz neues Werk.

Man trifft auch das Werk von Hans Memling selbst an. Das Museum besitzt sechs Meisterwerke dieses Meisters aus dem 15. Jahrhundert. Für diese Ausstellung werden diese durch zwei Leihgaben ergänzt.

Sint-Janshospitaal |www.museabrugge.be

Izumi Miyazaki, Sandwich, 2014, Fotografie © IzumiMiyazaki

Dresden

FUTURE FOOD
ESSEN FÜR DIE WELT VON MORGEN
Eine Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums
bis 21.2.2021

Essen ist lebensnotwendig – und doch weit mehr als ein reines Über-Lebensmittel. Essen führt Menschen zusammen, schafft Erinnerungen, Genuss, Identität und Kultur. Auf den ersten Blick ist es eine private Handlung, auf den zweiten aber auch ein politischer Akt. Denn wir alle sind Teil eines globalen Ernährungssystems, das Milliarden satt macht, während es mehr als 800 Millionen Menschen hungern lässt. Hinzu kommen neue globale Herausforderungen durch die Konsequenzen des Klimawandels, schwindende Ressourcen und die zunehmende Marktmacht transnationaler Konzerne. Vor diesem Hintergrund widmet sich die neue Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums einer der drängendsten Fragen unser Zeit: Wie sieht die Zukunft unserer Ernährung aus? Wie kann sie gestaltet werden? Brauchen wir neue Konzepte oder sogar eine Umkehr im Sinne eines „Weniger ist mehr“? Und: Wer könnte einen solchen Kurswechsel steuern – die Politik, NGOs, die Zivilgesellschaft oder die Konsument*innen selbst?

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Hanna Putz – Selbstportrait mit Hansi 2020  © Hanna Putz

Dornbirn (A)

„Everything else is a lie“
Hanna Putz im FLATZ Museum Dornbirn
26.9.2020 – 9.1.2021

Ihre Photographien geben dem Lebensgefühl ihrer Szene und Welt einen unvergesslichen Ausdruck. Die Arbeiten, die Hanna Putz vom 26.9.2020 – 9.1.2021 im FLATZ Museum unter dem Titel „Everything else is a lie" zeigt, fasste sie vor kurzem in einem gleichnamigen Buch zusammen, das ebenfalls in der Ausstellung vorgestellt wird. „Mich interessieren die hohen Anforderungen der Selbstpräsentation in unserer heutigen Gesellschaft. Alles ist öffentlich. Nur mehr ganz wenige Dinge sind heutzutage privat. Ich versuche die Substanz einer Person, ja Persönlichkeit zu erfassen bzw. durch die sorgfältige Komposition innerhalb eines Bildes ein Gefühl aufzuspüren und sichtbar zu machen. Vielleicht ist es das, was man menschliche Natur nennt, Spuren, von denen aus man seinen Weg ins Innere der Photographie finden kann, ein Sinn für Nähe zu einem selbst, für einem selbst vielmehr als für irgendwen anderen", sagt Hanna Putz.

International gefragtes Model, erfolgreiche Photokünstlerin
Die österreichische Photographin arbeitete einige Jahre als international erfolgreiches Model und widmete sich von 2009 an ausschließlich der Photographie. Obwohl Autodidaktin, gelang es ihr, in kurzer Zeit internationale Anerkennung für ihr photographisches Werk zu gewinnen. Ihre Arbeiten wurden bereits in so renommierten Zeitschriften wie im „Zeit Magazin“, in „Dazed & Confused“, im „HUSK“ oder im „New York Magazine“ publiziert.

FLATZ Museum Dornbirn | www.flatzmuseum.at

© Hans Morsa, Leipzig

Gestatten Quamelius Albatrhyn Grunfus?
RHEINFALL-FABELWESEN

In diesem Sommer, im Zuge der Eröffnung der ersten Immersive Art Hall der Schweiz und der Premiere des Films „DER RHEINFALL IN 4 JAHRESZEITEN“, erhält auch der Rheinfall ein Fabelwesen, um das sich Geschichten, Mythen und Legenden entwickeln dürfen. Es wurde oberhalb des Rheinfalls, unten an der Laufengasse, feierlich mit seinem neuen Namen enthüllt: QUAMELIUS ALBATRHYN GRUNFUS.

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Friedemann Vogel, Erster Solist und Kammertänzer Stuttgarter Ballett, Fotos: Helmuth Scham | www.schampus.com

Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes

Dokumentarischer Porträtfilm über den Ausnahmetänzer Friedemann Vogel am Karfreitag, 10. April 2020 im SWR Fernsehen und in der ARD Mediathek

Moskaus Bolschoi Ballett, Tokios New National Theater und viele mehr – Friedemann Vogel, Erster Solist des Stuttgarter Balletts, hat die bedeutendsten Ballettbühnen der Welt erobert. An der Seite der Primaballerinen des 21. Jahrhunderts begeistert er das heimische wie das internationale Publikum. Ein deutscher Tänzer an der Spitze der Ballettwelt – eine absolute Rarität. Der dokumentarische Porträtfilm „Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ von Katja Trautwein begleitet den Tänzer in seinem Alltag ausgehend vom Stuttgarter Ballett über Berlin, Stockholm und Moskau bis nach Tokio. Zu sehen ist die erste Lang-Dokumentation über Friedemann Vogel in einer TV-Premiere im SWR Fernsehen am Karfreitag, 10. April 2020 um 14 Uhr und in der ARD Mediathek.

Bild: Friedemann Vogel, Erster Solist und Kammertänzer Stuttgarter Ballett, Fotos: Helmuth Scham | www.schampus.com
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Staatsoper Hamburg © Niklas Marc Heinecke

SAISONAUFTAKT 2019/2020

arttourist.com hat einen Blick in die Saisonvorschauen der Theater, Opernhäuser und Orchester in der Schweiz, Österreich und Deutschland geworfen und einige interessante Veranstaltungen für Sie zusammengestellt.

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Hamburg

BUCERIUS KUNST FORUM
IN NEUEN RÄUMEN NEBEN DEM RATHAUS

Anfang Juni eröffnete das Bucerius Kunst Forum die neu entstandenen Räume am Alten Wall – nur wenige Meter vom bisherigen Standort entfernt. Hinter der historischen Fassade sind hier vier Etagen für die Künste entstanden. Der Ausstellungssaal erstreckt sich auf einer Ebene und kann im Ganzen bespielt oder in viele kleine Kabinette unterteilt werden. Für Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Diskussionen, Vorträge oder Poetry Slams gibt es eine eigene Etage mit Auditorium und Lichthof. Die Servicebereiche sind großzügiger gestaltet und auch der Bucerius Book Shop hat mehr Platz für Inhalte von Kunst bis Musik. Ein gläsernes Atelier auf Fleethöhe bietet Raum für kreatives Arbeiten.

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