Candy Dulfer © Carin Verbruggen

Dresden (D)

Jazztage Dresden 
2018
Rund 60 Konzerte und viele weitere Veranstaltungen
mit mehr als 350 Künstlern aus über 20 Nationen an
29 Tagen auf ca. 15 Bühnen.
1. – 29.11.2018

Klazz Brothers & Cuba Percussion_TANGO MEETS CUBA_ © Mirko Jörg Kellner

Die Jazztage Dresden sind ein internationales Festival, das sich vom Festival „von Musikern für Musiker gemacht“ entwickelt hat zu einem der größten Jazzfestivals Deutschlands mit internationaler Ausstrahlung.

Im Jahre 2001 gründete das Ensemble Klazz Brothers - selbst international unterwegs und erfolgreich u.a. mit dem Pro- gramm Classic meets Cuba – unter Leitung von Kilian Forster das Festival am Dresdner Stadtrand. Aus dem ersten Jahrgang mit ca. 400 Besuchern entwickelten sich die Jazztage Dresden zu einem Festival mit einer programmatischen Vielfalt und musikalischen Qualität, die selbst internationalen Vergleichen standhält – mit über 30.000 Besuchern im Jahr 2017.

Das Festivalprogramm 2018 präsentiert etliche Highlights, die Konzerte sind außergewöhnlich hochklassig besetzt und bringen eine Reihe an internationalen Größen wie Gregory Porter, Jan Garbarek, Avishai Cohen, Rebekka Bakken, Candy Dulfer, Christopher Cross und Trilok Gurtu auf die Bühnen der Jazztage Dresden.

Das Eröffnungskonzert mit Mnozil Brass sowie das Abschlusskonzert mit Klazz Brothers & Cuba Percussion finden im Kul- turpalast statt. Das Erlwein Capitol als Hauptspielstätte wird an 19 Tagen bespielt, in der Staatsoperette finden drei Konzerte statt. Viele weitere Spielstätten platzieren das Festival in der ganzen Stadt. Mit einer Reihe an weiteren, hochkarätigen Gästen knüpft das diesjährige Programm an den erfolgreichen Jahrgang der Jazztage Dresden 2017 an: Mit dabei sind unter anderem das Cristin Claas Trio, Luca Stricagnoli, Martin Tingvall, Barcelona Gipsy Balkan Orchestra und Quadro Nuevo.

Gregory Porter © Erik Umphery

Den Auftakt des 29-tägigen Jazzfestivals gestalten die sieben Blechbläser von Mnozil Brass. In ihrem Programm „Cirque“ loten sie am 1. November im Kulturpalast die Grenzen ihrer Instrumente aus und strapazieren mit aberwitziger Spielfreude die Lachmuskeln ihrer Zuhörer. Virtuos weiter geht es am 3. November im Erlwein Capitol mit den vier besten Akustikgitarristen Europas zur „Nacht der Gitarren“. Gemeinsam zaubern der Italiener Luca Stricagnoli, der Franzose Antoine Boyer, der Türke Cenk Erdogan und der Schweizer Samuelito ihre neuesten Kompositionen auf die Bühne. Einmalige Saxophon-Klänge entlockt Weltstar Jan Garbarek am 12. November im Erlwein-Capitol seinem Instrument. Gemeinsam mit dem indischen Meister an den Trommeln, Trilok Gurtu, erkundet der Norweger beispiellose Klangwelten. Inspiriert von Jazz, Soul, Dance und R‘n‘B stellt die niederländische Saxophon-Ikone Candy Dulfer am
7. November ihr neues Album „Together“ vor. Und mit Tango-Rhythmen und lustvollen Improvisationen sendet Quadro Nuevo am 19. November in der Staatsoperette einen Hauch mediterraner Leichtigkeit in die Herzen der Zuhörer.

Ein besonderes Highlight des diesjährigen Programms ist das Konzert von Gregory Porter. Mit Songs aus seinen Alben „Wa- ter“, „Be Good“, „Take Me To The Alley“ und seiner neuesten Veröffentlichung „Nat King Cole And Me“ erschafft Gregory Porter zugleich zeitlose und vollkommen zeitgenössische Musik.

Avishai Cohen © Andreas Terlaak

Mit brandneuen Alben nehmen auch Rebekka Bakken und das Cristin Claas Trio ihr Publikum mit auf musikalische Entde- ckungsreise. Der israelische Bassist und Sänger Avishai Cohen präsentiert sein aktuelles Album „1970“, das seine Verbindung neben dem Jazz auch zum Pop thematisiert. In poetischer Ruhe gestaltet Martin Tingvall am 22. November sein Solo-Konzert am Klavier. Und am 2. November können sich die Gäste schließlich auf die nunmehr fünfte „Blues Night“ freuen. Mit dabei sind diesmal Sharrie Williams, Tad Robinson, The Wiseguys und ein weiterer Special Guest.

Die programmatische Grundausrichtung des Festivals liegt im Wesentlichen darauf, den Reichtum und die Vielfalt im Genre Jazz zu erforschen, sowohl bekannteren Stilformen als auch Unbekanntem und Experimenten am Rande des Genres und im Grenzgebiet zu anderen Genres Raum zu geben und miteinander in Beziehung zu setzen.

Hierbei bewegen sich die Jazztage Dresden im musikalisch extrem reichen Feld zwischen den beiden Polen Dixieland- und Avantgarde/Free-Jazz. Hat jeder dieser beiden Pole in Dresden eine starke eigene Tradition und entsprechende Verankerung und Zuordnung in der Stadtgesellschaft, so stärken die Jazzta- ge Dresden, unter maßvoller Einbeziehung auch der Pole, das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit für die Fülle die sich im Spannungsfeld dazwischen auftut.

Rebekka Bakken © Felix Broede

Erweitert um die direkte Interaktion und Verknüpfung unterschiedlicher Stile (innerhalb des Jazz) oder auch Genres (z.B. in Richtung Klassik oder Pop) sowie der Öffnung in Richtung anderer Künste wie Tanz, Literatur oder Schauspiel bereichern die Jazztage damit das überaus reiche kulturelle Angebot Dresdens und Sachsens um einen weiteren wichtigen und attraktiven Bereich, der sowohl regional als auch national und international konstant an Bedeutung gewinnt.

Ein kleiner Auszug aus dem Line-Up der letzten Festivaljahre belegt die programmatische Bandbreite des Festivals und das künstlerische Niveau der künstlerischen Darbietungen. Chick Corea, Hiromi, Al Jarreau, Monty Alexander, Take 6, Jamie Cullum, Steve Gadd, Didier Lockwood, Ute Lemper, Marcus Miller, Mike Stern, Dave Weckl, Dominic Miller, Stacey Kent, Estas Tonnè, Stanley Clarke, Brian Auger, Max Mutzke, Paul Kuhn, Michael Wollny, Vienna Art Orchestra, George Duke, Shakatak ....

Sie alle waren bei den Jazztagen Dresden zu Gast und zeugen vom kulturellen Leben in Dresden – als Jazz-Stadt auch neben der großen klassischen Tradition. Tradition und Moderne, World und Vision spiegeln sich im Programm der Jazztage Dresden – die große reiche Welt des Jazz ist auch in Dresden zu Hause – und Dresden damit in der Welt!