Lars Reichow – Wunschkonzert © Mario Andreya

Lars Reichow
Top Act beim Kabarett-Tag
am Einhaldenfestival 2019.

Der Freitag 26. Juli 2019 steht beim Einhaldenfestival ganz im Zeichen des Kabaretts. Die Veranstalter konnten einen der besten deutschen Kabarettisten, den Mainzer Lars Reichow als Top-Act gewinnen, die Bühne auf dem Kaseshof mit seinem „Wunschkonzert – Best of Klaviator“ verbalakrobatisch-musikalisch zu bespielen. Lars Reichow ist Komödiant, Pianist, Sänger, Radio und Fernsehmoderator, der u.a. den „Deutschen Kleinkunstpreis", den „Kulturpreis NRW" und den „Berliner Kabarett-Preis" erhalten hat.

Erst wenn das letzte Liebeslied erklungen ist, wenn die letzte Pointe euer Zwerchfell erschüttert hat, wenn alle Frauengeschichten gebeichtet, alle Männer entlarvt, wenn alle Politiker fachgerecht zerlegt worden sind, wenn das letzte Wort gesprochen und der letzte Ton verklungen ist, dann werden die Besucher des Einhaldenfestivals merken, dass kein Wunsch mehr offen bleibt – und kein Auge trocken. Nie wurden Sprache und Musik klaviatorischer verbunden, nie so viel nach Luft geschnappt wie in diesem Programm.

Opener des Kabarettabends sind Bruno Epple, die den diesjährigen Kleinkunstpreis Baden-Württemberg erhalten haben. Das Programm "BERTA EPPLE meets Sirius Quartet" lässt überraschendes und spannendes erwarten. Musik mit Mutterwitz trifft auf Avantgarde aus New York, der Heimat des herausragenden Streichquartetts, um den kreativ umtriebigen Gregor Hübner, der seine ganze künstlerische Bandbreite an diesem Abend zum Besten gibt.

Krönender Abschluss bildet der Late-Night-Act, mit Snorre & Hoss und ihrem Angstfreien Rockmusik-Kabarett.

Wir sprachen mit Lars Reichow

Herr Reichow, Sie und das Einhaldenfestival haben etwas Besonderes gemeinsam: Sie bringen Musik und Kabarett zusammen. Wo liegt für Sie der Reiz dieser der Verbindung?

Musik ist - und da bin ich nicht der erste Mensch, der das feststellt - die höchste Kunst: Musik geht durch das Ohr ins Blut. Traurige Musik macht uns weinen, schnelle, lustige lässt uns lachen, jeder gute Film lebt nicht nur von sehr gutem Schauspiel-Personal, sondern auch von der Filmmusik. Ich wollte immer gute Musik mit Humor verbunden wissen - und ich bin glücklich, dass ich ein Festival gefunden habe, das genau diese Verbindung zu schätzen weiß.

Sie haben schon im Alter von 16 Jahren mit der Posaune in der Jazz-Band Ihres Vaters den legendären Hanns-Dieter Hüsch bei seinen Kabarett-Auftritten begleitet. Wie hat Hüsch Sie als Texter und Kabarettist geprägt?

Hanns-Dieter war ein Menschenliebhaber, er war ein überzeugter Humanist, ein Optimist und ein Stimmungsmacher. Seine Stimme hatte Weltklasse, seine Kleinkunst war flächendeckend. Ich versuche, diese wunderbaren Eigenschaften immer im Blick zu haben, wenn ich vor meinem Publikum spreche und singe. 

Das Festival läuft ja über 4 Tage. Sie werden am Freitag auf der Bühne stehen. Wenn Sie einen Blick aufs Programm werfen: An welchem Abend würden sie gerne im Publikum sitzen oder vielleicht sogar mitspielen ;-) 

Am liebsten natürlich an allen Abenden. Zu gerne wäre ich mal auf dem Kaseshof von einem Kultur-Hahn oder -Hähnchen geweckt worden. Es macht mich traurig, aber ich werde nur für einen Abend da sein können. Ich grüße aber besonders herzlich meinen Freund Willy Astor und die anderen fantastischen Kolleginnen und Kollegen. Toi-toi-toi an alle!!!