Stella Meris © Nika Timashkova, Basel

STELLA MERIS, Berlin, Künstlerin

#coronawiegehts

Momentan arbeite ich - mit Hannah Kindler, Apo Yasa, Nika Timashkova und Anna Byskov - an der multimedialen Performance "Some Body*ies". Wir setzen uns mit Körpern und Körperlichkeit auseinander und nutzen dabei Malerei, Video, Sound und Textil. Da wir in der Dreiländerregion verwurzelt sind, aber die Ländergrenzen uns trennen, erschweren die Coronaregelungen unsere Zusammenarbeit massiv. Wir lassen uns immer wieder kreative Lösungen einfallen, um unsere künstlerische Kollaboration weiterzuführen. Zum Beispiel haben wir uns Objekte per Post zur Weiterbearbeitung zugesandt oder Videos per Zoom erstellt. Die Schnittstelle von analoger und digitaler Zusammenarbeit ist dabei besonders interessant für mich.

#coronawaskommt

Ich hoffe, dass wir die Performance im Laufe des nächsten Jahren vor einem grossen Publikum aufführen können. Zur Zeit hindern uns die Einschränkungen für die Zuschauer*innenanzahl daran. Ich denke, dass die Performance nebst der analogen auch eine neue Form der digitalen Präsentation finden kann. Im Bereich der digitalen Sichtbarmachung wird sich vermutlich im ganzen Kunstfeld viel Neues ereignen. Vielleicht besteht zum Beispiel die Möglichkeit, unsere Performance mit Virtual Reality auch im digitalen Raum erlebbar zu machen. 

#coronawasbrauchts

Geld, Geld, Geld! Na klar. Wir müssen auch von etwas leben. Aber nebst der finanziellen Grundsicherung brauchen wir auch unter uns Kunstschaffenden viel Solidarität, viel mehr als bisher. Wir sollten uns gegenseitig unterstützen, motivieren und mit den Herausforderungen koordiniert umgehen. Zusammenhalt in Zeiten von grossen Krisen helfen schlussendlich allen, besser mit der neuen Realität klarzukommen und neue, kollektive und nachhaltige Ansätze für die Kunst und Kultur zu entwickeln. Gerade in Zeiten von Isolation und Quarantäne ist eigentlich ja auch das Bedürfnis nach Kunst viel grösser, oder nicht? Paradoxerweise ist sie aber in dieser Zeit weniger leicht zugänglich. Insbesondere bei Performance oder anderen Live-Formaten. 

Proximity, 2020 © Nika Timashkova und Stella Meris