DÜSSELDORF

Black & White
Von Dürer bis Eliasson
22.3. – 15.7.2018

Grau sei „die ideale Farbe“ – so Gerhard Richter. Seit Jahrhunderten sind Künstler von einer Welt ohne Farbe angezogen. Durch die Konzentration auf Schwarz und Weiß in ihren künstlerischen Darstellungen fordern sie den Betrachter auf, tradierte Wahrnehmungsmuster zu überdenken. Anhand von etwa 80 Arbeiten aus einem Zeitraum von 700 Jahren – Gemälde, Glasmalerei, Fotografie, Grafik und Installationen – präsentiert die Schau einen umfassenden Überblick zur Schwarz-Weiß-Kunst. Ausgehend von mittelalterlicher Grisaille-Malerei bis zu den begehbaren Installationen „Room for one colour“ von Ólafur Elíasson und „Collector’s House“ von Hans Op de Beeck widmet sich die Ausstellung der visuellen Kraft einer reduzierten Farbpalette.

Zu den Highlights der Ausstellung zählt die Schwarz-Weiß-Version des berühmten Frauenaktes „Die große Odaliske“ von Ingres sowie das einzige bekannte Grisaille-Gemälde von Degas, „Ballettprobe auf der Bühne“. Das Spektrum der hochkarätigen Leihgaben reicht von Mantegna, Tizian, Rubens, über Picasso, Pollock, Riley und Richter zu Zero-Künstlern wie Mack und Uecker.

Das monochrome Malen ermöglicht es Künstlern, sich auf die wesentlichen Aspekte von Hell und Dunkel – die Ur-Elemente visueller Wahrnehmung – zu konzentrieren. Bereits die alten Griechen kannten den Begriff Skiagraphia (Schatten- malerei) für das Malen von Licht und Schatten. In Frankreich wurde einige Jahrhunderte später der Begriffe Grisaille geprägt, eine aus Grautönen bestehende Malerei.