Sarah Lucas, Self-portrait with Fried Eggs, 1996. C-print, 60 x 48 in (152.4 x 121.9 cm). © Sarah Lucas. Courtesy Sadie Coles HQ, London

New York (USA)

SARAH LUCAS:
AU NATUREL
26.9.2018 – 18.1.2019

Das New Museum zeigt die erste amerikanische Ausstellung mit Arbeiten der britischen Künstlerin Sarah Lucas (geb. 1962, London). In den letzten dreißig Jahren hat Lucas ein unverwechselbares und provokatives Werk geschaffen, das traditionelle Vorstel- lungen von Geschlecht, Sexualität und Identität untergräbt. Seit den späten 1980er-Jahren hat Lucas Fundstücke und alltägliche Materialien wie Zigaretten, Gemüse und Strümpfe in absurde und konfrontative Tableaus verwandelt, die soziale Normen mutig herausfordern. Der menschliche Körper und die anthropomorphen Formen wiederholen sich in Lucas’ Werken, erscheinen oft erotisch, hu- morvoll, fragmentiert oder rekonfiguriert zu fantastischen Anatomien der Begierde. Zunächst mit einer Gruppe namens Young British Artists (YBAs) verbun- den, die Ende der 1980er-Jahre gemeinsam in London ausstellten, ist Lucas heute eine der einflussreichsten Künstlerinnen Großbritanniens. Die Ausstellung, die sich über die drei Hauptgeschosse des Neuen Museums erstreckt, wird mehr als 150 Werke, Fotografien, Skulpturen und Instal- lationen präsentieren, um die Breite und den Einfallsreichtum ihres Werks zu zeigen.

The New Museum
www.newmuseum.org

Alberto Giacometti, 1951, Photographié par Gordon Parks, ©The Gordon Parks Foundation

Bilbao (E)

ALBERTO GIACOMETTI. A RETROSPECTIVE
19.10.2018 – 24.2.2019

„Die Welt sehen, verstehen, intensiv spüren und die Erkundungsfähigkeit bis zum Maximum erweitern.“ Mit diesen Worten beschrieb Alberto Giacometti sein Schaffen während seiner gesamten Karriere. Diese Retrospektive ist einem der einflussreichsten Bildhauer und Maler des 20. Jahrhunderts gewidmet. Es werden zahlreiche Leihgaben der Giacometti-Stiftung, Paris, gezeigt, die außergewöhnliche und vielfältige Bestände aus allen Phasen des Schweizer Künstlerlebens aufweist. Darunter Werke aus seiner kubistischen und surrealistischen Zeit, Arbeiten der 1940er-Jahre bis hin zu Werken zu Ende seines Lebens. Jean Paul Sartre nannte ihn „den perfekten Existentialismus-Künstler, immer auf halbem Weg zwischen dem Nichts und dem Sein“.

Guggenheim Bilbao
www.guggenheim-bilbao.eus

Claude Cahun Self-portrait (re ected image in mirror, checked jacket), 1928 Courtesy of the Jersey Heritage Collections

London (GB)

Modern Couples 
Art, Intimacy and the Avantgarde
10.10.2018 – 27.1.2019

Die Ausstellung zeigt eine intensive Auseinandersetzung von intimen Beziehungen in all ihren verschiedenen Formen, von obsessiv und flüchtig bis hin zu lebenslänglich, und enthüllt einen Spielplatz für Experimente und Kreativität.
Wie definieren wir in der heutigen Zeit den Begriff „Paar“? Mit dem Wandel der Gesellschaft in Bezug auf Ehe, Partnerschaft, Familie, Elternschaft und Geschlecht stellt die Ausstellung erstmals kreative Individuen vor, die in intimen Beziehungen im Bereich Fotografie, Skulptur, Architektur, Poesie, Musik und Tanz zusammengearbeitet haben. Auf diese Weise entwickelten sie neue Arten von Kunst und Lebensweisen und forderten Geschlechterstereotypen heraus. Vorgestellt werden rund 40 Künstlerpaare: unter ihnen legendäre Figuren wie Varvara Stepanova und Alexander Rodtschenko; Dora Maar und Pablo Picasso; Barbara Hepworth und Ben Nicholson; Sophie Taeuber-Arp und Jean Arp; Camille Claudel und Auguste Rodin; Aino und Alvar Aalto; Lee Miller und Man Ray; Virginia Woolf und Vita Sackville-West sowie weniger bekannte Paare wie Emilie Flöge und Gustav Klimt; Romaine Brooks und Natalie Clifford- Barney; George Platt Lynes, Monroe Wheelerund Glenway Wescott; Maria Martins und Marcel Duchamp.

Barbican Art Galery
www.barbican.org.uk

Albert Oehlen, Selbstporträt mit Palette, 2002/2005, oil on board, 166,5 x 107 cm, Pinault Collection © Albert Oehlen © Palazzo Grassi, ph: Matteo De Fina VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Venedig (I)

COWS BY THE WATER ALBERT OEHLEN
bis 1.6.2019

Die Ausstellung zeigt einen Weg durch die Schaffensperioden Albert Oehlens in einer Auswahl von etwa 85 Werken. Neben bekannten Werken werden auch einige weniger be- kannte, die zwischen den 1980er- Jahren und heute entstanden sind, gezeigt. Die ausgestellten Werke stammen sowohl aus der Sammlung Pinault als auch aus anderen bedeutenden Privatsammlungen und internationalen Museen.
Der Pfad „Kühe am Wasser“ ist nicht chronologisch, sondern deutet auf einen Rhythmus zwischen verschiedenen Gattungen und Epo- chen hin und unterstreicht damit die zentrale Rolle, die Musik in der Praxis des Künstlers spielt. Musik ist eine wichtige Metapher für seine Arbeitsweise, bei der Kontamination und Rhythmus, Improvisation und Wiederholung, Dichte und Harmonie von Klängen zu malerischen Gesten werden.
Albert Oehlen (1954, Krefeld) befindet sich dank seiner künstlerischen Vielfalt in ständiger Evolution, die sich dem Experimentieren und der Überwindung von formalen Grenzen und nicht dem dargestellten Subjekt widmet. Oehlen ist eine bedeutende Figur der zeitgenössischen Malerei.

Palazzo Grassi
www.palazzograssi.it