© Hans Morsa, Leipzig

RHEINFALL-FABELWESEN
QUAMELIUS ALBATRHYN GRUNFUS

In diesem Sommer, im Zuge der Eröffnung der ersten Immersive Art Hall der Schweiz und der Premiere des Films „DER RHEINFALL IN 4 JAHRESZEITEN“, erhält auch der Rheinfall ein Fabelwesen, um das sich Geschichten, Mythen und Legenden entwickeln dürfen. Es wurde oberhalb des Rheinfalls, unten an der Laufengasse, feierlich mit seinem neuen Namen enthüllt: QUAMELIUS ALBATRHYN GRUNFUS.

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Es erzählt eine alte Legende: Einstieg 1 Welt – In der 1. Welt sieht es eher trist aus. Klimakrise und verschiedene Umweltprobleme, speziell den Rhein betreffend, werden genannt. Es geht die Sage, dass am Rheinfall ein Wesen lebe, welches „die Welt retten“ könne. Das Kind hat davon gehört und macht sich auf den Weg, das Fabelwesen zu finden. Als es sich nach langem Fussmarsch am Fuss des Rheins niederlässt, trifft es auf ...?!

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So beginnt die Idee der Geschichte von der Musikerin Sibylle Aeberli, die den Text für das zum Fabelwesen erscheinende Kinderbuch und ein Kinderlied dazu geschrieben hat. Die wunderbaren Bilder und Illustrationen stammen von dem jungen und talentierten Künstler Hans Morsa aus Leipzig, basierend auf einer Idee des Künstlers Beat Toniolo. Diese Original-Skulptur (ca. 800 kg) wurde in 3D-gedruckter Sandform in Grauguss erstellt. Die gesamte Produktion, von der kleinen Knetfigur von Beat Toniolo als Modell bis hin zur eisernen Skulptur, wurde komplett im Everse-Engineering-Verfahren ausgeführt.

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Die Skulptur entstand mit freundlicher Unterstützung von GF Casting Solutions Leipzig (Sponsor), der Firma TLI Translog Transport (Transport), der Firma Gasser AG, Simon Oettli, Feuerthalen (Sockelbau) und der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall.

Beat Toniolo © GF Casting Solutions, Leipzig

Interview mit Sibylle Aeberli

Wer ist das Fabelwesen, die oder der Hero Ihrer Kindheit?
Ganz klar die rote Zora! Sie ist die Heroin meiner Kindheit.

Wer oder was ist Quamelius Albatrhyn Grunfus?
Oh, das sollte noch nicht so genau verraten werde.

Sind Fabelwesen noch zeitgemäß, sind Kinder in heutiger Zeit noch für Fabelwesen und deren Geschichten zu erreichen?
Aber natürlich! Die Geschichten müssen einfach gut erzählt werden. Auch Märchen haben noch nichts von ihrer Faszination eingebüsst, egal wie alt sie sind. Das Fantasy Genre, zu denen Fabeln im weitesten Sinne gehören, erlebt ja einen grossen Boom, auch bei den Erwachsenen.

Sie haben die Kinder im Vorfeld mit einem Fragebogen befragt? Warum., und was wollten Sie von den Kindern wissen?
Diese Kinder konnten Quamelius ja bereits kennen lernen und sich eine Vorstellung von ihm machen. Ich wollte unter anderem wissen, was Quamelius liebt, was nicht, was er gerne isst und was ihn einmalig macht. Es war für mich sehr interessant zu lesen, was sie ihm für Eigenschaften zuschreiben.

Was war zuerst? Die Zeichnung von Hans Morsa oder das Fabelwesen in ihrem Kopf und wie hat was wen beeinflusst?
Am Anfang war die Zeichnung von Quamelius. Jetzt entwickeln wir die Geschichte gemeinsam. Aber bei einem Bilderbuch stehen die Ideen von Hans natürlich an erster Stelle.

Wie muss man die Zusammenarbeit zwischen Illustrator und Ihnen als Autorin vorstellen?
Als sich gegenseitig befruchtend.

Quamelius Albatrhyn Grunfus begegnet Beat Toniolo auf der Höhe von Dachsen beim Bad im Rhein und sie kommen ins Gespräch.... Über was sprechen Sie ....?
Ich vermute ganz stark, über die Wassertemperatur, Grillwürste und über das Sprungbrett, von welchem Beat den doppelten Salto macht, was Quamelius sehr beeindruckt.

Interview mit Hans Morsa

Wer ist das Fabelwesen, die oder der Hero Ihrer Kindheit?
„Charybdis“ das Meeresungeheuer finde ich Faszinierend und beängstigend, seit ich es als Kind in einem Film gesehen habe.

Sie sind Illustrator und leben in Leipzig, dem Mekka der Comics und Mangas im deutschsprachigen Raum. In den letzten Jahren haben diese Kunstform sowohl auf der Buchmesse in Leipzig wie in Frankfurt einen zunehmend großen und wichtigen Platz eingenommen. Wie grenzt sich die klassische Illustration davon ab und wo steht Hans Morsa?
Es ist gut das Comics endlich Beachtung geschenkt wird. Viel zu spät im vergleich zu anderen Gegenden. Ich habe bisher noch nicht so viele Comics zu stande gebracht, was vielleicht auch an meiner Unsicherheit mit Text zu tun hat. Ob ich ein klassischer Illustrator bin und ob man da unterscheiden muss, kann ja jeder selbst entscheiden. Ich denke ich bin in erster Linie Zeichner und Maler, was mich allerdings nicht davon abhält auch Filme zu machen.

Wie haben Sie sich QUAMELIUS ALBATRHYN GRUNFUS, der Aufgabe ein Fabelwesen zu zeichnen, aus dem eine Skulptur und ein Kinderbuch erwachsen soll, genähert?

Zuerst gab es ja die Skulptur von Beat. Was das ausformulieren als Zeichnung anging, habe ich sehr viele Freiheiten bekommen, wofür ich sehr dankbar bin und was der Sache denke ich sehr zu gute kommen wird. Das Schöne an dem Fabelwesen ist, das es auf den ersten Blick, weder gut noch böse erscheint. Auch das Geschlecht ist unklar oder wie es sich fortbewegt. Ich denke es ist wichtig das die Zeichnung dem Fabelwesen nicht jedes Geheimnis wegnimmt.

Es gab einen das Thema vorbereitenden Text von Frau Dr. Kerstin Borchardt von der Uni Leipzig und eine Knetfigur von Beat Toniolo. Beeinflusst, fördert oder hemmt einen eine Beschreibung, ein Text, eine modellierte Idee in der Gestaltung des Fabelwesens?
Offt werden die Arbeiten für gut befunden, bei denen man dachte das man zu weit gegangen ist. Unsicherheiten hemmen viel mehr als ein vorangegangener Text. Manchmal ist es sogar hilfreich.

Wer oder was ist QUAMELIUS ALBATRHYN GRUNFUS?
Das wird noch nicht verraten.

Sie sind Absolvent der Hochschule für Grafik und Buchkunst an der Universität Leipzig in der Klasse für Illustration. Ihr Studium haben Sie im Februar diesen Jahres abgeschlossen.  Mit Franz Impler haben Sie den Film „POSTMONITION gedreht, mit dem Sie unter anderem in der offiziellen Auswahl des Wettbewerbs Internationaler Universitäts Kurzfilm waren. Sie machen CD-Covers,  Plakate und sicher noch vieles mehr. Wohin geht die Reise Hans Morsa?
Franz und ich planen unter anderem grade den nächsten Film. Diesmal aufwändiger. Ich werde ansonsten weiter Bilder verkaufen und als Zeichner und Grafiker arbeiten.