Radenko Milak, Madonna Kisses Britney, 2019, Watercolor, 48,5 x 35 cm © Radenko Milak, courtesy PRISKA PASQUER, Cologne

Hamburg

HYPER!
A JOURNEY INTO ART AND MUSIC
1.3. – 4.8.2019
HALLE FÜR AKTUELLE KUNST/ DEICHTORHALLEN HAMBURG

Sound, Vision, Film, zerstörtes Klavier: Was passiert, wenn Musiker*innen sich an Ideen und Strategien aus der Kunst- welt orientieren? Und was für Bilder entstehen, wenn Künstler*innen sich von Mu- sik treiben lassen? Am Leben der anderen interessiert zu sein, es zu kopieren, es in die eigene Arbeit einzusetzen und zu benutzen, kurz: ein Cross-Mapping zwischen den Welten der Musik und der bildenden Kunst zu betreiben, davon handelt die vom Ex-Spex- und Electronic-Beats-Chefredakteur Max Dax auf Einladung und in enger kuratorischer Abstimmung mit Dirk Luck- ow, dem Intendanten der Deichtorhallen, zusammengestellte Ausstellung HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC.

An der Ausstellung in der Halle für aktuelle Kunst und ih- rem musikalischen Rahmenprogramm HYPER! SOUNDS in der Elbphilharmonie nehmen über 60 internationale Künstler*innen und Sound, Vision, Film, zerstörtes Klavier: Was passiert, wenn Musiker*innen sich an Ideen und Strategien aus der Kunst- welt orientieren? Und was für Bilder entstehen, wenn Künstler*innen sich von Musik treiben lassen? Am Leben der anderen interessiert zu sein, es zu kopieren, es in die Musiker*innen teil, die sich explizit im Grenzgebiet der Disziplinen Kunst und Musik bewegen und – von der Öffentlichkeit oft unbemerkt – in ihrer Kunst dezidiert entsprechende Bezüge auftauchen lassen. Superstars aus der Kunst- und Musikwelt wie Andreas Gursky, Kim Gordon, Alexander Kluge, Rosemarie Trockel und Wolfgang Tillmans stehen Avantgardisten wie Ar- thur Jafa, Thomas Scheibitz, Peter Saville oder Arto Lindsay gegenüber. Erzählerisch zusammengehalten wird die Ausstellung durch Dutzende von Interviews, die Max Dax mit den Protagonist*innen der HYPER!-Show in den vergangenen Jahren geführt hat.

Die Ausstellung HYPER! wird für die Besucher*innen ein umfassendes Ausstellungserlebnis mit über 300 Werken: Neben Gemälden, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen und Rauminstallationen, die sich seitens der bildenden Kunst mit Musik befassen, wird es zahlreiche hybride Multimedia-Arbeiten geben, die den Wechselbezug zwischen Musik, Video und bil- dender Kunst ausloten.

Halle für Aktuelle Kunst / Deichtorhallen Hamburg
www.deichtorhallen.de/ausstellung/hyper
#HYPERDTH

Bettina Pousttchi, Die Katherina-Show, 2000, Video, 7m20, Videostill © Bettina Pousttchi

 

Frankfurt

BIG ORCHESTRA
19.6. – 8.9.2019

Zeitgenössische Kunst hat ihren eigenen Sound. Musikinstrumente, die gleichsam Skulpturen sind, stehen für eine noch relativ unbekannte, junge Entwicklung in der Gegenwartskunst. In einer international besetzten Gruppenausstellung zeigt die SCHIRN künstlerische Arbeiten, denen gleichzeitig die Funktion von Musikinstrumenten innewohnt. Das Spiel auf den skulpturalen Instrumenten bildet den Mittelpunkt der in ständiger Veränderung begriffenen Ausstellung. Während der Laufzeit wird die SCHIRN temporär zu einem Konzertsaal, in dem die Arbeiten aktiviert und zum Klingen gebracht werden. Für die Besucher wird der Sound der Kunstwerke live erlebbar. Eine mobile Display-Architektur schafft Raum für Workshops, in denen der Klang der Instrumente von Musikern in immer neu zusammengestellten Ensembles erforscht und anschließend in Konzerten präsentiert wird. Die Künstlerinnen und Künstler lassen in Performances ihre eigenen Arbeiten ertönen. Ausgangspunkt des Konzeptes ist der erweiterte Kunst- und Musikbegriff der Fluxusbewegung der 1960er-Jahre: Happenings oder Aktionen wurden als „Konzerte“ begriffen, da sie ähnlich wie Kompositionen strukturiert waren und unterschiedliche Medien und Materialien miteinander kombinierten.

Schirn Kunsthalle Frankfurt
www.schirn.de

Foto Carsten Nicolai, bausatz noto ∞ (color version), 1998/2015, record player, color vinyl records with locked grooves, mixing board, amplifier, loudspeaker/ headphones, dimension variable © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin
Bridle: James Bridle, Untitled (Autonomous Trap 001), 2017, courtesy of the artist and NOME, Berlin

Basel (CH)

Entangled Realities – Leben mit künstlicher Intelligenz Entangled Realities –
Living with Artificial Intelligence
9.5. – 11.8.2019

In der Ausstellung „Entangled Reali- ties“ widmet sich das HeK dem aktuellen Thema der künstlichen Intelligenz (KI) und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Ein spezifischer Fokus liegt dabei auf unserer Interaktion mit intelligenten algorithmischen Systemen und den daraus entstehenden neuen verflochtenen Realitäten. Unsere Lebenswelt wird je länger je mehr von KI geprägt und mitgestaltet, wir teilen unsere Leben mit „intelligenten“ Objekten und Systemen und wir überantworten Maschinen bereits heute in vielfältigen Bereichen gewisse Entscheidungen. Dieses neue Miteinander zwischen Mensch und Maschine gilt es bewusst zu gestalten. Die Werke der Ausstellung zeigen nicht nur auf, wie bereits heute immer mehr Aspekte unseres Lebens von Algorithmen kontrolliert werden, sondern auch, wie algorithmische Netzwerke Welt „sehen“ und auch Welt kreieren. Die künstlerischen Positionen machen die Prozesse des maschinellen Lernens anschaulich und geben Besucher_in- nen einen Einblick in maschinelle Erkenntnismethoden.

Haus der elektronischen Künste
www.hek.ch

Karlsruhe

Writing the History of the Future
neue Sammlungspräsentation
23.2.2019 – 28.3.2021

Das 30-jährige Bestehen des ZKM ist der Anlass, erstmals die faszinierendsten Werke der weltweit größten Medienkunstsammlung in einer Ausstellung zu präsentieren. „Writing the History of the Future“ eröffnet einen neuen Blick auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts: auf eine Epoche rasanten technologisch-medialen Wandels durch digitale Informations- und Kommunikationstechnologien sowie einer nie gekannten Demokratisierung von Kunst und Kultur. Phase I (ab 23.2.2019) zeigt die Anfänge der Computerkunst und der Konkreten Poesie, die Transformation von Kommunikation und Erinnerung durch neue Medien sowie die Ermächtigung des Betrachters in der partizipativen Kunst seit den 1950er-Jahren – von den beweglichen Buchstaben über Bewegtbilder zum bewegten Betrachter.

Ab dem 19.7.2019 wird die Ausstellung erweitert. Die dann beginnende Phase II widmet sich der Videokunst, Sound Art, Holografie, Foto, Film so- wie den interaktiven, computerbasierten Künsten.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe 
www.zkm.de

Foto: MagicBox, Christian Megert , Glasbuch 1961, Siebdruck, Glas, Spiegel © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Foto: Felix Grünschloss © VG Bild-Kunst, Bonn 2019