Sabber Schlabber Kussi Bussi
Anita Lehmann (Text),
Kasia Fryza (Illustration),
Stefanie Kuballa-Cottone (Übersetzung)

Helvetiq
ISBN: 978-2-940481-75-0
14,00 € (D) , 14,40 € (A)
Originalsprache: Englisch
Nominierung 2020, Kategorie: Bilderbuch
Ab 3 Jahren

Jurybegründung

Die fünfeinhalbjährige Emma mag das vertraute Knuddeln mit ihren Eltern, die sich weich wie Pelztiere anfühlen und nach Schnee und Honig duften. Wenn aber die Verwandtschaft zu Besuch kommt, nach Mottenkugeln, Moder oder Muscheln müffelnd dem Kind auf die Pelle rückt, dann ist das Geküsse und Geschlabber eine ekelhafte Zumutung. Doch Emma hat Glück! Titan zieht ein, ein riesengroßer, freundlich-zärtlicher Hund mit ungestüm-überschwänglichem Besucherbegrüßungsverhalten. Er saust künftig ganz nach vorne, wenn der Besuch anrückt und schlägt die Bagage mit seinem Gesabber in die Flucht. Emma braucht nichts mehr zu fürchten.

Eine Geschichte, die Kinder ermutigen kann, über distanzlose Erwachsene zu sprechen. Die polnische Illustratorin Kasia Fryza hat diese Geschichte gefühlvoll bebildert: Proportionen und Bewegungsdarstellung wecken Mitgefühl, der reduzierte grafische Stil schafft jedoch gleichzeitig Distanz in beklemmenden Szenen und hat Witz. Der Text in Übersetzung von Stefanie Kuballa-Cottone hat in seiner typografischen Umsetzung eine zentrale Rolle im Bildaufbau.

Rezensionen zu „Sabber Schlabber Kussi Bussi“ von Anita Lehmann und Kasia Fryza:

Ich finde die Bilder witzig. Die Seite mit Tante Kathi ist meine Lieblingsseite, weil ich es so lustig finde, dass das Mädchen wegrennt. (Lene-Marit, 7 Jahre)

Die gefallen mir gut die Bilder, weil sie sehr schön gemalt sind. Meine Schwester küsst mich manchmal, wenn ich es nicht mag. Meine Lieblingsseite ist die, wo Titan und Emma sich kuscheln und auf den Besuch warten. Ich finde die Seite sehr süß, wie sie sich vorlesen. Aber die Schwanendame sieht etwas gruselig aus. Das gefällt mir nicht. Sie sieht aus wie ein Geist. (Franziska, 10 Jahre)

Das Thema ist sehr relevant, aber meines Erachtens nicht gut umgesetzt. Es werden Gefühle vermischt mit Eigenschaften der Leute. Die Darstellung ist zu plakativ. (Eva, 48 Jahre)

Mir gefällt die Geschichte nicht so gut, weil man irgendwie nicht weiß, was das irgendwie bedeutet.  Die Bilder finde ich nicht so doll, weil man gar nicht sieht, welcher Charakter das wirklich ist. Meine Lieblingsseite ist die mit dem Luchs, weil ich Luchse mag. Ich habe so etwas noch nicht erlebt. (Sophia, 8 Jahre)

Die Bilder sind zu großflächig. Offen gesagt mag ich die matten Bio-Seiten auch nicht. Meine Kinder konnten wenig damit anfangen. Den Titel fanden beide lustig, aber das war es dann schon. (Isabel, 44 Jahre)

Ich finde die Geschichte blöd. Die Bilder gefallen mir nicht. (Ferdinand, 7 Jahre)

Mir gefällt die Geschichte und die Bilder gar nicht. Ich würde das Buch nicht weiter empfehlen. (Konrad, 9 Jahre)

Die Sprache ist einfach und die Geschichte hat sich nach einmaligem Lesen abgenutzt. Mit fünfeinhalb ist das „Erwachsen-Abschlabber-Thema“ eigentlich auch schon nicht mehr altersgemäß. (Andreas, 47 Jahre)

Hard cover, great for little kids. A very important topic of teaching kids how to protect their own boundaries. I am not sure if I like the solution given in the book (using the dog to scare the annoying „kissers“ away. I miss the encouragement to say loud and clear „No“ if the kid does not like to be kissed by strangers or family members. I really liked the illustrations. I am a big fan of Polish illustrations for kids. Playful, colorful, modern, funny. (Dagmara, 45 Jahre)

Meiner Ansicht nach werden jüngere Kinder von den guten Illustrationen „abgelenkt“ und bekommen nicht mit, was der Autor den Kindern mitteilen will. Die Bilder sind sehr gut. (Michael, 48 Jahre)

Wichtiges Thema, guter Gesprächsanlass. Die Illustrationen sind unübersichtlich. Im Kindergarten haben den meisten Kindern die Illustrationen nicht gefallen. Die Kinder meinten, sie seien komisch und nicht echt. (Sandra, 48 Jahre)

Ausflug zum Mond
John Hare (Text),
John Hare (Illustration)

Moritz
ISBN: 978-3-89565-381-0
14,00 € (D) , 14,40 € (A)
Nominierung 2020, Kategorie: Bilderbuch
Ab 4 Jahren

Jurybegründung

Bei einem Ausflug zum Mond verpasst ein Kind den Abflug und findet sich plötzlich alleine wieder. Wenig beunruhigt greift es nach seinen Malsachen und bemerkt zunächst nicht die grauen Mondwesen, die von überallher aus dem Staub auftauchen und das malende Kind bestaunen. Über das Bild eines bunten Regenbogens schließen beide Seiten vorsichtig Freundschaft, malen wenig später gemeinsam und mit wachsendem Vergnügen auf die Mondsteine. Immer bunter wird die graue Landschaft.

Endlich kommt das Raumschiff zurück, der aufgeregte Erwachsene kann das Kind in die Arme schließen – und es dann für die bunten Graffitis rügen. Die Mondwesen im Staub bemerkt er nicht. Der Mond wird gesäubert, die Menschen verschwinden. Zurück bleiben die Mondwesen, die jeder einen bunten Stift behalten haben. Dem Kind bleibt nur ein grauer Malstift – und mit dem malt es im Raumschiff seine neuen Freunde.

Das mit 48 Seiten recht umfangreiche und mit hohem Schwarzanteil versehene Bilderbuch verzichtet auf Worte. Das Kind kann sowohl Junge als auch Mädchen sein. Obwohl man wegen des Mondhelms keinerlei Mimik erkennen kann, ist doch die Körperhaltung so aussagekräftig, dass die Betrachter genau verstehen, wie sich die Akteure gerade fühlen. Humorvoll, spannend, hintergründig und ein wunderbarer Erzählanlass – ein wahrhaft grandioses Buch!

Rezensionen zu „Ausflug zum Mond“:

Ich finde die Geschichte schön, weil die Aliens keine bunten Farben auf dem Mond haben und jetzt welche bekommen haben. Dass das Kind neue Freunde bekommen hat, ist sehr schön. Schade, dass der Junge die Bilder der Aliens wegmachen muss. Ich finde, es passt gut, dass das Buch keine Worte hat, denn auf dem Mond kann man eh nichts reden.
(Sophia, 8 Jahre)

Die Bilder sind bestechend, sowohl die Mondmenschen als auch die Raumfähre. Allein aufgrund der Bilder würde ich das Buch kaufen. Außerdem geht es um Freundschaft. Zunächst fand ich es schwierig, dass es keinen Text gibt. Im Nachhinein stört es mich jedoch nicht, da man das Buch immer neu erzählen kann. Mein Sohn hat selbst miterzählt. Die Illustrationen gefallen mir super! (Isabel, 44 Jahre).

Das Buch mit dem Klassenausflug auf den Planeten ist eine gute Idee. Die Geschichte hat viel Humor und kommt auch ohne Worte aus (auf dem Mond gibt es ja auch keinen Schall). Beim gemeinsamen Betrachten mit den Kindern kamen wechselnde Emotionen auf: Alleingelassen werden, Freunde, Lachen über die Aliens, Erleichterung beim Abholen, blöde Erzieherei fürs Felsenbemalen. Die Illustrationen gefallen mir sehr gut. Das kein Gesicht hinter dem Astronautenhelm zu sehen ist, bringt Unsicherheit darüber mit, was das Kind fühlt. Das regt aber an nachzudenken. (Andreas, 47 Jahre).

Gut finde ich den Humor in den Bildern. Alles kann gut verstanden werden auch ohne Text. Schade, dass man keine Gesichter erkennen kann, außer bei den Außerirdischen. Der Lehrer kommt leider nicht gut weg. Das ist eine Schwäche des Buchs. Empfehlen würde ich das Buch für „Träumer“ und selbst unsichere Kinder, die sich wenig trauen. Meine Kinder haben bedauert, dass die Geschichte nur so kurz war. (Eva, 48 Jahre).

Ich hätte mir Text gewünscht. Meine Lieblingsseite ist das Bild, bei dem die Wesen dem Schüler von hinten stehend betrachten und schauen, was er malt, weil die Wesen ihn so neugierig anglotzen. (Ferdinand, 7 Jahre).

Meine Lieblingsseite ist die, wo der Alien dem anderen Alien einen Schnurrbart malt. (Konrad, 9 Jahre).

Ich hätte mir eine geschriebene Geschichte gewünscht. Papa kann mir dieses Buch leider nicht vorlesen. Meine Lieblingsseite ist die, wo sich die Mondmenschen erschrecken. Das sieht so lustig aus. Ich würde das Buch anderen Kindern empfehlen, weil die Bilder so schön sind und die Mondmenschen so witzig sind. (Lene-Marit, 6 Jahre)

Erst war ich skeptisch, ein Bilderbuch ohne Worte zu lesen. Aber die Geschichte ist doch sehr unterhaltsam und emotional. Ja, es ist schon sehr interessant, mehr über die Bilder mit dem Kind zu sprechen, als etwas vorzulesen. Es ist mehr „interaktiv“. Die Illustrationen sind sehr gut gemacht. (Michael, 48 Jahre).

The story is cliché, nothing original or highly exciting. It is sad to see the teacher asking the boy to remove his drawings from the moon rocks. On the other hand it teaches kids that graffiti is not legal which is good. It would be a nice book for younger children but for them it should be printed on thicker paper or carton. For me the illustrations gave not much space for your own imagination. (Dagmara, 45 Jahre).

Mir gefällt die Geschichte super. Meine Lieblingsseite ist die, auf der der Lehrer den Jungen abholt. Weil er sonst für immer auf dem Mond leben müsste. Ich finde süß, wie sich der Junge freut. (Franziska, 10 Jahre)

Die Stärke des Buchs ist, dass es keinen Text hat. Ein reines Bilderbuch. Man muss sich selbst „Worte“ dazu einfallen lassen. Die Bilder sprechen für sich. Den Kindern im Kindergarten hat se sehr gut gefallen. (Sandra, 48 Jahre).

Das Haus, das ein Zuhause war
Julie Fogliano (Text),
Lane Smith (Illustration),
Uwe-Michael Gutzschhahn (Übersetzung)

Fischer Sauerländer
ISBN: 978-3-7373-5623-7
16,00 € (D) , 16,50 € (A)
Originalsprache: Englisch
Nominierung 2020, Kategorie: Bilderbuch
Ab 5 Jahren

Jurybegründung

Ein leer stehendes Haus im Wald ist eine wunderbare Inspiration – wer mag dort gelebt haben? Was hat er getan, wen geliebt? Zwei Kinder nähern sich behutsam und spüren dem Geheimnis nach. Das Haus gibt seine Erinnerungen langsam preis – ein Foto, eine leere Konservendose, ein Buch. Lane Smith begleitet die Kinder und darüber die Bildbetrachter mit überlagerten Farbdrucken in kräftigen Rot- und blassen Blautönen durch eine überwucherte und verwilderte Landschaft, in der das alte Haus mit abblätternder Farbe steht. Kaum klettern die Kinder hinein und beginnen sich auszumalen, wer einst hier gewohnt haben mag, ändert sich der Illustrationsstil. Zwar hält Smith hier an der Drucktechnik fest, doch sind Bilder und Farben nun satter und wirken damit lebendiger.

Jane Fogliano fängt die stille Poesie dieses einsamen Ortes in wenigen Worten ein und bedient sich dabei immer wieder lyrischer Stilmittel. In der deutschen Übertragung von Uwe-Michael Gutzschhahn scheint der Text so beinahe wie ein Gedicht, schwerelos und irgendwie zur flirrenden Sommerhitze passend, die man aus den Bildern herausliest. Ein Sommertraum, der zu eigenen Streifzügen verlockt und die Phantasie anregt – wunderbar!

Rezensionen zu „Das Haus, das ein Zuhause war“:

Das Buch ist sehr abstrakt gehalten. Das ist aus meiner Sicht sowohl Stärke als auch Schwäche des Buchs. Meinen Kindern hat es nicht so gut gefallen. Empfehlen würde ich es erst Kindern, die bereits selbst reflektieren können. Vielleicht ab 8 Jahren. Jüngere Kinder müssen aus meiner Sicht eng durch Fragen begleitet werden. (Isabel, 44 Jahre)

Sehr schöne Zeichnungen. Die Geschichte ist zum Träumen und etwas für Leute mit Fantasie. Der Text ist eher wie ein Gedicht, was für manche eher abschreckend wirkt. Meine Kinder (7 und 9 Jahre) konnten sich nicht so richtig in das Buch hineinvertiefen. Die Wiederholungen im Text haben sie genervt. (Eva 48 Jahre)

Das Buch ist ein wenig geheimnisvoll und regt zum Nachdenken und Diskutieren ein. Mir gefallen die Illustration und auch die Idee des verlassenen Hauses und dem was noch darin lebt. Auch die Frage, wer dort lebte und weshalb das Haus verlassen wurde, finde ich anregend. Als Kind bin ich auch öfters durch verlassene oder im Bau befindliche Häuser geklettert. Davon gibt es aber hier nicht mehr viele. In den USA, wo ich öfters bin, gibt es viele solche Häuser in Landschaften, die der im Buch ähneln. Wenn ich dort vorbeikomme, habe ich ähnliche Gedanken wie im Text. Die Bilder fangen dies sehr gut ein. (Andreas 47 Jahre)

Auf den Bildern ist zu viel Farbe, aber ansonsten sind sie sehr schön. Es ist ja interessant, dass auf jeder Seite ein blauer Vogel ist. Ich glaube, im Haus hat das Mädchen gewohnt, das so schön zeichnet und malt. In der Nähe meines Kindergartens gibt es viele leere Häuser. Dort war früher mal eine Kaserne. Jetzt wird dort gebaut. (Lene-Marit, 7 Jahre)

Ich glaube, im Haus hat eine sehr nette Dame gewohnt, die Tiere liebt. Meine Lieblingsseite ist die, auf der man den Eifelturm sieht. Ich mag den Eifelturm und möchte ihn gerne mal sehen. Es ist ein super duper gutes Buch. Es ist eins von liebsten Büchern, die ich gelesen habe. (Franziska, 10 Jahre)

Auf den ersten Seiten passiert sehr viel in den Illustrationen. Für mich ist das zu viel. Meine sechsjährige Tochter konnte der Geschichte nicht folgen. Vielleicht hat sie sie nicht interessiert. (Michael, 48 Jahre)

A nice way of talking about the past, poetic approach. The illustrations are too distracting. I have the feeling you read it once and never come back to it. (Dagmara, 45 Jahre)

Guter Gesprächsanlass. Grundsätzlich ist es schön sich vorzustellen, wer in einem verlassenen Haus mal gewohnt haben könnte. Ich finde es „sprachlich“ schwierig für jüngere Kinder. Die Illustrationen sind schön, aber zu „überladen“ für jüngere Kinder. (Sandra, 48 Jahre)

Das ausgelassene ABC
Ina Hattenhauer (Text),
Ina Hattenhauer (Illustration)

Gerstenberg
ISBN: 978-3-8369-5623-9
13,00 € (D) , 13,40 € (A)
Originalsprache: Deutsch
Nominierung 2020, Kategorie: Bilderbuch
Ab 5 Jahren

Jurybegründung

Schon mal was von Brutmode gehört? Vom Umtusch ist sie selbstverständlich (a)usgeschlossen! In diesem ABC-Bilderbuch fahren Rummärchen auf einem kleinen Boot spazieren, ein Flugzeug zieht eine Fahne mit der Aufschrift „Schrei mal wieder!“ über den Himmel und gleichzeitig weist ein großes Schild auf Waldrandgefahr hin. Neben dem Buhladen befindet sich das Restaurant „Teufels Kühe“, wo man Hili sin Arne oder auch Broolisuppe auf der Speisekarte findet. Ein paar Seiten weiter ist man willkommen im Ästehaus oder kann im Lattenladen oder der Lätzchen-Bäckerei einkaufen. Auf dem Bürgersteig sind Sitzmäuse zu betrachten.

Jedem Buchstaben des Alphabets ist eine Doppelseite gewidmet, die sich präsentiert wie eine Bühne wundersamer Ereignisse und Botschaften. Überall in Schrift und Bild sind rätselhafte Wortbedeutungen zu finden, die durch das Weglassen des jeweiligen Buchstabens entstehen und – Aha!! – zu lustigen Wortneuschöpfungen geraten. Dieses Bilderbuch regt an zum Ohrenspitzen, genauen Hinschauen, lauten Lesen. Beim gemeinsamen Betrachten macht es jungen Buchstaben-Entdeckerinnen und -Entdeckern sicher genauso großen Spaß wie älteren Leseratten. Ina Hattenhauers cartoon-ähnliche Bildszenen bringen viel Augenzwinkern mit und unterstreichen den Wortwitz dieses sprachanregenden ABC-Bilderbuchs.

Rezensionen zu „Das ausgelassene ABC“ von Ina Hattenhauer:

Wortspiele machen uns richtig Spaß! Ein tolles Buch für Kinder, die Freude an Sprachwitz und Puzzeln haben. Die Illustrationen haben mir nicht so gut gefallen. Zu verspielt. 80er Jahre, spontimäßig. (Andreas, 47 Jahre)

Lustige Wortspiele,, aber viele Späße werden von den Kindern gar nicht verstanden. Man braucht viele Transferleistungen. (Eva, 48 Jahre)

Am schönsten finden ich die Seite mit dem Buchstaben W. Das finde ich superschön gemalt. Ich finde den Witz mit dem Meerscheinchen super witzig! Die Seite mit dem Buchstaben T hat mir nicht so gut gefallen, weil ich Kindergaren ein bisschen gruselig finde. (Franziska, 10 Jahre)

Meine Lieblingsseite ist die mit dem N, weil Knackwurst so witzig ist. (Lene, 6 Jahre)

Meine Lieblingsseite ist die mit dem E, wegen des Uropa-Rats. (Ferdinand, 7 Jahre)

We subscribe Gecko magazine for kids and this is where the idea comes from. Our family loves these „find a word“ puzzles and we had no clue, that now wie can find them all in one book. Brilliant! Girls loved reading the book and we were surprised how many different riddles are in it. (Dagmara, 45 Jahre)

Für mich als Erwachsenen war das Buch sehr unterhaltsam und spannend. Es war toll, all die Wortspiele zu finden. Sehr gutes Wimpelbuch, so viel zu entdecken. Die Illustrationen sind super gezeichnet und finden den Kindern, alle Wortspiele zu finden. (Michael, 48 Jahre)

Für jüngere Kinder zu schwer. Witzig für Kinder, die schon selbst lesen können. (Sandra, 48 Jahre)

Dreieck Quadrat Kreis
Mac Barnett (Text),
Jon Klassen (Illustration),
Thomas Bodmer (Übersetzung)

NordSüd
ISBN: 978-3-314-10551-7
45,00 € (D) , 46,30 € (A)
Originalsprache: Englisch
Nominierung 2020, Kategorie: Bilderbuch
Ab 5 Jahren

Jurybegründung

Dass scheinbar ganz einfache Formenbücher spannende Geschichten erzählen können, zeigen Mac Barnett und Jon Klassen. Gemeinsam haben sie drei Formen zu titelgebenden Bilderbuchhelden entwickelt, die sich charakterlich deutlich voneinander unterscheiden und doch gleich drei gemeinsame Abenteuer bestehen. Jedes der drei Bücher kann als Einzelwerk gelesen werden: Dreiecks Streichgeschichte, Quadrats künstlerisches Experiment und das unheimliche Abenteuer von Kreis beim Versteckspiel hinter dem Wasserfall. Wer jedoch alle drei Bücher liest, erkennt bald, wie die Geschichten über ihren eigentlichen Rahmen hinaus noch weitergehen, miteinander verflochten sind und sich gegenseitig beeinflussen.

Intelligent und gewitzt spielen Barnett und Klassen hier mit Konventionen und fordern bei scheinbar einfachstem Plot auch erwachsene Betrachterinnen und Betrachter noch heraus. In ihrem Stil bleiben sie sich dabei treu: gedeckte Farben auf cremefarbenem Grund, die charakteristische Drucktechnik und ein gehöriges Augenzwinkern gehören hierzu. Viel komplexer als auf den ersten Blick zu vermuten, sind diese Bilderbücher – in der Übersetzung von Thomas Bodmer – Titel, die mitwachsen und Bilderbuchfreunde lange begleiten.

Rezensionen zu „Dreieck, Kreis, Quadrat“:

Ich finde, dass die drei Bände eher drei Bücher sind als eines. Am liebsten mag ich Dreieck, weil es so frech ist. Mir gefällt die Geschichte, in der Dreieck einen fiesen Streich spielt, weil ich auch manchmal Streiche spiele. Meine Lieblingsseite ist die, auf der Dreieck vor dem Haus von Quadrat steht und als Schlange zischt. (Sophia, 8 Jahre)

Mir erschienen die Zeichnungen zunächst zu simpel, aber nach öfteren Lesen der Geschichte stört es mich nicht mehr. Die Geschichten sind unglaublich witzig. Meine Kinder (8 und 5 Jahre) haben sich kaputt gelacht. Dank des offenen Ausgangs kann man alle drei Geschichten sehr gut diskutieren. (Isabel, 44 Jahre)

Ich mag am liebsten Kreis, weil der schweben kann. Mir gefallen die Bilder gut. (Ferdinand, 7 Jahre)

Für mich gehören die drei Bücher nicht zusammen. Ich mag Kreis am liebsten, weil er so freundlich ist. Die Geschichte „Kreis“ gefällt mir am besten, weil sie dort Verstecken spielen. Meine Lieblingsseite ist die mit dem Wasserfall.
(Konrad, 10 Jahre)

Ich habe jede Geschichte für sich unabhängig erlebt. Sprachlich ist die Geschichte eher einfach. Die Illustrationen im Buch gefallen mir, auch wenn sie etwas zu glatt sind. „Design Style in monochromen Farben“. (Andreas, 47 Jahre)

Die Bücher sind sehr witzig, humorvoll und behandeln auch Themen, die in der Welt der Kinder vorkommen. Mir gefallen die Illustrationen im Buch sehr gut! Die Augen sind witzig, die Bilder passen super zum Text. (Eva, 48 Jahre)

Ich finde, die drei Bücher gehören nicht zusammen, weil die drei Bücher jedes eine andere Geschichte haben. Ich mag den Kreis am liebsten, weil ich liebe Wasserfälle und Kreis einen Wasserfall hat. Mir hat die Geschichte „Quadrat“ am besten gefallen, weil ich wie Quadrat Angst vor Schlangen habe. Die Bilder sind sehr witzig gezeichnet. Meine Lieblingsseite ist, wo der Kreis in die Höhle geht und das Dreieck sucht, weil Kreis sich in die Höhle trau und seinen Freund Dreieck finden möchte. Kreis ist sehr mutig. Ich würde es anderen Kindern empfehlen, weil es sehr schön geschrieben ist und die Bilder schön gezeichnet sind. (Franziska, 10 Jahre)

I love the way the geometry and shapes are introduced to kids in this book. Adding a poster is a great idea. I love this abstract by Klassen so a big fan of this book too. I hate this paper sleeve - it would not survive long in children’s hands, so impractical. This particular hard cover is too thick and does not allow kids to page through the book easily. In this Shape Trilogy I found „Kreis“ illustrations the best. The scenes in the dark were very funny. (Dagmara, 45 Jahre)

Schöne Bilder, verständlicher Text und die Frage am Ende des Buchs fand ich gut. Beim Kreis-Buch hätte ich wirklich gerne gewusst, wer noch außer Kreis und Dreieck in der Höhle war. Die Verarbeitung und das Material des Buchdeckels ist gewöhnungsbedürftig. Wir haben das gemeinsame Lesen (und Fragen beantworten) sehr genossen. Die Illustrationen gefallen mir sehr gut und sie überladen die Bilder nicht. (Michael, 48 Jahre)

Man kann die drei Bücher einzeln lesen. Aber insgesamt sind sie ein „Buch“. Ich mag am liebsten Quadrat, weil der so witzig ist. Am besten hat mir die Geschichte vom Kreis gefallen, weil sie da Verstecken gespielt haben. Der Kreis war so mutig. Mir hat gefallen, dass man sich eine Form ausdenken mußte. Ich habe mir ein Herz vorgestellt. Meine Lieblingsseite ist die, wo Kreis und Dreieck vor Angst aus der Höhle rennen. Ich würde anderen Kindern die Bücher empfehlen, weil sie so toll sind. Die Bilder sind schön gezeichnet. Ich fand es toll, die Frage am Ende der Geschichte zu beantworten.
(Lerne-Marit, 6 Jahre)

Mir gefallen die Illustrationen irgendwie gut, weil sie in so gedeckten Farben gehalten sind. Für die Kinder im Kindergarten gehörten die drei einzelnen Bücher zusammen, weil die Formen Freunde sind und sich gut kennen. Die Geschichte vom Dreieck kam am besten an, weil sie so lustig ist. Eigentlich fanden die Kinder alle Geschichten witzig. Die Bilder haben ihnen auch gefallen. Die Bücher lassen sich sehr gut in kreative Angebote umsetzen. (Sandra, 48 Jahre)

Meer!
Das Wissens- und Mitmachbuch
Piotr Karski (Text),
Marlena Breuer (Übersetzung)

Moritz
ISBN: 978-3-89565-377-3
20,00 € (D) , 20,60 € (A)
Originalsprache: Polnisch
Nominierung 2020, Kategorie: Bilderbuch
Ab 7 Jahren

Jurybegründung

In diesem Bilderbuch geht es um das Meer als Lebensraum und Lebensquelle für die großen und kleinen Tiere, unter und über Wasser – und für uns Menschen: als Ferienziel, als Ort für Sport und Erholung, für Arbeit und Geschäfte. Jede Doppelseite präsentiert einen neuen Blickwinkel auf und in die faszinierende Wasserwelt. Aber es ist kein Sachbilderbuch im herkömmlichen Sinn. Eher ist es ein Mitmach-Bilderbuch mit vielen Anregungen zum entdeckenden Lernen und ebenso vielen Leerstellen. So wird das Buch durch das gestaltende Kind erst vollständig. Es lässt Raum für die Vorstellungskraft und dafür, sich alles, was über das Meer erzählt wird, zu eigen zu machen. Es wird so viele unterschiedlich gestaltete Bücher geben wie Kinder, die es besitzen.

Piotr Karskis grafische Illustrationen in den frischen Farben Blau, Weiß und Korallenrot wechseln von fast ornamentaler Gestaltung detailgenauer Kleinigkeiten über klare, reduzierte Sachlichkeit zu großen freien Flächen, welche nur mit Andeutungen arbeiten, die sich als Inspiration für eine eigene Idee des Kindes anbieten. Das raumgreifende Querformat mit offener Fadenbindung, hochwertigem Papier und harmonisch wirkender Farbgestaltung bietet die ideale Plattform für Piotr Karskis Aufforderungen an Kinder. Marlena Breuer hat das Buch ins Deutsche übersetzt.

Kein Rezensionen, da es auf Grund des Alters ab 7 Jahre nicht in die Altersstruktur der beteiligten Einrichtungen  gepasst hat.