Friedrich Dürrenmatt, ca. 1979. Foto: Edouard Rieben

Zürich (CH)

100 Jahre Dürrenmatt

Kosmos Dürrenmatt
22.10.2020 – 10.01.2021

Die Ausstellung legt den Fokus exemplarisch auf das (Spät-) Prosawerk der «Stoffe» und auf die Theaterarbeit am Schauspielhaus Zürich. Anlässlich des 100. Geburtstags sollen Friedrich Dürrenmatts (1921–1990) Schaffen und sein Rang als großer deutschsprachiger Schriftsteller in Erinnerung gerufen werden, aber auch Gelegenheit geboten werden, sein Werk neu zu entdecken.

Friedrich Dürrenmatt, geboren 1921 in Konolfingen bei Bern, wird nicht wie sein Vater protestantischer Pfarrer, sondern er protestiert: im Regiesitz des Theaters, am Schreibtisch, an der Staffelei. Die alttestamentarischen Geschichten und griechischen Sagen seiner Kindheit prägen sein Werk jedoch ein Leben lang. Einer Welt, die er als groteskes Labyrinth voller Pannen und schlimmstmöglichen Wendungen sieht, setzt er seine Komödien entgegen. «Nach zehn Semestern Philosophie» wechselt Dürrenmatt «gleich ins Komödienfach über» und schreibt das Drama «Es steht geschrieben», das 1947 im Zürcher Schauspielhaus uraufgeführt wird. Das Pfeifen der Zuschauer bezeichnet Dürrenmatt als «glücklichen Start». Mit dem Krimi «Der Richter und sein Henker» und der Komödie «Die Ehe des Herrn Mississippi» erlangt er schnell erste Bekanntheit, die sich durch «Der Besuch der alten Dame» und «Die Physiker» zum Weltruhm steigert. Dürrenmatt stirbt 1990 in Neuchâtel, seinem langjährigen Wohn- und Arbeitsort.

www.strauhof.ch

Kassel

Die GRIMMWELT Kassel veröffentlicht „Storytelling“,
eine Publikation über das Erzählen in der Kunst heute

Die GRIMMWELT Kassel feiert ihr fünfjähriges Jubiläum mit der deutsch-englischen Publikation „Storytelling“, erschienen bei modo, Freiburg i.Br. (256 Seiten, rund 120 Abb.). Zweiundzwanzig künstlerische Positionen übermitteln in vier Kapiteln Geschichten und Informationen: Einblick in die Entstehungsgeschichte der Werke und den künstlerischen Hintergrund geben neunzehn Interviews der Kunstschaffenden. Das Spektrum reicht von Malerei und Zeichnung, über Skulptur, Installation und Fotografie bis hin zu elektronischen Medien. Präsentiert wurde die Publikation erstmals am 30. September 2020 in der GRIMMWELT Kassel. Die GRIMMWELT Kassel feiert ihr fünfjähriges Jubiläum mit der Publikation „Storytelling“ und hat sich damit ganz und gar dem Thema „Erzählen“ verschrieben. Bis zum heutigen Tag gelten die Brüder Grimm als die bekanntesten deutschen Märchensammler. Weltweit gehören ihre Geschichten, Motive und Figuren zum kulturellen Gedächtnis und inspirieren Künstlerinnen und Künstler immer wieder aufs Neue. Daher forderte die GRIMMWELT Kassel passend zum Jubiläum des Hauses bildende Künstlerinnen und Künstler auf, auf den Spuren der Brüder Grimm zu wandeln und innovative Werke der narrativen Kunst einzureichen. Aus über 400 Einreichungen zum Open Call suchte die Jury zweiundzwanzig internationale Kunstschaffende aus, die das Thema „Storytelling“ besonders treffend dargestellt haben. So geht es auch weniger um das Wort an sich, als um die Narration in der visuellen Gegenwartskunst.

Storytelling , Hg. Peter Stohler und Yvan Sikiaridis, GRIMMWELT Kassel. Mit Texten von Hannes Brunner, Yvan Sikiaridis und Peter Stohler. 256 Seiten, 113 Abb., Deutsch / Englisch.
12 x 17 cm, Softcover, Fadenheftung, EUR 19,80
ISBN 978-3-86833-293-3, Erscheint im Verlag modo, Freiburg i.Br., 2020

www.grimmwelt.de
www.modoverlag.de

© AKJ/Iris Anemone Paul

Deutscher Jugendliteraturpreis 2020

Die Nominierungen zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2020 liegen vor. Hier finden Sie alle Informationen zu den nominierten Büchern:

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DIE KUNSTBUCHHANDLUNG –
EIN GROSSES MUSEUM 

Wo kann man an einem Tag, an einem Ort sowohl im Centre Pompidou in Paris, im Prado in Madrid, an der Kunstbienna- le Venedig oder im Guggenheim Museum New York zugleich sein? In einer gut sortierten Kunstbuchhandlung! Sie sind Orte des Stöberns und Entdeckens. Räume, in denen sich einem Künstler, Kunststile und Zusammenhänge erschließen. Ein Platz, an welchem man Verpasstes durch einen Blick in den Katalog nachreist, durch die Ausstellung geht und das Buch nicht mehr aus der Hand legt, kauft und es in seinen eigenen „Kunstschatz“ aufnimmt. Kunstbuchhandlungen sind wie ein einziges großes Museum. Man erfreut sich an Entdeckungen wie „Treffen sich zwei Künstler“ von Milen Till & Martin En-gel, erklärt „My Name ist Charles Saatchi and I am an artoholic“ zu seinem ständigen Begleiter oder erinnert sich daran, wo man auf Thea Herolds wunderbares Buch „Auf meine Art“ gestoßen ist. Entdeckungen, Lieblingsbücher, Wegbegleiter. Eine Konstante in der Kunstbuchwelt ist die Buchhandlung König aus Köln, die neben ihrem Stammhaus in Köln in vie- len Museen in Europa die Kunstbuchhandlung und den Mu- seumsshop betreibt. Andere lieb gewonnenen wie die Kunst- und Architektur Buchhandlung von Orell Füssli im Zürcher Niederdorf oder die Kunstbuchhandlung Goltz in München mussten schließen oder wurden aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst. Goltz nach 150 Jahren Familientradition. Wir ha- ben mit Franz König über das Kunstbuch und das Kunstbuch- geschäft gesprochen. 

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