Foto: Martin Duckek © Stadthaus Ulm

Ulm

NEUE MUSIK IM STADTHAUS ULM 7.–15.4.2018

1996 wurde die Reihe neue musik im stadthaus ulm aus der Taufe geho- ben. Hier hat die Musik des 20. und des 21. Jahrhunderts ihre Präsenz. Zwischen Technik, Wissenschaft und Kunst bestehen vielerlei Wechsel- wirkungen. Für eine Stadt wie Ulm, die sich mit Attributen wie „Science Park“ und „Wissenschaftsstadt“ identi ziert, ist es unerlässlich, ein kulturelles Umfeld um Wissenschaften und High Tech zu bilden. Zunächst ist es das Stadthaus selbst, das mit seiner zeitgenössischen und dennoch deutlich der Tradition der Klassischen Moderne verbundenen Architektur Richard Meiers ein ideales Forum für neue Musik ist. Die Architektur wirkt inspirierend auf die Musikerinnen und Musiker wie auf das Publikum. Der ungewöhnlichen, wohlbedachten Programmplanung des Projektleiters Jürgen Grözinger sind der breite Zuspruch und die Beachtung weit über Ulm hinaus zu verdanken. Neue Musik bleibt im Stadthaus Ulm nicht einem kleinen fachkundigen und somit elitären Kreis vorbehalten, sondern wird für viele erfahrbar. 

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Klanginstallation 5 Sistermanns © Ralf Brunner

Donaueschingen

Donaueschinger Musiktage 2017 Komponisten untersuchen die neue digitale Wirklichkeit
20 Uraufführungen an einem Wochenende
Diskussionen über Musik, Medien und Gender

Das Diktat der Maschine hat unseren Alltag erfasst – und das älteste deutsche Festival für Neue Musik reagiert darauf. Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage vom 19. bis 22. Ok- tober 2017 erörtern Komponisten die vielen technischen Erweiterungen, die unsere Umwelt und uns selbst verändern. Große Musik wird verkleinert, neue Musik maskiert.

Eine zentrale Frage des diesjährigen Festivals. Die erste Uraufführung der Donaueschinger Musiktage gilt einem Klassiker: Kurz vor seinem Tod 2012 gab Emmanuel Nunes sein Stück „Un calendrier révolu“ aus dem Jahr 1968  frei. Das Remix- Ensemble wird diese raue Musik spielen. Am gleichen Abend sind bereits vier weitere Uraufführungen in der Baar-Sporthalle zu hören. Das Experimentalstudio und das SWR Symphonieorchester reißen in Werken von Bern- hard Lang, Øyvind Torvund, Thomas Meadowcroft und An- dreas Dohmen eine zentrale Frage des diesjährigen Festivals an: Wie sehr ist Musik heute durch technische Erweiterun- gen vom vermeintlich autonomen Schöpfer abgekoppelt? Vor Klanghorizonten wie Hip-Hop und Radiojingles wird dies wiederholt zum Thema.

Frankfurt am Main

CRESC... 2017 – TRANSIT
Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main
22.–26.11.2017 

cresc... Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main ist ein Festival von Ensemble Mo- dern und hr-Sinfonieorchester in Kooperation mit Alte Oper Frankfurt, Institut für zeitgenös- sische Musik der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Inter- nationale Ensemble Modern Akademie und Hessisches Staatstheater Wiesbaden.

Wallis (CH)

Forum Wallis

Das Forum Wallis ist eines der grossen schweizer Festi- vals für Neue Musik und ndet jährlich an P ngsten auf Schloss Leuk an der deutsch-französischen Sprachgrenze inmitten der Walliser Alpen statt. Es steht unter der Lei- tung der IGNM-VS, der Ortsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik IGNM (ISCM), und hat seit 2006 über 300 Uraufführungen mitproduziert. Karlheinz Stockhausens Helikopterstreichquartett zusammen mit dem Arditti Quartet, André Richard und Air Glaciers 2015 und Cod.Acts Pendulum Choir 2016 gehören zu den glanzvollen Höhepunkten der Festivalgeschichte. 2018 stehen, neben einer international besetzten Ensembleakademie, interdisziplinäre, kammermusikalische und experimentelle Formate, Klangspaziergänge, Kunstausstellungen und Neue Elektronische Musik an - letztere in Zusammenhang mit dem Wettbewerb für akusmatische Musik 'Ars Electronica Forum Wallis', der 2018 zum vierten Mal ausgetragen wird. Insgesamt sind etwa 50 zeitgenössische Werke von Komponisten aus 25 Ländern zu hören. Unter den Musikern ragen mit dem Ensemble Modern, Klangforum Wien, Contrechamps, UMS 'n JIP und Wolfgang Mitterer eine Vielzahl der bedeutendsten europäischen Ensembles und Komponisten hervor. Allesamt werden sie vom 17.-21. Mai 2018 im mittelalterlichen Städtchen Leuk zu Gast sein und einen spannenden Einblick in das vielfältige Schaffen der Musika- vantgarde gewähren.

www.forumwallis.ch www.ignm-vs.ch 

Fotogruppe Puchwerke mit Gruppe Pool (Haber, Kriesche, Neubacher) Konzeption: Kriesche

Graz (A)

Der steirische herbst feiert Jubiläum!'
Das Festival findet zum fünfzigsten Mal statt.

Paradox (und etwas selbstironisch) kann man den steirischen herbst als Festival der Avantgarde mit Tradition bezeichnen: Seit fünfzig Jahren ist er eines der weltweit wenigen Festivals für zeitgenössische Künste, das seinem Wesen nach wahrhaft multidisziplinär ist. Immer wieder in seiner Geschichte hat er sich neu erfunden – eine amorphe Institution in progress, die sich von Jahr zu Jahr die Frage nach den eigenen Bedingungen und Notwendigkeiten als eigenwillige Plattform neuer Kunst stellt.

Mit rund 130 Produktionen an 24 Festivaltagen, zahlreichen Erst- und Uraufführungen sowie Kooperationen mit Institutionen international und lokal zieht der steirische herbst von Ende September bis Mitte Oktober weite Kreise in Graz und in der Steiermark – diesmal vor allem auch in der Obersteiermark:

Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek hat dem steirischen herbst den in ihrer Heimat angesiedelten Roman „Die Kinder der Toten“ freigegeben für eine filmischperformative Inszenierung durch das amerikanische Performance- Kollektiv Nature Theater of Oklahoma. Die Produktion wird 2017 an Originalschauplätzen des Buches rund um Neuberg an der Mürz in der Obersteiermark umgesetzt. Begleitet wird sie von einem umfangreichen Rahmenprogramm – Lesungen, Konzerte, etc. Ergänzend zum Festivalprogramm wird im Jubiläumsjahr 2017 eine ganze Reihe an Projekten der Geschichte des steirischen herbst nachgehen – eine Sonderausstellung im GrazMuseum etwa oder Audiowalks zu historischen Festivalschauplätzen. Und auch das ORF-musikprotokoll lädt zu einer gemeinsamen Feier: Mit Tanzmusik für fortgeschrittene Hörer, komponiert von zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten für das RSO Wien.
22.9.–15.10.2017 I www.steirischerherbst.at

Clean City © Christina Georgiadou

Basel (CH)

CULTURESCAPES
Griechenland

CULTURESCAPES macht sich seit 2003 immer wieder auf, unbekanntes Gebiet – ein Land, eine Stadt oder eine Region – mit Fokus auf die Kulturszene zu erforschen. Als multidisziplinäres Kulturfestival hat sich CULTURESCAPES der Förderung des interkulturellen Dialogs, der Zusammenarbeit und der Vernetzung zwischen verschiedenen Kulturen verschrieben und stößt damit Türen zu neuen „ culture-scapes“, also kulturellen Landschaften auf. Die vierzehnte Festivalausgabe 2017 legt den Fokus auf Griechenland. Mit Lesungen, Theaterabenden, Konzerten, Filmvorführungen, Ausstellungen, Vorträgen und vielem mehr widmet sich das Festival vom 5. Oktober bis 3. Dezember 2017 mit über 50 Projekten dem zeitgenössischen griechischen Kunstschaffen. Die eingeladenen Produktionen beschäftigen sich mit drei Spannungsfeldern der griechischen Gesellschaft: Krise, Identität und das Spannungsfeld zwischen zivilisationsbegründender Kulturgeschichte und Gegenwart. Die vielfältigen Produktionen werde im Festivalzentrum Basel und in über 40 Partnerinstitutionen schweizweit zu sehen sein.
5.10. – 3.12.2017 l www.culturescapes.ch