Christian Boltanski, Théâtre d’Ombres: To- tentanz (1984/2002), Foto © Jan Vinken, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Unna

Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna

Die Sammlung des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna in der ehemaligen Lindenbrauerei besitzt Modellcharakter. Weithin sichtbar durch den 52 Meter in den Himmel ragenden Schornstein, bietet sich dieser zeitgenössischen Kunstform seit 2001 tief unter der Erde eine Fläche von insgesamt 2.600 Quadratmetern. Seinen einzigartigen Charakter erhält das Museum durch die Konzentration auf den installativen Aspekt der Lichtkunst. Jede der Lichtinstallationen wurde eigens für die Räume vor Ort geschaffen und ist in ihrem ästhetischen wie technischen Auftritt individuell auf diesen Ort zugeschnitten.

Inzwischen haben dreizehn der international renommiertesten LichtkünstlerInnen eine dauerhafte Installation eingerichtet: Mario Merz, Joseph Kosuth, Mischa Kuball, Rebecca Horn, Christina Kubisch, Keith Sonnier, Jan van Munster, François Morellet, Christian Boltanski, Brigitte Kowanz und Olafur Eliasson. Den inhaltlichen Fokus der Sammlung bildet das Werk von James Turrell, der mit zwei Arbeiten in der Sammlung vertreten ist.

In dieser Form ist das Zentrum für Internationale Lichtkunst das weltweit erste und einzige Museum, das sich auf die Präsentation von Lichtkunst konzentriert. Dabei stiftet die Begegnung zwischen avantgardistischer Lichtkunst und historischer Bausubstanz eine unverwechselbare Atmosphäre und inszeniert einen spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft.

www.lichtkunst-unna.de

Jacqueline Hen, International Light Art Award 2019

International Light Art Award

Ziel des INTERNATIONAL LIGHT ART AWARD, einer Initiative des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna und der Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft, ist es, Werke aufstrebender KünstlerInnen zu zeigen, die die Lichtkunst innovativ und kreativ weiterentwickeln. Als ein Kompetenzzentrum für Lichtkunst ist es das Anliegen des Museums zu inspirieren und zu fördern. KünstlerInnen dieses Genres sind oft schwierigen Rahmenbedingungen ausgesetzt: Lichtkunstinstallationen benötigen spezifische Räume, die den Arbeiten und den von den KünstlerInnen angestrebten Effekten gerecht werden. Aufgrund hoher finanzieller und technischer Anforderungen ist es KünstlerInnen deshalb häufig nicht möglich, ihre Ideen zu realisieren. Sie sind gezwungen, ihre Projekte lediglich als Modelle zu präsentieren. Die künstlerische Wirkung, die eine tatsächliche Installation hätte erreichen können, wird so verringert.

Mit diesem Award und der begleitenden Ausstellung in Unna möchte das Zentrum für Internationale Lichtkunst einer kommenden Generation von LichtkünstlerInnen eine Plattform bieten. Neue Technologien, Energienutzung und Nachhaltigkeit werden im Wettbewerb eine wichtige Rolle spielen. Das Zentrum lädt dazu ein, über die Zukunft des Genres (The Future of Light Art) zu reflektieren und ein Konzept einzureichen, dass diese Gedanken widerspiegelt.

www.ilaa.eu