München

Refik Anadol
Digitale Datenskulptur für die Pinakothek der Moderne
14.9. - 27.11.2022

Anlässlich ihres 20jährigen Jubiläums hat die Pinakothek der Moderne den KI-Medienkünstler Refik Anadol eingeladen, eine digitale Datenskulptur zu entwickeln. Diese auf die Nordseite des Gebäudes projizierte Datenskulptur basiert auf umfangreichen Bild- und Sounddatensätzen der Pinakothek der Moderne, die ihre vier Museen für Kunst, Grafik, Architektur und Design sowie ihre Kooperationspartner zur Verfügung gestellt haben. Refik Anadol und sein Team ergänzen diese Quellen mit weiteren öffentlich zugänglichen Daten aus digitalen Archiven im Kontext der Pinakothek der Moderne.

www.pinakothek-der-moderne.de

transmediale 2022, Stine Deja, Foto: Adama Berry

Berlin

transmediale 2023:
a model, a map, a fiction
1. – 5. Februar 2023 Akademie der Künste, Berlin und stadtweit

Über vier Tage und wieder mit Publikum kehrt transmediale zu ihrem einzigartigen Festivalmodus zurück: Unter dem Titel a model, a map,
a fiction wird sich die Akademie der Künste in einen Raum für Diskussionen, Workshops, Ausstellungen, Performances und Filme verwandeln. Die Hauptfestivaltage werden erstmals um das stadtweite Ausstellungsformat Out of Scale ergänzt. Durch die Kombination von theoretischem Diskurs, vielfältigen Gesprächsformaten und künstlerischen Interventionen setzt sich das Festival mit der Frage auseinander, wie die Skalierbarkeit von Technologie Beziehungen und Brüche in der Welt herstellt und so Bilder massenhaft und losgelöst von ihrem historischen und politischen Kontext in Umlauf bringt. transmediale 2023 lädt ein zur gemeinsamen Reflexion und Diskussion über Vorstellungen von Größenordnung und Berechnungslogiken, deren Wirkmacht und Instrumentalisierung.

a model, a map, a fiction

Wir werden von Bildern und den vielfachen Realitäten, die diese erzeugen, überflutet. Modelle, Karten und Fiktionen über die Welt werden berechnet und auf unsere mobilen Screens übetragen. Ihre jeweilige Bedeutung wird dabei stets skaliert und über Datenserver, Netzwerk- kabel, Rechenzentren, 3D-Assets und automatisierte Algorithmen verteilt. Diese Algorithmen und ihre einprogrammierten Verzerrungseffekte haben die Welt quantifizierbar gemacht und organisieren gleichzeitig unsere persönlichen Vorlieben und politischen Ansichten oder reduzieren uns gar zu tokenisierten Transaktionen.

Seit mehr als dreißig Jahren steht transmediale für die kritische Auseinandersetzung mit und Reflexion über kulturelle, soziale und politische Transformationen aus postdigitaler Perspektive. Das jährliche Festival mit wechselnden Themenschwerpunkten im Kontext von Kunst und digitaler Kultur bildet den Ausgangspunkt der Aktivitäten von transmediale

www.transmediale.de

Düsseldorf

Worldbuilding
Videospiele und Kunst im Digitalen Zeitalter
Eine Ausstellung zum 15-jährigen Jubiläum der Julia Stoschek Collection
bis 10.12.2023

Kuratiert von Hans Ulrich Obrist, eröffnete in diesem Juni die Gruppenausstellung WORLDBUILDING: Videospiele und Kunst im digitalen Zeitalter in Düsseldorf, um das 15- jährige Bestehen der JULIA STOSCHEK COLLECTION zu feiern.

WORLDBUILDING untersucht die Beziehungen zwischen Gaming und zeitbasierter Medienkunst; die Ausstellung bildet die jüngsten Entwicklungen der Bewegtbild-Kunst ab und zeigt auf wie Künstler*innen sich mit Computerspielen auseinandersetzen und diese zur Kunstform machen. Kurator Hans Ulrich Obrist formuliert es so: „2021 haben 2,8 Milliarden Menschen Videospiele gespielt – nahezu ein Drittel der Weltbevölkerung – und machten damit eine Freizeitbeschäftigung, die lange in der Nische existierte, zu einem der größten Massenphänomene unserer Zeit. Viele Menschen verbringen täglich Stunden in einer Parallelwelt und leben dort verschiedene Leben. Videospiele sind für das 21. Jahrhundert, was Kinofilme für das 20. Jahrhundert und Romane für das 19. Jahrhundert waren.“

Die Ästhetik des Gamings hielt bereits vor Jahrzehnten Einzug in die Kunst, als Künstler*innen begannen, die visuelle Sprache von Videospielen in die eigene Praxis zu integrieren, sie zu modifizieren und zu unterminieren – unter anderem um wichtige Fragen aufzuwerfen, die unsere Existenz in virtuellen Welten hinterfragt. Einige Künstler*innen äußern ihre Kritik aus dem Innern des Systems heraus und schärfen unseren Blick für die diskriminierenden Aspekte und stereotypischen Darstellungen, wie sie im kommerziellen Bereich und von der Gaming-Industrie bisweilen reproduziert werden. In jüngster Zeit gehen Künstler*innen vermehrt dazu über, die immense Popularität des Gamings affirmativ zu nutzen, um über neue Formen der Auseinandersetzung zu kommunizieren und verstärkt ins Bewusstsein der gigantischen Öffentlichkeit vorzudringen, die diese unermessliche, globale Industrie erreicht.

Von Einkanal-Videoarbeiten bis hin zu ortsspezifischen, immersiven und interaktiven Environments umfasst WORLDBUILDING mehr als dreißig Kunstwerke, die seit Mitte der 1990er-Jahre entstanden und bis hin zur Gegenwart reichen. Neben Werken aus der JULIA STOSCHEK COLLECTION – darunter einige, die speziell für die Ausstellung adaptiert wurden – werden eine Reihe neu in Auftrag gegebener Arbeiten zu sehen sein. Ein Großteil der Arbeiten, u. a. Video, Virtual Reality (VR), künstliche Intelligenz (KI) und gamebasierte Projekte, sind interaktiv und laden die Besucher*innen gezielt ein, in die Vielzahl der von den Künstler*innen realisierten alternativen Realitäten einzutauchen, deren Spektrum Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umspannt.

Julia Stoschek Collection | www.jsc.art

 

Hamburg

Digital Art Museum

Mit dem Digital Art Museum eröffnen wir 2024 Europas erstes und größtes digitales Museum in der Hamburger HafenCity mit über 7.000 Quadratmetern Grundfläche und 10 Meter hohen Decken!