SOIL MUSIC - Regenerative (Agri-) Culture
arttourist unterstützt das Projekt, die Bewegung „Soil Music“ (www.soilmusic.de), die die regenerative Ökologie und Kunst beziehungsweise künstlerisches Tätig sein in Verbindung bringt, in dem es Gemeinsamkeiten, Parallelen und Ähnlichkeiten dieser zwei normalerweise getrennten Sphären menschlicher Kultur erkundet und zu spannenden Projekten und Formaten zusammenfügt.

Wiesbaden
unÜppig
Festival für Klang Kunst Zeit Raum
5. – 9.3.2025
unÜppig richtet einen speziellen Fokus auf avancierte Musiken und Performances, bei denen das Verhältnis zu Zeit und Raum durch bewusste Einschränkung der künstlerischen Mittel und damit der Versuch einer Konzentration auf "Wesentliches" im Vordergrund steht.
Die Spanne der Events reicht von Klassikern der Minimal-Musik über Werke neuerer Strömungen (z.B. Cage, Feldman, Tenney) bis zu gegenwärtigen Improvisationen und innovativen Formaten. Beteiligt mit Konzerten, Performances, Panels und Workshops sind Mitglieder des hauseigenen art.ist.Kollektivs und eine Vielzahl auswärtiger Gäste, unter anderem Eva-Maria Houben, Ensemble Bruine, Birgit Ulher, Ensemble Modèle Réduit, Marianne Gronemeyer, Bernd Bleffert, Ulrike Lentz und das Wandelweiser Komponistenkollektiv.
Wir wünschen ein anregendes und genussvolles unÜppig!
Aurelie Pertusot by Pascal Brateau
Hintergrund ist der Befund unserer gegenwärtigen Gesellschaftsform, die von materiellem Überfluss, medialer Überinformation und mentaler Überforderung geprägt ist. Das Üppige, Sinnbild des nie zu befriedigenden Verlangens mehr, steht für den immanenten Wachstumszwang unserer Wirtschafts- und Lebensweise mit ihren verheerenden Folgen.
Anliegen dieses Festivals ist es, durch die gezielte Zusammenstellung unterschiedlicher musikalisch-performativer Varianten des „unÜppigen“ den Blick für Möglichkeiten individueller wie kollektiver Freiheiten innerhalb eines entschleunigten Spielraums der Unverfügbarkeit zu schärfen bzw. weiten.
unÜppig fragt also nach dem „Wesentlichen“, nicht als dogmatische Vorschrift, sondern als demokratische Suche. Teil des Festivals sind daher auch Workshops und Panels mit Vorträgen und Gesprächen, die über die performativen Programmpunkte hinaus den Blick auf verantwortungsvolle, die natürlichen Ressourcen respektierende Begrenzung und, daraus folgend, Zukunftsentwürfe lenken. Damit ist keineswegs eine Verengung auf streng Minimalistisches gemeint:
unÜppig spannt spielerisch einen weiten Bogen von frühen minimalistischen Konzepten zur Vielfalt gegenwärtigen Kunstschaffens in „unÜppigem“ Selbstverständnis. Das Festival will dabei zukunftsweisend sein, durch die Thematisierung von Resonanzen, sowohl in sinnlich-ästhetischen wie auch politisch-sozialen Fragestellungen.
Birgit Ulher by Gunnar Lettow

Lääne-Harju vald, Harjumaa (EST)
Arvo Pärt Centre
Das Arvo Pärt Centre vereint das persönliche Archiv des Komponisten mit einem Informations- und Musikzentrum. Es ist ein offener Treffpunkt für Musiker:innen, Forscher:innen und Musikliebhaber:innen – für alle, die sich für die Musik und die Ideenwelt von Arvo Pärt interessieren. Es wurde von Arvo Pärt und seiner Familie mit dem Ziel gegründet, Möglichkeiten zur Bewahrung und Erforschung des kreativen Erbes des Komponisten im Kontext seiner Muttersprache in Estland zu schaffen. Das Zentrum befindet sich in Laulasmaa, 35 Kilometer von Tallinn entfernt, auf einer Halbinsel mit herrlicher Natur in einem Kiefernwald in Meeresnähe. Das Gebäude mit einzigartiger Architektur stimmt mit der schöpferischen Einstellung Arvo Pärts überein und ist für alle an Musik Interessierte geöffnet. Im Gebäude befinden sich das persönliche Archiv, eine Bibliothek, ein Konzertsaal mit 150 Plätzen, ein Ausstellungsbereich, ein Videoraum und Unterrichtsräume. Das Arvo Pärt Centre bietet ein ganzjähriges Programm mit Konzerten, Ausstellungen, Seminaren und Meisterklassen..
www.arvopart.ee/en/

Graz (A)
open music – eine Konzertreihe aktueller Musik
Aktuelle Musik – dies auch im Sinne gegenwartsrelevanter Kunst – steht seit mehr als zwei Jahrzehnten im Fokus von „open music“. Zahlreiche Grazpremieren und Uraufführungen wie auch Projekte, die spielend traditionelle Genregrenzen überwinden, finden sich selbstredend wieder in vorliegendem Frühjahrsprogramm. Formationen wie Still Head, Trio Catch (neuerdings mit Martin Adámek an der Klarinette, der bereits mit 19 Jahren Soloklarinettist des Ensemble Intercontemporain war), das Hank Roberts Trio und das Trio BaarsBuisDeman sind dabei erstmals in Graz zu Gast. Auf Einladung von „open music“ treffen mit dem jungen Österreicher Michael Schwarzenbacher und dem bereits international renommierten Dänen Andreas Booregard zwei Akkordeonisten aufeinander, die zeitgenössische Musik auch in Richtung Visuelles und Performatives öffnen. Und nicht zuletzt heben Klangforum Wien Musiker unter dem Motto „Junge Stücke“ bereits zum vierten Male Kompositionsaufträge von „open music“ aus der Taufe.
Keine Sommerpause vergönnt sich und Ihnen heuer „open music“, denn das Programm wird im Juli mit zwei spannenden Konzerten von den Ensembles Schallfeld und NEKO3 fortgesetzt – dies sodann im Rahmen des impuls Festivals (www.impuls.cc) 2023, das von 23.7. bis 3.8. täglich mit einer Vielzahl an Konzerten und Diskursprogrammen und mehr als 200 internationalen Spitzenkräften wie auch jungen Musiker:innen und Komponist:innen Graz einmal als Zentrum zeitgenössischer Musik erstrahlen lässt.