James Turrell, „Ganzfeld APANI“ (Venice Biennial 2011), 2011, Installation, LED, 16 x 12 x 6 m, Foto: Florian Holzherr Courtesy Häusler Contemporary München | Zürich

BADEN-BADEN

JAMES TURRELL
9.6. – 28.10.2018

James Turrell (*1943, Los Angeles) zählt zu den wichtigsten Künstlern unserer Zeit. Seit mehr als fünfzig Jahren widmet er sein gesamtes Schaffen der Auseinandersetzung mit der (Im-) Materialität und Wahrnehmung von Licht. Wie keinem ande- ren gelingt es ihm, Licht als künstlerisches Medium sinnlich und geistig erlebbar zu machen. Die Ausstellung im Museum Frieder Burda gewährt einen eindrücklichen Einblick in das Schaffen von James Turrell, der wie kaum ein anderer Künstler die Menschen weltweit bewegt, und zeigt Arbeiten, die der Künstler speziell für das Museum entwickelt hat.

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Tom Wood, Tired Drink picture, 1986, aus der Serie Looking for love, 1982-85, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, © Tom Wood, courtesy of the artist

Bremen


What is Love?
Von Amor bis Tinder
7.7. – 21.10.2018


Fragen rund um die Liebe beschäftigen uns alle – ein Leben lang. Anhand von etwa 40 Werken aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen geht die Ausstellung „What is Love? Von Amor bis Tinder“ zeitlosen Fragen zu Liebe, Partnerschaft, Erotik, Schönheit und Narzissmus nach. Ergänzende Leihgaben befassen sich mit Online-Dating. Von zeitgenössischen Künstlern wird vor allem die international genutzte Dating-App Tinder immer wieder aufgegriffen. Sie gehört in Deutschland zu den am häufigsten heruntergeladenen und gleichzeitig am meisten diskutierten Dating-Apps. Es ist die erste museale Ausstellung, die das Phänomen Online-Dating aufgreift. Die Ausstellung umfasst Werke aus verschiedenen Epochen. Sie zeigen unter anderem glückliche Paare, erotische Szenen und ideale Frauen. Präsentiert werden Gemälde, Skulpturen und Fotografien, beispielsweise von Anselm Feuerbach, Aristide Maillol, Pablo Picasso, Theodor Rehbenitz und Tom Wood. Viele der ausgestellten Werke aus der Bremer Sammlung waren seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen.

Kunsthalle Bremen www.kunsthalle-bremen.de

Gustav Klimt Johanna Staude, 1918 (unvollendet) © Belvedere, Wien

WIEN

Wiener Moderne 2018
Klimt.Schiele.Wagner.Moser.

2018 feiert Wien die Wiener Moderne. 100 Jahre zuvor starben vier ihrer wichtigsten Protagonisten: die Maler Gustav Klimt und Egon Schiele, der Architekt Otto Wagner und der Universalkünstler Koloman Moser. Ihnen ist es mitunter zu verdanken, dass die vorvergangene Jahrhundertwende für Wien und Österreich zu einer künstlerisch so bedeutenden wurde. Klimt und Moser waren Mitbegründer der Künstlervereinigung „Wiener Secession“ mit ihrem wichtigsten Ausstellungsort, dem gleichnamigen Gebäude am Karlsplatz – seit jeher einer der wichtigsten Räume für bildende Kunst. Um die unglaubliche Leistung dieser Ausnahmekünstler zu würdigen, widmet ihnen Wien 100 Jahre später nicht nur ein ganzes Jahr voller spannender Ausstellungen und Veranstaltungen, sondern auch diese Seite als Digitale Secession. Ein Ort an dem auch Sie in die damalige Zeit eintauchen und mit den Künstlern interaktiv agieren können. Dabei werden Sie sehen, dass alle vier Protagonisten eines gemeinsam hatten: Sie waren ihrer Zeit voraus. Ihre Arbeit setzte neue Maßstäbe und inspiriert noch bis heute Menschen auf der ganzen Welt.

www.wienermoderne2018.info
www.wien.info

Sean Scully: Window With, 2015 © Sean Scully, Courtesy of the artist

Karlsruhe

Sean Scully
Vita Duplex
24.3. – 5.8.2018

Kunst resultiere aus dem Widerstreit, dem Konflikt – zwischen Körper und Geist, Oberfläche und Innenleben, Impulsivität und Reflexion, Struktur und Emotion, so die Auffassung von Sean Scully. 1945 in Dublin geboren und in London aufgewachsen zählt er heute zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Unter dem Titel Vita Duplex zeigt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe mit circa 100 Werken einen umfassenden Einblick in das bildnerische Werk des Künstlers und seine Gedankenwelt. Scullys leidenschaftliche abstrakte Malerei ist nicht loszulösen von seinem po- etischen und philosophischen Nachdenken über große Fragen – Metaphysisches, die Natur des Menschen, Melancholie, Verlusterfahrungen, Sehnsucht und unsere Möglichkeiten, Spannungen wahrzunehmen, auszuhalten, zu versöhnen und produktiv zu machen.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe www.kunsthalle-karlsruhe.de

Mika Rottenberg Foto ©Jessica_Chou

Bregenz

Mika Rottenberg
21.4. – 21.7.2018

Die in Argentinien geborene und in Israel aufgewachsene Künstlerin Mika Rottenberg beschäftigt sich mit den Kreisläufen der Produktion und den Verkehrsformen von Waren. Ihre Kunst ist weder distanzierte Kritik noch präzise politische Dokumentation. Eher betreibt sie eine Gegenwartsanalyse in verzerrender, karikativer Übertreibung. Rottenberg entführt in beklemmende Räume. Den Kern dieser aus Karton oder Fundstücken gebastelten Installationen bildet jeweils ein Video, das bestimmte Produktionsabläufe zeigt, wie zum Beispiel das Auslesen von Perlen aus Muschelschalen. Rottenberg macht auf die Grundlagen von Arbeit aufmerksam. Zugleich zwingt sie den Betrachter in die Situation eines Voyeurs, der sich in enge Korridore begibt, um diesen Arbeitsabläufen zuzusehen. In den Kleinräumen türmen sich Objekte in surrealer Szenografie. Sie zeigen die absurde Anhäufung und die Sinnlosigkeit manch globalen Vertriebs.

Kunsthaus Bregenz www.kunsthaus-bregenz.at

Robert Delaunay, Formes circulaires. Soleil, lune, 1913 –1931 Öl auf Leinwand, 200 x 197 cm Kunsthaus Zürich

Zürich

Robert Delaunay und Paris
31.8. – 18.11.2018

Mit dieser bisher umfangreichsten Präsentation in der Schweiz wird Robert Delaunay (1885 – 1941) gewürdigt, einer der bedeutendsten Wegbereiter in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung rückt zwei wichtige Gemälde aus der Sammlung des Kunsthauses Zürich ins Licht, nämlich „Formes circulaires. Soleil, lune“(1913 – 1931), sowie das monumentale Bild „Formes circulaires“(1930). Die visuell äußerst attraktive Ausstellung gibt dem Publikum Gelegenheit, das breite Spektrum und den vorausweisenden Charakter von Delaunays Werk zu erleben – in- dem sie sich mit den zentralen Themen auseinandersetzt, die den Künstler sein Leben lang beschäftigten: Licht, Farbe und der malerische Ausdruck eines als bewusste Tätigkeit verstandenen Sehprozesses. Die Ausstellung wird auch zeigen, wie der leidenschaftliche Verfechter und Vertreter der abstrakten Kunst zu einer zentralen Figur der Pariser Avantgarde wurde.
Mit ihren rund 80 Gemälden und Arbeiten auf Papier verdeutlicht die Schau Delaunays intensive Beschäftigung mit der
Farbmalerei sowie sein Interesse an den physikalischen Gesetzen des Sehens und unterstreicht zugleich, wie entscheidend der Ansporn und Einfluss war, den Paris auf sein Bildvokabular und seine malerischen Experimente ausübte. Fotografien und Filme von Zeitgenossen Delaunays, die sich ebenfalls von der französischen Metropole inspirieren ließen, ergänzen die Ausstellung.

Kunsthaus Zürich | www.kunsthaus.ch