Mick Jagger, 1972 © Norman Seeff

Köln

Norman Seeff: The Look of Sound
bis 8.3.2020

„The Look of Sound“ vereint mehr als 170 Fotografien, darunter größtenteils originale Vintage Prints, aber auch Entwürfe und Collagen. Seeff fotografierte Musiklegenden wie Patti Smith, Tina Turner, Rolling Stones, Johnny Cash, Ray Charles, Miles Davis und Frank Zappa; zudem setzte er Stars wie den Pop Art-Künstler Andy Warhol, Apple-Mitbegründer Steve Jobs und den Dirigenten Zubin Mehta in Szene – um nur einige zu nennen. Seine Bilder zeigen die Künstlerinnen und Künstler in privater Umgebung oder dem Studio – offen, spontan und mit ihrer ganzen Persönlichkeit – und schenken uns in der Rückschau einen tiefen Einblick in die Bild- und Musikkultur der 1960er- bis 1980er-Jahre.
Norman Seeff zählt zu den berühmtesten Porträtfotografen der USA.

MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln
www.makk.de

Helmut Newton, Ballet de Monte Carlo, 1992 © Helmut Newton Estate

Berlin

Body Performance
30.11.2019 – 16.4.2020

Am 29. November 2019 eröffnet in der Ber- liner Helmut Newton Stiftung die neue Ausstellung „Body Performance“ mit Werken von Vanessa Beecroft, Yang Fudong, Inez & Vinoodh, Jürgen Klauke, Robert Longo, Robert Mapplethorpe, Helmut Newton, Barbara Probst, Viviane Sassen, Bernd Uhlig und Erwin Wurm.
Performance ist eine eigenständige Kunstform, und die Fotografie ist ihr ständiger Begleiter. In dieser Gruppenausstellung werden erstmals Fotosequenzen vereint, deren Ursprung in Performances, in Tanz- und Bühnengeschehen liegt, ergänzt durch eine paraphrasierte Street Photography und konzeptionelle Bildserien. Stets steht der Mensch und sein Körper im Mittelpunkt, und der Fotograf oder die Fotografin hat die jeweilige Aktion dokumentiert oder interpretiert, häufig auch initiiert.

Helmut Newton Stiftung, Museum für Fotografie
www.helmutnewton.com

Ohm Trade, 2016 © Camille Blake

Berlin

No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989 – Today
bis 30.11.2019

Kaum war 1989 die Mauer gefallen, füllten sich in Berlin leerstehende Gebäude, Fabriken und Flächen mit neuem Leben. Überall entstanden Clubs, Bars, Galerien, Ateliers und Studios. Diese junge Club- und Kulturszene entwickelte sich zum Motor für die Wiederbelebung der Stadt und die Neuausrichtung einer ganzen Generation junger Kreativer. Die Berliner Szene hat Techno zwar nicht erfunden, dennoch lässt sich das, was auf Veranstaltungen wie Tekknozid und in Clubs wie dem Ufo, Tresor und Planet ab 1989 geschah, rückblickend als Urknall und Wegbereitung für die bislang letzte große europäische Jugendkultur beschreiben. Mit visuellen und künstlerischen Ansätzen bewegte sich das Berliner Clubleben im Grenzbereich zwischen Video, Film, Projektion und Musik und bot vielen aufstrebenden Künstler*innen neue Perspektiven und Räume für Austausch, Begegnung und gemeinsames Feiern. Um die Jahrtausendwende lockte eine neue Generation von Clubs mit nie enden wollenden Partys Wochenende für Wochenende Tausende von Technofans aus der ganzen Welt in die Hauptstadt und gab dem Sound der Stadt stetig neue Impulse – ein Prozess, der bis heute anhält. Mit dem Ausstellungsprojekt „No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989 – Today“ wird die Berliner Clubszene seit dem Fall der Mauer historisch dokumentiert und in Clubnächten bei C/O Berlin „live“ erfahrbar gemacht.

C/O Berlin
www.co-berlin.org

Streetwalker near Place d’ Italie 1932 © Estate Brassai Succession Paris

Amsterdam (NL)

Brassai
bis 4.12.2019

Das foammuseum Amsterdam zeigt die erste Retrospektive von Brassaï in den Niederlanden. Der französische Fotograf
ungarischer Abstammung gilt als Schlüsselfigur der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Brassaï (1899-1984) schuf unzählige Bilder des Pariser Lebens der 1930er-Jahre. Berühmt war er für seine Darstellung der negativen Aspekte der Stadt, dokumentierte aber auch die High Society, einschließlich des Balletts, der Oper und der Intellektuellen – darunter seine Freunde und Zeitgenossen wie Pablo Picasso, Salvador Dalí und Henri Matisse. Die Ausstellung im foammuseum zeichnet seine Karriere mit über 170 Vintage-Drucken sowie einer Auswahl an Zeichnungen, Skulpturen und Dokumentationsmaterial nach.

foam museum
www.foam.org

Hamburg

Paolo Pellegrin
UN’ANTOLOGIA
31.10.2019 – 23.2.2020

Paolo Pellegrin (geboren 1964 in Rom), zehnfacher Preisträger des World Press Photo Awards und zahlreicher weiterer Auszeichnungen, kombiniert in seinen Bildern seine Erfahrungen als Dokumentarfotograf in Krisengebieten und an Kriegsschauplätzen mit der visuellen Intensität eines Künstlers. Die Ausstellung UN’ANTOLOGIA blickt zurück auf Pellegrins zwanzigjährige Karriere und wurde mehr als zwei Jahre intensiv in den Archiven des italienischen Magnum-Fotografen vorbereitet. Zu sehen sind mehr als 150 Bilder, viele davon unveröffentlicht, sowie Videoaufnahmen von 1998 bis 2017.

Städtische Armut, Krankheiten, Natur- oder Umweltkatastrophen und Konflikte in jedem Winkel der Welt – Pellegrin hat alles gesehen. Seine Bilder von der sich verändernden Schönheit der Antarktis zeigen Pellegrins visionären Ansatz in der Fotografie. Die Schau gliedert sich in zwei große Teile: dem ersten über den Menschen und dem zweiten über die Natur. Anhand von Notizen, Notizbücher und Zeichnungen, die seinen fotografischen Arbeiten zugrunde liegen, können Besucher*innen einen Blick hinter die Kulissen von Pellegrins kreativen Prozess werfen.

Bild: Paolo Pellegrin: Ein tätowierter Mann. Rochester, NY. USA 2012 © Paolo Pellegrin/Magnum Photos | © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg
www.deichtorhallen.de

London (GB)

SHOT IN SOHO
18.10.2019 – 9.2.2020

Die Photographers Gallery London zeigt die Ausstellung „Shot in Soho“ in einer Zeit, in der sich der Stadtteil Soho, die vielfältige Kultur, Gemeinschaft und Kreativität von Soho in einem radikalen Wandel befindet. Die bevorstehende Fertigstellung von Cross Rail (einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt an der Grenze zu Soho) im Herbst 2019 macht das Gebiet zu einem Hauptziel der Entwicklung der Stadt London und gefähr- det seine Existenz als Ort der Unorthodoxie und Unabhängigkeit. Dennoch war Soho immer ein Ort des Widerstands. Obwohl es relativ klein ist (ungefähr eine Quadrat-meile) und es von einigen der größten und frequentiertesten Einkaufsstraßen Londons begrenzt wird, hat es seinen Nachbarn stets standgehalten, die Gentrifizierung abgelehnt, Unterschiede gepflegt und seinen Ruf als Dorf in der Stadt, als eine Brutstätte der Unberechenbarkeit, des Ungehorsams und der verschiedenen Kulturen bewahrt.

Soho ist seit jeher ein komplexes Spektakel, das für die Musik-, Mode-, Design-, Film- und Sexbranche von zentraler Bedeutung ist und gleichzeitig ein pulsierendes Zentrum für LGBTQ, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und queere Bevölkerungsgruppen, darstellt. Es war im Laufe der Jahrhunderte auch die Heimat einer Vielzahl von Einwan- derergemeinschaften von den französischen Hugenotten über italienische, maltesische, chinesische, ungarische, jüdische und bengalische Kulturen.

Bild:  William Klein, Men hidden their faces / 69 Sauna & Massage © William Klein Courtesy of the artist

The Photographers Gallery
thephotographersgallery.org.uk

Mashirovka, Tobias Zielony, Make Up, 2017 © Tobias Zielony

Winterthur (CH)

Because the Night
7.12.2019 – 16.2.2020

Ausgehen, sich in die tanzende Menge stürzen, einige Stunden dem Alltag entfliehen und sich seien Sehnsüchten hingeben: Clubs sind Orte, an denen sich Subkulturen bilden, Randfiguren ein Zuhause finden und geheime Identitäten ausgelebt werden können. Verschiedene (Musik-) Szenen vereinen die sozialen und politischen Haltungen ihrer Schöpfer-innen und derer, die an den Anlässen mitfeiern. The thematische Ausstellung ist diesen besonderen Stunden der Nacht gewidmet. Anhand der fotografischen Produktion von Bieke Depoorter, Ge- org Gatsas, Bárbara Wagner, Tobias Zielony u.a. werden das facettenreiche Clubgeschehen verschiedener Länder gezeigt und die unterschiedlichen Praktiken sowie aktuellen Club-Ästhetiken reflektiert.

Fotomuseum Winterthur
www.fotomuseum.ch

T. Lux Feininger (1910–2011), Palucca sulla casa di Lyonel Feinin- ger, um 1928, Silbergelatinepapier, 24 x 18 cm, Galerie Kicken, Berlin, © Nachlass von T. Lux Feininger

Hamburg

amateurfotografie.
Vom Bauhaus zu Instagram 3.10.2019 – 12.1.2020

In der Ausstellung Amateurfotografie. Vom Bauhaus zu Instagram widmet sich das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) der Amateurfotografie und ihrer Innovationskraft. Das kreative Potenzial von Amateur*innen spielt seit der Erfindung der Fotografie eine wichtige Rolle und interessierte vor allem die Künstler*innen des Bauhaus, die im unbekümmerten Umgang mit der Fotokamera eine große schöpferische Kraft sahen. Auch das demokratische und politische Potenzial der Amateurfotografie wurde in den 1920er-Jahren entdeckt. Bei- des ist auch heute noch von großer Bedeutung für unseren Umgang mit Bildern. Die Amateurfotografie Anfang des 20. Jahrhunderts war der Beginn eines Massenphänomens, das heute mit der digitalen Bilderflut immer wieder beschworen wird.
Täglich halten Milliarden Smartphone-Besitzende weltweit ihr Leben in Schnappschüssen fest. Sie teilen ihre Bilder in un-zähligen Social Media-Kanälen, allen voran Instagram, mit ihren Freund*innen und mit Menschen, die sie nie persönlich getroffen haben. Fotografien sind zu einem zentralen Kommunikationsmedium geworden. Die Amateurfotografie scheint damit heute aktueller denn je. Die Ausstellung vergleicht die Bildwelten der historischen und zeitgenössischen Amateurfotograf*innen, beleuchtet ihre Motivation und Ziele und fragt, ob und wie sich die digitale, massenhaft praktizierte Amateurfotografie von der historischen unterscheidet. Zu sehen sind über 200 Exponate von zahlreichen Amateurfotograf*innen, von Künstler*innen der klassischen Avantgarde und von zeitgenössischen Künstler*innen sowie Zeitschriften, Bücher und digitale Dokumente.

MKG Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
www.mkg-hamburg.de