Pia Zanetti, Bette Davis, Cernobbio, Italien, 1988 © Pia Zanetti

Winterthur (CH)

Pia Zanetti
Fotografin
bis 24.5.2021

Pia Za­net­ti, ge­bo­ren 1943 in Basel, hat sich mit en­ga­gier­ten Re­por­ta­gen einen Namen ge­macht. Hart­nä­ckig be­haup­te­te sie sich in einer Do­mä­ne, die lange Zeit Män­nern vor­be­hal­ten war. Im Auf­trag von Pu­bli­ka­tio­nen wie Die Woche, Das Ma­ga­zin, Du oderNZZ be­reis­te sie ab den 1960er Jah­ren zu­nächst Eu­ro­pa, spä­ter die ganze Welt. Dabei galt ihr In­ter­es­se immer den Men­schen, die sie auf der Stras­se, bei der Ar­beit, im Fuss­ball­sta­di­on, beim Spie­len oder beim Sin­nie­ren be­ob­ach­te­te. Un­auf­dring­lich, ein­fühl­sam, kri­tisch und prä­zis hielt sie die klei­nen und gros­sen Dra­men fest, die sich im All­tag ab­spie­len – dies auch auf zahl­rei­chen Rei­sen im Auf­trag der Hilfs­wer­ke und NGOs, deren Ar­beit sie mit ihren Re­por­ta­gen be­glei­te­te. Pia Za­net­ti do­ku­men­tier­te die So­li­da­ri­tät und den Wi­der­stand gegen Un­recht, sie such­te aber auch un­er­müd­lich jene glück­li­chen Mo­men­te, in denen Träu­me wahr zu wer­den schei­nen.

Für die erste um­fas­sen­de Aus­stel­lung hat die Fo­to­gra­fin aus ihrem um­fang­rei­chen Ar­chiv jene Auf­nah­men ans Licht ge­holt, die mehr als Do­ku­men­te sind – ein­präg­sa­me Bil­der, in denen sie den täg­li­chen Er­eig­nis­sen und den zu­fäl­li­gen Be­geg­nun­gen mit Men­schen ein Stück Poe­sie ab­ge­run­gen hat.

www.fotostiftung.ch

The Beatles, London, 1967, Paul McCartney © Fotografin Linda McCartney

Riegel am Kaiserstuhl

Fotografin unter Musikern
Linda McCartney
The Sixties and more
1.4. – 4.7.2021

Die kunsthalle messmer präsentiert ab dem 1. April 2021 – 4. Juli 2021 die Werke dieser außergewöhnlichen Meisterin der Kamera in ihrer 37. Ausstellung „Linda McCartney“. Mit ihren intensiven Fotografien, die uns die Musikwelt der wilden 60er Jahre mit all ihren Facetten zeigen, wird sie zur Chronistin ihrer Zeit und der dama- ligen Musikszene. Die Aufnahmen zeugen von ihrem Gespür für den Moment und für den Menschen vor ihrer Linse. Neben den Fotografien der berühmten Rockstars auf den großen Bühnen der Welt, zeigt McCartney diese aber auch ganz privat und natürlich hinter den Kulissen. Linda McCartney hat es geschafft, das Lebens- gefühl und den Zeitgeist dieses intensiven, revolutionären Jahrzehntes mit seiner außergewöhnlichen Musikgeschichte mit ihrer Kamera auf einzigartige Weise fest- zuhalten.

1967 wird sie für zur US-Fotografin des Jahres gekürt. Kurz darauf lernt sie den schon weltberühmten Beatles-Sänger Paul McCartney kennen und heiratet ihn zwei Jahre später. Seitdem ist sie nicht mehr nur Dokumentarin der glamourösen Rock- Welt, sondern selbst eine Person der öffentlichen Aufmerksamkeit und hält ab die- sem Zeitpunkt mit der Kamera vorwiegend ihr Familienleben mit dem Rock-Idol und den Kindern fest.

www.kunsthallemessmer.de

Hamburg

FAMILY AFFAIRS.
FAMILIE IN DER AKTUELLEN FOTOGRAFIE
#FAMILYAFFAIRSDTH
2.4. – 4.7.2021

Seit der Erfindung der Fotografie ist die Familie steter Gegenstand fotografischer Betrachtung, sowohl in privaten Fotoalben als auch in künstlerischen Serien. Voraussichtlich vom 2. April bis 4. Juli 2021 greifen mehr als 20 internationale fotografische Positionen das Thema »Familie« in der Ausstellung FAMILY AFFAIRS – FAMILIE IN DER AKTUELLEN FOTOGRAFIE im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg auf.

Die von Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie, zusammengestellte Ausstellung zeigt aktuelle künstlerische Projekte, die sowohl die Diversität fotografischer Herangehensweisen als auch die Verschiedenartigkeit familiärer Modelle, Lebensweisen und komplexen Dynamiken sichtbar machen. Der fotografische Blick durchbricht dabei das Alltägliche und stellt vorherrschende Normen infrage. Überkommene und neue Rollenbilder, intime Momente des Elternseins und des Älterwerdens, Überforderung und Chaos werden ebenso thematisiert wie Liebe, Halt und Verzweiflung an der eigenen Familie.

In den ausgewählten Serien namhafter Fotograf*innen aus der ganzen Welt werden subjektive Erfahrungen und objektive Betrachtungen sichtbar gemacht, die Menschen über Grenzen hinweg teilen. Die Ausstellung FAMILY AFFAIRS ist damit auch als ein transkontinental gedachter fotografischer Diskurs zu verstehen.

www.deichtorhallen.de

© Photoszene Köln

Köln

Photoszene United*
21. - 30.5.2021

Das nächste Photoszene-Festival wird vom 21. - 30. Mai 2021 stattfinden! Unter der Berücksichtigung der allgemeinen aktuellen Lage geben wir dem Festival dieses Jahr den Claim Photoszene United*, denn in einer Zeit, in der wir alle nach wie vor versuchen, die Pandemie einzudämmen, ist es ein falsches Zeichen, von einem Festival im eigentlichen Wortsinn zu sprechen und dabei die Bilder von großen Eröffnungen, langen Kunstabenden und Festivalparties wachzurufen. Im Rahmen von Photoszene United* erwarten euch die 5 Ausstellungen der zweiten Runde des Artist Meets Archive-Projektes von Yasmine Eid-Sabbagh, Joan Fontcuberta, Anna Orlowska, Philipp Goldbach und Rosângela Rennó im Deutschen Tanzmuseum, dem Rautenstrauch-Joest-Museum und dem Museum für Angewandte Kunst Köln. 

verschiedene Orte / www.photoszene.de

Qiana Mestrich The Right to Wear War, 2020 , aus der Serie Thrall © Qiana Mestrich Ausstellungsort: Fotografie Forum Frankfurt

Frankfurt/RheinMain

RAY 2021 - IDEOLOGIEN
3.6. - 12.9.2021

Die internationale Fotografietriennale RAY präsentiert vom 3. Juni bis
12. September 2021 zeitgenössische Fotografie sowie deren verwandte Medien unter dem Thema IDEOLOGIEN. Gezeigt wird kritisch reflexive Kunst, die ihre eigenen Grundlagen zur Entstehung und das Zeigen mit hinterfragt. Die Identifikation der Betrachtenden mit dem Kunstwerk ist hier per se durch eine Störung, Reibung, Übertreibung und durch die Produktion von etwas Neuem bestimmt, die manipulative Verschmelzung von Bild und Betrachter gehemmt. Die Werke fordern uns auf, Bilder kritisch zu betrachten, sie zu analysieren und zu verstehen. Umgeben von immer mehr Bildern, ist diese Fähigkeit wichtiger denn je. Die vierte Ausgabe der Triennale RAY findet an über 11 Ausstellungsorten in der Region Frankfurt/Rhein-Main statt. 

verschiedene Orte / www.ray2021.de

Katharina Sieverding: THE GREAT WHITE WAY GOES BLACK IX, 1977 © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst Bonn 2020 © Foto: Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn 2020

Hamburg-Harburg

Katharina Sieverding
Fotografien, Projektionen, Installationen 20920 – 1966
7.11.2020 – 4.4.2021

Die Deichtorhallen Hamburg zeigen ab 7. November 2020 auf vier Stockwerken der Sammlung Falckenberg mit die bisher größte Einzelausstellung der Künstlerin Katharina Sieverding. Rund 120 Arbeiten spannen einen Bogen durch alle Werkphasen der Künstlerin: Von den frühen großformatigen Fotografie-Montagen der 1960er-Jahre über die bildgewaltigen Selbstporträt-Serien und filmischen Werke der 1970er bis 1990er-Jahre bis hin zu gegenwärtigen Produktionen. Diese umfassen auch neue, bisher ungezeigte Arbeiten wie den dokumentarischen Film Metroboards über Sieverdings Kunst im öffentlichen Raum sowie das Werk Gefechtspause, das sich mit dem Lockdown während der Corona-Krise beschäftigt. Die Ausstellung FOTOGRAFIEN, PROJEKTIONEN, INSTALLATIONEN legt einen besonderen Fokus auf die ungebrochen hohe Aktualität früherer Werke und das Interesse der Künstlerin installative Zugänge zum Medium Fotografie zu schaffen.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten gehört Katharina Sieverding zu den Pionierinnen, die früh die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten von Fotografie erkannt haben und das Medium fortwährend inhaltlich und formal erweitern. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Transformations- und Präsentationsvorgänge, Fragen nach Identität, Gender und Race. Bekannt geworden ist Sieverding durch die Konsequenz, mit der sie filmisch und fotografisch ihr zum Teil extrem vergrößertes und auf vielfältige Weise manipuliertes  Porträt seit den 1960er-Jahren einsetzt. Ab den 1970er-Jahren erarbeitet sie großformatige Montagen zu den gesellschaftlichen Fragen der Zeit, sei es zur atomaren Bedrohung durch den Kalten Krieg, zur RAF, zu weltpolitischen Krisen und zwischenmenschlichen Beziehungen, zur Verarbeitung des Nationalsozialismus und zur aktuellen Corona-Krise. Dabei hinterfragt sie die beschleunigten Bildprozesse  der Gegenwart kritisch im Sinne einer Verantwortung auch sich selbst gegenüber.

Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen die 1978 entstandene Fotoarbeit Schlachtfeld Deutschland, ein  Statement zur RAF-Zeit, und 1993 die Berliner Plakataktion Deutschland wird deutscher, mit der  Sieverding auf die rechtsradikalen Übergriffe nach dem Mauerfall reagierte. Kurz zuvor realisierte die  Künstlerin im Reichstagsgebäude die Gedenkstätte für die verfolgten Reichstagsabgeordneten der  Weimarer Republik.

Deichtorhallen Hamburg |Sammlung Falckenberg | www.deichtorhallen.de

Jeffrey Stockbridge, Tictac and Tootsie aus der Serie KENSINGTON-BLUES-PORTRAITS-Finalist-2020

Hellerau

Internationaler Wettbewerb für Porträt-Fotografie 2021

Dresden, Pionierstadt der Fotografie. Vor den Toren der Stadt: Hellerau, Deutschlands erste Gartenstadt. Auf Dresdens “Grünem Hügel” thront seit über 100 Jahren das Festspielhaus Hellerau. An ihm ist seit 2015 der PORTRAITS – Hellerau Photography Award angesiedelt.

Hier bewerben sich Fotografen aus aller Welt, die die Themen unserer Zeit eindrucksvoll in Porträtserien umsetzen. Ihre Werke werden im Festspielhaus selbst und seit 2017 auch an weiteren außergewöhnlichen Orten über die sächsische Landeshauptstadt verteilt gezeigt: in kleinen Galerien, aufgelassenen Industriegebäuden, in Studios und Museen. So haben wir in den vergangenen vier Jahren über zweihundert Fotografinnen und Fotografen aus über 35 Ländern in 25 verschiedenen Ausstellungen präsentiert. 

Wie die PORTRAITS-Initiatoren und -Macher den Wettbewerb sehen, wonach sie alljährlich suchen und was sie zur kurativen Maxime machen, fassten 2015 die Juroren der ersten Schau, der Fotograf Matthias Creutziger und die Kunstwissenschaftlerin Dr. Katja Schumann, wie folgt zusammen:

“Wir suchen ​Psychogramme in Form von Porträts​. Wir erwarten eine neue Bildsprache, die versucht, sich von Vorbildern zu lösen. ​​Wir wollen spüren, welche Art Fotograf sich hinter den Bildern verbirgt. Weder mit der alten noch mit der neuen Mode-Fotografie ​können wir viel anfangen. ​Bloßes Handwerk ist zu​ ​wenig​. ​Bloße Schönheit ist zu wenig. Kurz: Wir erwarten Werke von leidenschaftlichen Fotografen, die sich mit dem Medium der Fotografie selbst auseinandersetzen.

Fotografinnen und Fotografen über die Webseite www.portraits-hellerau.com ihre Werkserien für den 6. PORTRAITS HELLERAU Photography Award 2021 zum Thema „Togetherness“ einreichen.

www.portraits-hellerau.com/wettbewerb/

Claudia Schiffer, 2020, Foto © Lucie McCullin

Düsseldorf
Modefotografie der 90er
Kuratiert von Claudia Fischer
15.9. – 9.1.2022
Erstmalig kuratiert Claudia Schiffer, Fashion-Insiderin und Modeikone, eine Ausstellung. Zusammen mit dem Kunstpalast Düsseldorf lädt sie zu einer Zeitreise in die Modewelt der 90er Jahre ein – eine Ära, die bis heute Standards setzt.

Supermodel Claudia Schiffer, globale Fashion-Ikone und Insiderin der Modeszene, nimmt die Besucherinnen und Besucher des Düsseldorfer Kunstpalastes mit auf eine persönliche Zeitreise in die Modewelt der 90er Jahre. In der ersten von ihr kuratierten Ausstellung versammelt sie legendäre Modefotografen, Designerinnen sowie ihre berühmten Model-Kolleginnen, deren Energie und Visionen gemeinsam das Jahrzehnt geprägt haben.

Anhand von rund 120 Ausstellungsobjekten eröffnet sich ein Panorama vielfältiger Aspekte, Akteure und Orte, die für die Modewelt und Kulturlandschaft der Dekade von Bedeutung waren. Neben zentrale fotografische Werke großer Fotografinnen und Fotografen, die bis heute Kunst und Design inspirieren, tritt selten gesehenes Material. Mit Bewegtbild, Musik und Erinnerungsstücken aus ihrem persönlichen Archiv lässt Schiffer die Dynamik der Zeit wieder auferstehen und ermöglicht Besucherinnen und Besuchern Blicke hinter die Kulissen legendärer Modenschauen und Fashion-Partys.

Die Ausstellung gibt Einblicke in eine diverse Bildwelt: Die Extravaganz des Oeuvres von Arthur Elgort tritt neben den intimen, unmittelbaren Stil von Corinne Day. Ellen von Unwerths Sinn für Humor und ihr überbordendes Spiel mit Sexiness treffen auf die skulpturalen, perfekt komponierten Bilder von Herb Ritts. Die provokanten Aufnahmen von Juergen Teller begegnen der Eleganz und Zeitlosigkeit von Karl Lagerfelds Fotografien. Damit sind nur einige der vielen bedeutenden Fotografinnen und Fotografen genannt, die die Ausstellung beleben. Daneben zeigt sich eine Reichhaltigkeit der Medien selbst: Vom Billboard über den perfekten fotografischen Abzug im Rahmen, die gedruckte Magazinseite oder Polaroids und Kontaktbögen – Bilder treten den Besucherinnen und Besuchern in allen denkbaren Formen entgegen.

www.kunstpalast.de

Bild unten: Ellen von Unwerth, Claudia Schiffer, Guess Kampagne 1990 © Elleb von Unwerth