Philippe Ledru Jack Nicholson Cannes 1981 © Fotosammlung OstLicht © Philippe Ledru

Wien (A)

PAPARAZZI!
24.11.2023 – 11.2.2024
Verschrien, verkannt, vergöttert: Paparazzi gehören ohne Zweifel zu den schillerndsten Figuren der Fotogeschichte!

PAPARAZZI! vereint rund 120 Arbeiten von etwa 20 Bildautor:innen und spannt einen Bogen von den späten 1950er-Jahren bis in die 2000er. Ein Schwerpunkt liegt auf den 1960er- und 1970er-Jahren, als Fotografen wie Galella, Geppetti, Tazio Secchiaroli oder Elio Sorci das Metier zwischen Rom und den USA, Cinecittà und Hollywood definierten. Auf der Suche nach dem ultimativen Scoop rückten sie mit ihren Kameras Schauspieler:innen und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Brigitte Bardot, Marlon Brando, Romy Schneider, Richard Burton oder Jackie Kennedy, zu Leibe – und fingen en passant den Glamour der High Society ein. Dabei kam es mitunter zu denkwürdigen Begegnungen: Anita Ekberg, Star aus La Dolce Vita, wehrte sich gegen die aufdringlichen Paparazzi mit Pfeil und Bogen, Ron Galella kostete seine hartnäckige Verfolgung von Marlon Brando mehrere Zähne.

Die Ausstellung PAPARAZZI! widmet sich der Geschichte, den Methoden und der Ästhetik der Paparazzi-Fotografie, nimmt am Beispiel von Lady Diana und Britney Spears die kontroversen Aspekte des Genres in den Blick und beleuchtet mit Serien von Helmut Newton, Anton Corbijn, Alison Jackson oder der österreichischen Künstlergruppe G.R.A.M. die Faszination, die das Phänomen immer wieder auch auf andere Bereiche der Fotografie und auf die Kunst ausgeübt hat.

Westlicht. Schauplatz der Fotografie | www.westlicht.com

Happy ever after aus Malignas Influencias / Malign Influences / Bösartige Einflüsse, © Diego Moreno, 2021

Frankfurt | Rhein-Main-Region

RAY 2024 – Triennale der Fotografie
3.5. – 8.9.2024

Die internationale Triennale RAY wird in ihrer fünften Ausgabe vom 3. Mai bis 8. September 2024 zum Thema RAY ECHOES in Frankfurt und der Rhein-Main-Region stattfinden. Mehr als elf Institutionen und Ausstellungsorte fokussieren und assoziieren das Thema ECHOES in der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie und verwandten Medien.

Fotografien und bewegte Bilder können Botschaften, Stimmungen oder Geschichten vermitteln, die über das hinausgehen, was auf den ersten Blick sichtbar ist. „Echo“ – auch Widerhall genannt – lässt sich beim Akt des Fotografierens als ins Bildliche übertragene Reflexion verstehen. Des Weiteren ermöglichen diese Bilder Resonanzen zu Fragen der Identität, zur Entstehung von Emotionen und zur Rolle von Fotografie als Erinnerungsträger, deren Wahrhaftigkeit in der Wiedergabe von Geschehenem genauso fraglich ist wie die der Erinnerung selbst.

Eröffnet wird RAY 2024 am 2. Mai mit anschließendem RAY Festival, das vom 3. bis 5. Mai mit Künstler*innen und Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen sowie interessierten Besucher*innen zum Diskurs und Kennenlernen einlädt.

Darüber hinaus beginnt die Präsentation der RAY Master Class, die von einer/einem renommierte*n Künstler*in geleitet wird. Hier zeigen Studierende der Hochschule für Gestaltung Offenbach, Hochschule Darmstadt, Kunsthochschule Mainz und Hochschule für Bildende Künste Städelschule ihre in der Master Class entwickelten Arbeiten. Für junge Menschen setzt RAY wieder auf RAY Junior, bei dem Schüler*innen aus sechs Städten der Region an Workshops teilnehmen, die von professionellen Fotograf*innen betreut werden.

www.ray-triennale.com

 

Exteriör, Foto © Sebastian + Oddner

Falsterbo (SE)

Falsterbo Photo Art Museum

Eigentlich immer, wenn sich die Kunst der Stadt entzieht, entsteht Einzigartiges: Das neue Falsterbo Photo Art Museum an der Öresundküste Schonens macht da keine Ausnahme. Eine hochwertige Sammlung von rund 450 Originalen und Vintage Prints berühmter Fotografen wie Robert Mapplethorpe, Irving Penn und Richard Avedon bereichert die ohnehin üppige Kulturlandschaft rings um den Öresund um eine neue, außergewöhnliche Facette. Gerade mal einen Steinwurf von einem der schönsten Strände Schwedens und 25 Autominuten von Malmö und der Öresundbrücke entfernt präsentiert sich die Sammlung in den Räumlichkeiten des früheren Falsterbo Strandbades. Die einzigartige Location, das Lichtspiel im Kontrast von Land und Meer und die typischen hohen Kiefern im Hinterland der Dünen verleihen dem 1.500 qm großen Gebäude eine heitere Leichtigkeit. Diese setzt sich auch im Bistro Perspektiv fort, einem Café und nordischen Bistro mit asiatischen Einflüssen, von dem die Gäste auch den den Blick auf Kiefern, Dünen und das Meer genießen können. Den Grundstock der Ausstellung im Falsterbo Photo Art Museum bildet die private Photosammlung, die das in Malmö lebende Ehepaar Claes und Christina Lindquist im Laufe der letzten 15 Jahre zusammengetragen und in Kooperation mit der Fakultät für Kunst, Kultur und Kommunikation der Universität Malmö gestaltet hat. Grundlage des Konzeptes war der Wille, ein ganzheitliches Angebot zu schaffen, das die Lokalbevölkerung ebenso anspricht wie ein  internationales Publikum. Die Halbinsel Falsterbo liegt an der südwestlichsten Spitze des skandinavischen Kontinents und trennt den Öresund von der Ostsee. So klein sie auch ist, so bekannt sind ihre Sandstrände im ganzen Land: Während der  Sommermonate hört man an den Stränden Falsterbos Dialekte aus allen Teilen des Landes. Doch das Meer hat auch im Rest des Jahres Saison: Einer langen schwedischen Tradition folgend bietet ein neues Kallbadhus direkt am Hafen von Falsterbo-Skanör ganzjährig die Möglichkeit zu einem Meerbad mit Komfort. Wer den Gang ins kalte Nass genossen hat, erfreut sich im „Kaltbadehaus“ sicherlich an Umkleidekabinen, einer heißen Dusche, der Sauna und an kleiner, aber feiner Gastronomie.

www.falsterbophoto.com/en/