Büro für Augen, Nase, Zunge, Mund, Herz, Hand und Maske (die alles überdeckt), Anna Rossa, 2017 Foto: Britt Schilling © Kunsthaus Kat 18

Köln

Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir
Kunst und Choreografie
Eine Kooperation von Kolumba und tanz.köln
bis 16. August 2021

"Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir" ist eine Ausstellung mit acht Kapiteln, die sich in einer öffentlichen Aufbauphase fortlaufend erweitert hat. Sie vereint Arbeiten von Künstler_innen, die herkömmliche Körperbilder einer kritischen Revision unterziehen und über den Einsatz ihres eigenen Körpers nach neuen Möglichkeiten der Repräsentation suchen. Die Ausstellung holt die Choreografie und den Tanz von der Bühne weg in den Aktionsraum des Museums, um die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten miteinander in Kontakt zu bringen und übergreifende Fragestellungen erlebbar zu machen: Wie kann man einen Körper wiedergeben? Welche Rolle spielen körperliche Erfahrungen und Erinnerungen in der Wahrnehmung von Welt? Gibt es ein spezifisch körperliches Denken? Welche Spuren eines choreografischen Denkens gibt es in der bildenden Kunst? Welche Rolle spielen dabei aus heutiger Sicht queere Fragestellungen? Wie adressiert und inszeniert ein Kunstwerk sein Gegenüber, den betrachtenden Menschen? Was für eine Rolle spielen institutionelle Regeln und Handlungsanweisungen? Welche Bedeutung hat die gebaute Architektur für die Entfaltung und Erfahrung von Körperlichkeit?

 

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GD21 Dying Swans, Smadar Goshen 05,Photo © Jeanette Bak © Grafik Daniel Wiesmann

 

»The Dying Swans Project« von Gauthier Dance:
In 3sat, auf der Digitalen Bühne der Schlossfestspiele
und live im Rahmen des Festivals
ab 16. April 2021

In der Corona-Pandemie fanden die Ludwigsburger Schlossfestspiele und Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart in einem gemeinsamen Projekt zueinander: »The Dying Swans Project«, das 64 internationalen Künstler*innen aus den Bereichen Tanz, Choreografie, Musik und Film eine Perspektive gibt, wurde von den Schlossfestspielen koproduziert und soll im Rahmen des Festivals 2021, voraussichtlich im Juli, als »The Dying Swans Live Experience« seine Uraufführung erleben.
Zu sehen sind alle Choreografien online ab Freitag, 16. April 2021.

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Saiyette Varadkar

Stuttgart meets Mumbai
„Tanz in Zeiten von Corona, building bridges“

Die Sprache des Körpers verstummt nie, Tänzer aus Stuttgart und Mumbai zeigen sich stellvertretend für Viele der Darstellenden Kunst.

Über einen Zeitraum von 4 Wochen gehen die Tänzerinnen Shubhada Varadkar in Mumbai und Catarina Mora in Stuttgart mit je 3Tänzer*innen durch ihre Städte und filmen sie beim Tanzen an unterschiedlichen Plätzen. Jeder Tänzer einzeln bekommt die Möglichkeit sich ca 3Minuten lang ganz persönlich auszudrücken. In kurzen persönlichen Statements sprechen sie über die Zeit ohne Bühnen, Theater und Tanzstudios. Die entscheidende Aussage, die aus dem Zusammenschnitt der verschiedenen Filme entsteht, ist die Verständigung über Grenzen durch den Tanz, der in seiner Schönheit und Aussagekraft nicht leidet, der weiter existiert und zum Lebenselixier vieler Künstler geworden ist. Ein kulturelles Kaleidoskop einer Momentaufnahme.

Die ausgewählten Tänzer sind verschiedenen Alters, verschiedener Stile und doch eint sie die Sprache des Körpers. Die Orte, die sie zum Filmen auswählen, sind ihre Heimat Stuttgart oder Mumbai.

Visual Swan Lakes 2, Foto Maks Richter

Stuttgart

COLOURS International Dance Festival
auf 2022 verschöben

Die Entwicklungen der vergangenen Wochen lassen dem Theaterhaus Stuttgart keine realistische Alternative: Das 4. COLOURS International Dance Festival wird auf Sommer 2022 verlegt. Diese Entscheidung zu treffen, hat wehgetan. Im Team wurde intensiv diskutiert, viele unterschiedliche Szenarien wurden durchgespielt. Doch letztlich war es uns am wichtigsten, in der Pandemie verantwortlich zu handeln: keine Events, bei denen sich Menschen in der City versammeln, keine Companies, die aus dem Ausland anreisen, kein überregionales Publikum.
Unser großer Trost: Das Publikum hier kann sich trotzdem auf einen tollen Tanzsommer freuen. Denn Gauthier Dance brennt darauf, wieder auf der Bühne zu stehen, und nutzt die Wochen vom 24. Juni bis 11. Juli 2021 nun – statt für COLOURS – für ein umfangreiches eigenes Tanzprogramm. Gleich mehrere Produktionen sind in der Pipeline, allen voran der hochkarätige, ursprünglich für den Sommer 2020 geplante Tanzabend Swan Lakes mit Uraufführungen von Marie Chouinard, Marco Goecke, Hofesh Shechter und Cayetano Soto. Er wird nun ebenso Premiere feiern wie das Junge Choreographen-Format Out of the Box und das für COLOURS 2021 konzipierte Augmented Reality-Projekt MEET THE TALENTS TO GO.

Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart: Lieben Sie Gershwin Fotos: Bernhard Weis

Stuttgart

GAUTHIER DANCE//DANCE COMPANY THEATERHAUS STUTTGART:
Lieben Sie Gershwin?
Uraufführung von Marco Goecke
Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart


Der Tanz und George Gershwin – das ist nichts weniger als eine große Liebesgeschichte. Davon zeugen nicht nur Filmklassiker aus Hollywoods goldener Ära, mit Stars wie Fred Astaire, Ginger Rogers oder Gene Kelly. Es ist vor allem die Musik Gershwins selbst, die erst in der Kombination mit Bewegung und Tanz ganz bei sich zu sein scheint. Und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, bevor sich auch Marco Goecke diesem unnachahmlichen Wanderer zwischen Jazz und Klassik, zwischen „E- und U-Musik“ zuwandte. Der musikalische Reichtum, aus dem er schöpfen konnte, ist immens und reicht von Hits wie Summertime, Someone To Watch Over Me oder The Man I Love über populäre Musical-Songs zu Gershwins Orchesterwerken wie dem Klavierkonzert in F-Dur. Die Qual der Wahl war im Übrigen auch bei der Auswahl der Interpretinnen angesagt. Jazz-Ikonen wie Sarah Vaughan haben Gershwins Songs legendäre Alben gewidmet, Janis Joplin hat sich von Summertime zu einer spektakulären, herben Blues-Version inspirieren lassen. Ihre Stimmen werden diese Produktion begleiten.

Dass Marco Goecke und der ultimativ tanzbare Komponist trotzdem erst jetzt zusammenkommen, hat einen Grund. Denn Gershwin hat „für die Füße komponiert“, wie Fred Astaire einmal sagte. Der Künstler, der in seiner Arbeit den Fokus konsequent auf die Arme und den Oberkörper der Tänzerinnen und Tänzer legt und mit diesem vibrierenden Stil berühmt wurde, hat diesmal so ganz neue Facetten des Choregraphierens erkunden. Und musste sich darüber hinaus einer weiteren Herausforderung stellen: dem Proben und Kreieren unter Corona-Bedingungen. Die Company und ihr Chef sind freudig gespannt – und zuversichtlich! Denn obwohl Vorhersagen in diesen unsicheren Zeiten schwierig sind – für diese Prognose zögert Eric Gauthier keine Sekunde. „Ich bin mir sicher: Am Ende des Stücks werden die Zuschauer nicht nur die Frage „Lieben Sie Gershwin?“ mit einem klaren Ja beantworten – sondern auch: „Lieben Sie Marco Goeckes Gershwin?“.

Theaterhaus Stuttgart www.theaterhaus.com

Friedemann Vogel, Erster Solist und Kammertänzer Stuttgarter Ballett, Fotos: Helmuth Scham | www.schampus.com

Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes

Dokumentarischer Porträtfilm über den Ausnahmetänzer Friedemann Vogel am Karfreitag, 10. April 2020 im SWR Fernsehen und in der ARD Mediathek Moskaus Bolschoi Ballett, Tokios New National Theater und viele mehr – Friedemann Vogel, Erster Solist des Stuttgarter Balletts, hat die bedeutendsten Ballettbühnen der Welt erobert. An der Seite der Primaballerinen des 21. Jahrhunderts begeistert er das heimische wie das internationale Publikum. Ein deutscher Tänzer an der Spitze der Ballettwelt – eine absolute Rarität. Der dokumentarische Porträtfilm „Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ von Katja Trautwein begleitet den Tänzer in seinem Alltag ausgehend vom Stuttgarter Ballett über Berlin, Stockholm und Moskau bis nach Tokio. Zu sehen ist die erste Lang-Dokumentation über Friedemann Vogel in einer TV-Premiere im SWR Fernsehen am Karfreitag, 10. April 2020 um 14 Uhr und in der ARD Mediathek.

Das Stuttgarter Ballett – eine Konstante in einer sagenhaften Karriere

Mit seiner außergewöhnlich vollkommenen Körperlinie gelingt es Friedemann Vogel scheinbar mühelos das Perfektionsstreben des klassischen Balletts zu erreichen. Neben zahlreichen signifikanten Tanzpreisen und Tanzauszeichnungen, wie die Ernennung zum Dancer of the Year im Jahr 2010 sowie erneut 2019, hat ihm das Land Baden-Württemberg 2015 den Titel „Kammertänzer“ verliehen. Zu den globalen Gastspielen hält sich eine Konstante in Friedemann Vogels sagenhafter Karriere: Der gebürtige Stuttgarter ist seinen schwäbischen Wurzeln treu geblieben. Seit seinem Abschluss tanzt er in der Kompagnie der namhaftesten Balletttraditionsstätte Deutschlands – dem Stuttgarter Ballett.

Moskau – Tokio – Stockholm – Berlin … und Stuttgart

Der 60-minütige dokumentarische Porträtfilm begleitet die Koryphäe in seinem Lebens- und Schaffensalltag ausgehend von der Heimat bis auf das ganz große internationale Parkett bei der „World Ballet Stars Gala“ in Moskau und beim „World Ballet Festival“ in Tokio. An das Royal Swedish Ballet in Stockholm wird Friedemann Vogel eingeladen, um die Direktionszeit von Nicolas Le Riche zu eröffnen. Nach Berlin folgt er dem Ruf seiner langjährigen Tanzpartnerin Polina Semionova zu ihrer Gala „Polina and Friends“. Wenn er nicht selbst unterwegs ist, kommt die Weltspitze zu ihm in seine Heimat. Gemeinsam mit dem Filmteam hat der kanadische Startänzer Guillaume Côté dort an der von ihm eigens für den Schwaben kreierten Choreografie „Cadavre Exquis“ gearbeitet.

Den Moment mit voller Konzentration auskosten

Längst ist der Name Friedemann Vogel über die Grenzen der Ballettwelt hinausgeschwappt – der Ausnahmekünstler ist auch ein gefragtes Fashionfotomodel. Aber auch dabei bleibt er nach eigener Aussage stets der Tänzer, der er von Anbeginn war. Mittlerweile ist er 40 Jahre alt und feierte 2019 sein 20-jähriges Bühnenjubiläum beim Stuttgarter Ballett; für einen Tänzer ein durchaus rentenfähiges Alter. Doch Friedemann Vogel ist in Topform und denkt noch gar nicht daran, seine aktive Zeit zu beenden. Der Film folgt Friedemann Vogels Wesen im „Hier und Jetzt“ zu leben. Seine Maxime: den Moment mit voller Konzentration auskosten.

Mit: Marcia Haydée, Reid Anderson, Tamas Detrich, Nicolas Le Riche, Masashi Miura, Alicia Amatriain, Roberto Bolle, Léonore Baulac, Maria Eichwald, Guillaume Côté, Roman Novitzky, Thomas Lempertz, Volker Schlöndorff, Polina Semionova, Olga Smirnova, Macharbek Wasijew u.a.

„Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ ist eine Koproduktion des SWR (Südwestrundfunks) mit der Filmakademie Baden-Württemberg. Autorin ist Katja Trautwein. Betreuung des Diplom-/Abschlussfilms: Joachim A. Lang. Die Redaktion liegt bei Harald Letfuß (SWR).

Sendung:
Karfreitag, 10. April 2020, um 14 Uhr im SWR Fernsehen
Ab 9. April 2020, um 16 Uhr ein Jahr lang in der ARD Mediathek unter ARDmediathek.deAm 4. Juli 2020 um 22:55 Uhr auf 3sat

Friedemann Vogel und Elisa Badenes in Mayerling zeigt © Stuttgarter Ballett Stuttgarter Ballett

Stuttgart

Fabelhafter Friedemann
Der Erste Solist des Stuttgarter Balletts ist Tänzer des Jahres

Vom düsteren Ballettthriller bis hin zur rhythmischen Fusion aus indischem Kathak und zeitgenössischem Tanz – in der vergangenen Spielzeit 2018/19 hat Ausnahmetänzer Friedemann Vogel einmal mehr sein Können und seine Variabilität auf der Bühne des Stuttgarter Opernhauses demonstriert. Dafür wurde der Erste Solist des Stuttgarter Balletts nun in der diesjährigen Kritikerumfrage der renommierten Fachzeitschrift tanz zum Tänzer des Jahres gewählt. Eine Auszeichnung, die eine überragende Spielzeit mit herausragenden Vorstellungen krönt. „Friedemann Vogel hat eine unglaubliche Spielzeit gehabt, in der er nicht nur seine Exzellenz und Vielfältigkeit gezeigt hat, sondern vor allem in der Rolle des Kronprinzen Rudolf in unserer Neuproduktion von Mayerling weit über die physikalischen und darstellerischen Grenzen des Tanzes hinausgewachsen ist. Ein wahrer Höhepunkt seiner außergewöhnlichen Karriere“, so Ballettintendant Tamas Detrich.

www.stuttgarter-ballett.de

Foto: Raffaele Irace

Frankfurt

Dresden Frankfurt
Dance Compagny
meets Ensemble Modern

Im Jahr 2016 gab es erstmals eine Kooperation der Dresden Frankfurt Dance Company mit dem Ensemble Modern. Diese wird nun mit der Uraufführung eines Ballettabends in der Choreografie von Jacopo Godani fortgesetzt, der vom 12. bis 22. Dezember im Bockenheimer Depot präsentiert wird. Die Tänzerinnen und Tänzer der Dresden Frankfurt Dance Company und die Musikerinnen und Musiker des Ensemble Modern werden erneut zusammen auf der Bühne zu erleben sein. Die gemeinsam ausgewählten Musikwerke von Johannes Motschmann, Béla Bartók und Johannes Schöllhorn werden von dem jungen, aus Valencia stammenden Josep Planells Schiaffino dirigiert.

www.dresdenfrankfurtdancecompany.com

Deuces Goecke The Heart dos Santos Vesely © Regina Brocke

Stuttgart

Von Meistern und jungen Talenten: Gauthier Dance

Gauthier Dance glänzt auch in derSaison 2019/2020 mit hochkarätigen Produktionen in Stuttgart und weltweit auf Tour
Eins ist sicher: Der Dance Company Theaterhaus Stuttgart wird es auch in der neuen Saison 2019/20 nicht langweilig. Neben den Tanzabenden Classy Classics, Deuces und The Gift im Repertoire bringt Gauthier Dance zwei großen Neuproduktionen heraus: die Junge-Choreographen-Wundertüte Out of the Big Box mit Neukreationen von Company-Mitgliedern und Freunden von Gauthier Dance am 28. März 2020 – und Swan Lakes, ein Tanzabend, der schon lange vor der Premiere am 18. Juni 2020 hohes Interesse bei internationalen Veranstaltern erregt. Schließlich hat Eric Gauthier für diese Produktion ein Line-up der Extraklasse gewonnen. Marie Chouinard, Marco Goecke, Hofesh Shechter und Cayetano Soto entwerfen in vier Uraufführungen ihre persönliche Sicht auf Schwanensee. Doch damit nicht genug: Außer im im Stuttgarter Theaterhaus ist Gauthier Dance einmal mehr weltweit präsent. Der Tourplan 2019/20 führt die Truppe in Tanzstädte in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Israel, Italien, Mexiko und den USA.