„Usher“, Foto © Martin Argyroglo

Berlin

LINDEN 21

LINDEN 21 umfasst die Produktionen und Projekte des Spielplans, die den vielfältigen Formen zeitgenössischen Musiktheaters nachspüren. Als erste LINDEN 21-Produktion der Saison 2019/20 wird am 25. Oktober im Alten Orchesterprobensaal LOVE, YOU SON OF A BITCH, eine Musiktheaterperformance von Letizia Renzini mit Musik von Alessandro und Domenico Scarlatti, uraufgeführt. Die Wechselwirkung von Liebe, beruflichem Erfolg, Frustration und Verzweiflung als gegenwärtiges Phänomen des flexiblen Menschen stellt Letizia Renzini ins Zentrum ihrer Performance, in der Scarlattis Werke in barocker Besetzung mit Live-Elektronik verschmelzen.

www.staatsoper-berlin.de

SHBO Ensemble 2019-2020 © Joseph Kadow

Bochum

Große Stücke, große Namen, neue Formen


Das Theater als einen Ort künstlerischer und sozialer Vielfalt zu denken, damit ist Intendant Johan Simons vor einem Jahr am Schauspielhaus Bochum angetreten. Dies wird in der Spielzeit 2019/2020 konsequent fortgeführt. Der Spielplan präsentiert große Stücke und Stoffe der Weltliteratur, große und international gefeierte Künstler*innen und ebenso spannende neue Theaterformen und Projekte zwischen den Genres. Einige der Namen, die das Programm der Spielzeit 2019/2020 prägen, sind neben Intendant Johan Simons die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Karin Henkel, die nach langer Pause endlich wieder in Bochum inszenieren wird, das Multitalent Herbert Fritsch mit einer neuen Arbeit im Schauspielhaus, die kanadische Pop- Ikone Peaches mit einer Weltpremiere und der Regisseur Nicolas Stemann, der im Rahmen eines besonderen Austauschprojekts eine Inszenierung an der Königsallee zeigen wird.

www.schauspielhausbochum.de

2019_2020 Bremer Philharmoniker orchesterfoto

Bremen

Saisonstart bei den Bremer Philharmonikern

Mit dem Publikum auf Zeitreise durch die Geschichte der Symphonie Marko Letonja hat in seiner zweiten Spielzeit als Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker Großes vor: Gemeinsam mit dem Orchester wird er sich auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Symphonie begeben und dabei dem Publikum neue Wege aufzeigen, klassische Musik live und unmit- telbar zu erleben. Mit seiner unkonventionellen Art, Klassik direkt unter das Volk zu bringen, begeisterte er bereits mit einem symphonischen Flashmob mitten auf dem Bremer Marktplatz – mit einer Einladung an das Publikum, bei Proben neben den Musikern auf der Bühne zu sitzen, führt er diese Publikumsnähe in der Konzertsaison 2019/2020 konsequent fort.

www.bremer-philharmoniker.de

Götterdämmerung © Kirsten Nijhof

Chemnitz

Wagners „Ring“
in frischem Glanz

Die Neuinszenierungen des Bühnen- festspiels ernten Kritikerlob und eine FAUST-Nominierung innerhalb nur eines Jahres haben die Theater Chemnitz 2018 den „Ring des Nibelungen“ geschmiedet und Richard Wagners monumentale Tetralogie als Neuinszenierungen auf die Bühne gebracht. Wird hier auch ein spezifisch weiblicher Blick auf den „Ring“ deutlich? Jeden der vier Abende hat eine andere Regisseurin entwickelt: Verena Stoiber „Das Rheingold“, Monique Wagemakers „Die Walküre“, Sabine Hartmannshenn den „Siegfried“ und Elisabeth Stöppler die „Götterdämmerung“. Dieses Finale machte das „Opern-Wunder von Chemnitz“ (Fränkischer Tag) endgültig zum Triumph. Einhellig lobte die Presse diese Inszenierung mit ihren eindringlichen Bildkontrasten: Einer Naturwelt aus Eisbergen, die von der Liebe erwärmt wird, steht die überhitzte Zivilisation eines Ski-Chalets mit einer Bar voller Alkohol und Drogen entgegen, in der kalter Hass herrscht. Dass Elisabeth Stöppler mit dieser Regiearbeit nun auch für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2019 nominiert wurde, ist ein weiterer Qualitätsbeweis. Die nächsten Aufführungen des gesamten „Ring“-Zyklus sind zu Ostern und zu Himmelfahrt/Pfingsten 2020 im Opernhaus Chemnitz zu sehen.

Düsseldorf

Theater der Welt
14. – 31.5.2020

„Theater der Welt“ zählt international zu den bedeutendsten Festivals für zeitgenössisches Theater und Performance. Vom 14. bis 31. Mai 2020 wird das Festival – veranstaltet vom Düsseldorfer Schauspielhaus und mit Unterstützung der Stadt Düsseldorf, des Landes NRW und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien – erstmals in Düsseldorf ausgerichtet. Drei Wochen lang werden rund 40 künstlerische Produktionen und mehr als 300 Künstlerinnen und Künstler aus allen Kontinenten und Sparten zu Gast in Düsseldorf sein. Mit zahlreichen Projekten im öffentlichen Raum und vielfältigen Kooperationen mit den Kunst- und Kulturinstitutionen vor Ort wird „Theater der Welt“ zu einem Festival für die ganze Stadt. Erstmals in der Geschichte des Festivals wird es in Düsseldorf ein Theaterprogramm für junges Publikum geben! Mit spektakulären kleinen und großen Gastspielen, verbunden mit einem internatio- nalen Jugendkongress. Mit Stefan Schmidtke übernimmt ein international renommierter Festivalkurator die Programmgestaltung von Theater der Welt. Er leitete 2007 und 2008 das internationale Festival Theaterformen und war von 2011 bis 2014 leitender Dramaturg am Düsseldorfer Schauspielhaus. Von 2014 bis 2016 war Stefan Schmidtke Schauspielchef und Chefdramaturg der Wiener Festwochen.

theaterderwelt.de

 
Vends Pretty © Gregor Hohenberg

Frankfurt

Oper Frankfurt beschreitet Räume

Auch in der Spielzeit 2019/20 schreiten wir den Raum „Oper“ in alle denkbaren Richtungen ab. Wir zeigen die Vielfalt bei bestmöglicher Qualität, szenisch wie musikalisch. Das Haus profitiert ungemein von der Kontinuität. Sebastian Weigle motiviert in seinem zwölften Jahr als GMD; als einer der Lieblingsdirigenten des Met-Orchesters und weltweit tätig, reserviert er genügend Freiräume für sein Schaffen im eigenen Haus und hält jedem Regisseur mit Ruhe, Loyalität und Kompetenz den Rücken frei. Chor wie Orchester arbeiten auf hohem Niveau, auch die Energie unseres Chordirektors Tilman Michael ist da zu nennen. Der Spielplan der Oper Frankfurt in der Saison 2019/20 bietet wieder mehr als 500 Veranstaltungen insgesamt, davon 187 reine Musiktheatervorstellungen. Auf dem Programm stehen erneut 12 Premieren mit insgesamt 96 Aufführungen, davon finden 8 szenische und eine konzertante Premiere mit 70 Vorstellungen im Opernhaus sowie 3 Premieren mit 26 Vorstel- lungen im Bockenheimer Depot statt. Darüber hinaus sind 15 Wiederauf- nahmen mit 91 Vorstellungen sowie 9 Liederabende im Opernhaus geplant.

www.oper-frankfurt.de

Ariane Matiakh © Marc Borggreve

Halle

Staatskapelle Halle

Eine neue Generalmusikdi- rektorin für die Staatskapelle Halle: ARIANE MATIAKH Vielseitigkeit, Musikalität und technische Präzision, vor allem aber Natürlichkeit und ansteckende Leidenschaft sind die Markenzeichen der Dirigentin Ariane Matiakh. Ihr breites Repertoire erstreckt sich heute von zahlreichen Opern, über ein breites Spektrum an sinfonischen Werken und Balletten bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und der Musik des Barock. In der Spielzeit 2019/20 werden die Musik Skandinaviens und die „Klangwelt“ des slawischen Raumes erkundet. Neben den Sinfoniekonzerten gibt es ein neues Format: SINNfonie Extra lädt dazu ein, Musik in unterschiedlicher Weise über das Hören hinaus „sinnlich“ zu begegnen und so jedes persönliche Konzerterlebnis noch um ein gewisses „Extra“ zu erweitern.

www.buehnen-halle.de

© Thalia Theater

Hamburg

Um alles in der Welt
Lessingtage
19.1. -9.2.2020

Seit 2010 findet am Thalia Theater das internationale Festival „Um alles in der Welt – Lessingtage“ statt. Der Namensgeber, Gotthold Ephraim Lessing, ist als weltoffener und radikaler Freidenker für viele Künstlerinnen und Künstler bis heute prägend. Sein Plädoyer galt der Toleranz und der Humanität. Das Festival setzt sich in internationalen Gastspielen und eigenen Produktionen mit den virulenten gesellschaftspolitischen Themen der Gegenwart auseinander. 2020 freuen wir uns auf die Möglichkeit zu regem interkulturellem Austausch mit Künstlern u.a. aus Australien, Belgien, der Demokratischen Republik Kongo, Frankreich, Irak, Island, Kamerun, Namibia, Nigeria, Mexiko, Österreich und den USA.

www.thalia-theater.de

© Niklas Marc Heinecke

Hamburg

Italienische Opernwochen 2020
an der Staatsoper Hamburg:

Die Staatsoper Hamburg setzt die erfolgreiche Tradition von Opernfestwochen fort: Im Frühjahr 2020 werden zwischen dem 8. März und 2. April 2020 die schönsten italienischen Opern des Repertoires mit herausragenden internationalen Sängerinnen und Sängern an der Staatsoper zu hören sein. Die 3. Italienischen Opernwochen eröffnen am 8. März 2020 mit Vincenzo Bellinis Norma. Regie führt Yona Kim, am Pult steht Paolo Carignani. Marina Rebeka ist als Norma, Marcelo Puen- te als Pollione, Liang Li als Oroveso und Diana Haller als Adalgisa besetzt. Die Staatsoper Hamburg zeigt damit zum dritten Mal Opernfestwochen: Zwischen 8. März und 2. April 2020 werden die schönsten italienischen Opern des Repertoires mit herausragenden internationalen Sängerinnen und Sängern an der Staatsoper zu hören sein. Aus dem großen Repertoire stehen Otello, Simon Boccanegra, Tosca und Verdis Messa da Requiem auf dem Spielplan. Marina Rebeka wird als Norma, Kristine Opolais als Floria Tosca, José Cura als Otello und Krassimira Stoyanova als Desdemona, Marcelo Álvarez und Ambrogio Maestri in Tosca zu erleben sein.

Matthias Lilienthal © Julian Baumann

München

Münchner Kammerspiele Theater des Jahres 2019

Die Münchner Kammerspiele unter der Intendanz von Matthias Lilienthal sind das Theater des Jahres 2019. In der jährlichen Kritiker*innen-Umfrage des Fachmagazins „Theater heute“ wurden die Münchner Kammerspiele mit großer Mehrheit in der Kategorie „Gesamtleistung eines Theaters der Saison“ genannt und die Arbeit gewürdigt, die im vergangenen Jahr an den Kammerspielen geleistet wurde. Matthias Lilienthal leitet das Theater der Stadt seit der Spielzeit 2015/16 und wird seine Intendanz an den Münchner Kammerspielen mit der Spielzeit 2019/20 beenden.

www.muenchner-kammerspiele.de

Beethoven mittendrin 200520 © Torsten Hönig

Nürnberg

250. Jahre Ludwig van Beethoven

2020 wird ein Jubeljahr für die in- ternationale Musikwelt: Ludwig van Beethovens Geburtstag jährt sich zum 250. Mal! Kein anderer Kompnist hat seine eigene und die ihm nachfolgende Zeit so sehr geprägt wie Beethoven und dabei so viele Menschen mit seiner Musik erreicht. Zum Entrée in das Jubiläumsjahr feiern ihn die Nürnberger Symphoniker und Chefdirigent Kahchun Wong am 5. und 6. Januar 2020 in ihrem Neu- jahrskonzert mit einer Gala. Mit dabei: ein hochkarätiges Vokalquartett, die drei Nürnberger Konzertchöre und Mario Häring, der neue deutsche Shooting-Star des Klaviers. Happy Birthday, Beethoven! Die Neunte in einem besonderen Setup: Die Nürnberger Konzertchöre, Chöre aus der Region, die Chorklassen von klasse.im.puls – 400 Sänger, Jung und Alt, musikalische Profis und Laien – und die Symphoniker sitzen kreisförmig in der Mitte der Meistersingerhalle. Eine nie da gewesene Gemeinschaft von Ausführenden und Publikum für eine neue Dimension des musikalischen Erlebnisses. Mittendrin statt nur dabei! Beethoven mittendrin 20.5.2020

www.nuernbergersymphoniker.de

Stuttgart

Sing out!
Eine Retrospektive zukünftiger Stimmen

Mit Beginn der Spielzeit 2019/20 verbündet sich die Staatsoper Stuttgart für zwei Jahre mit der Kompagnie Opera Bal- let Vlaanderen Antwerpen/Gent und den Berliner Musiktheater-Macher*innen Johannes Müller/Philine Rinnert. Diese künst- lerische Partnerschaft zwischen zwei europäischen Opernhäusern und einer freien Musiktheatergruppe wird im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Johannes Müller/Philine Rinnert begreifen ihre Musiktheater-Projekte als archäologische Arbeit: In einer ausgedehnten opern-historischen Spurensuche tragen sie Material zu bekannten aber auch zu vergessenen Werken zusammen und synthetisieren es mit pop- und queer-kulturellen Fundstücken zu neuen Musiktheater-Hybriden. Im Mittelpunkt der Koope- ration Sing out! steht das physische Zentrum der Oper selbst: Die Stim- me als Ausdruck von Individualität und menschlicher Selbstbehauptung, als ephemeres Fetisch-Objekt und gleichzeitig als handhabbares Werkzeug, das nach allen Regeln der Kunst und im Dienste des Gefühlsausdrucks bis aufs Letzte beansprucht wird.

www.staatsoper-stuttgart.de

© Bernhard Weis

Stuttgart

Schauspiel Stuttgart als ob es ein Morgen gäbe

Insgesamt 18 Neuproduktionen, darunter 7 Ur- und Erstaufführungen und 4 Koproduktionen, u.a. mit den Salzburger Festspielen und den Ruhrfestspielen Recklinghausen, stehen auf dem Spielplan von Schauspielinten- dant Burkhard C. Kosminski und Chef- dramaturg Ingoh Brux für ihre zweite Spielzeit am Schauspiel Stuttgart. 2019/2020. Experimentelle Abende im Kammertheater (DIE NEUE KAMMER), diskursive Formate mit Kultur- und Medienpartnern, Matineen und eine Vielzahl an Extraveranstaltungen sowie das umfangreiche Angebot der Theatervermittlung runden das Programm ab. Aus der Spielzeit 2018/19 werden 21 Produktionen wiederaufgenommen, darunter auch die gefeierte Koproduktion mit der Staatsoper Stuttgart, dem Stuttgarter Ballett und Peaches. Die sieben Todsünden/Seven Heavenly Sins kehrt im März 2020 für vier Vorstellungen zurück ins Schauspielhaus. Die zentralen Leitgedanken für das Schauspiel Stuttgart bleiben auch in der zweiten Spielzeit der Intendanz Kosminski die Auseinandersetzungen mit Stuttgart und der Stadt als Lebensraum, die Erweiterung des künstlerischen Blickfelds durch europäisch-internationale Perspektiven und Handschriften, und die Förderung zeitgenössischer Dramatik.

Avi Avital © Harald Hoffmann / DG

Zürich

ZKO Saison 2019/20:
Grosse Künstler ganz nah

Das Zürcher Kammerorchester und Music Director Daniel Hope starten im Herbst in die vierte gemeinsame Saison. Noch persönlicher, noch offener und interaktiver soll das Publikum in Zukunft Klassik erleben. He- rausragende Künstler aus der ganzen Welt unterstützen das Orchester dabei, „berührend und nahbar“ zu sein. Ein Motto, welches das ZKO mit rund 40 Tournee-Konzerten auch im Ausland umsetzt. In der vergangenen Saison hat das ZKO mit Sinneserlebnissen experimentiert und die Musik unter anderem mit Düften oder kulinarischen Eindrücken verbunden. Das Ziel, Konzertbesucher auf überraschende Art und Weise zu berühren, wird in der kommenden Saison 2019/20 noch intensiver verfolgt. „Berührend und nahbar“ werden die Musikerinnen und Musiker das volle Gefühlsspektrum der klassischen Musik mit dem Publikum teilen.

www.zko.ch

Schauspielhaus Team © Gina Folly

Zürich

„Theater besteht darin, Gegensätze zu denken“

Acht Hausregisseur*innen prägen den ersten Spielplan der neuen Intendanten Benjamin von Blomberg und Nicolas Stemann und bringen unterschiedliche Hintergründe, Perspektiven auf die Welt und Geschichten über die Welt mit nach Zürich. Neben Stemann selbst sind dies Leonie Böhm, Alexander Gie- sche, Suna Gürler, der Choreograf Trajal Harrell, Yana Ross, Christopher Rüping, dessen Antikenadaption „Dionysos Stadt“ der Höhepunkt des diesjährigen Theatertreffens war, sowie die interna- tional gefeierte Performancekünstlerin und Filmemacherin Wu Tsang. Saisonstart ist vom 11. bis 15. September 2019 mit einem Eröffnungsfestival, wo sich jede*r Hausregisseur*in mit einem Stück dem Zürcher Publikum vorstellen wird. Die Intendanz von Benjamin von Blomberg und Nicolas Stemann verspricht einen Generationenwechsel (fünf der acht sind in den 1980er-Jahren geboren) und betont die Vielfalt: Es reicht vom traditionellen Sprechtheater bis zu Formaten, die bislang im Film und in der Bildenden Kunst zu Hause waren, von zeitgenössischem Tanz bis zu Theater für und mit Jugendlichen.

www.schauspielhaus.ch