© Foto: Singapore Arts Museum Die Person am Mikrofon:, Rizman Putra, Sänger*in der Band NADA, Person links: Vexxamen vom Kiki House of KasiCunt, Sitzend: Irzie Kasicunt vom Kiki House Of KasiCunt

Berlin

Tanzplattform Deutschland 2022
veranstaltet von HAU Hebbel am Ufer
16.–20. März 2022

Insgesamt 13 bemerkenswerte Produktionen hat die Jury für die Tanzplattform Deutschland 2022 ausgewählt, die vom 16. bis 20. März 2022 in Berlin neben dem HAU Hebbel am Ufer auch im Deutschen Theater, der Halle Tanzbühne, im Radialsystem, in den Sophiensælen, den Uferstudios und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz zu sehen sein werden. Das tak Theater Aufbau Kreuzberg wird darüberhinaus an drei Vormittagen während der Tanzplattform zum Ort des Austauschs und der Begegnung zwischen Berliner und internationalen Akteur:innen, Gästen der Tanzplattform, dem Publikum, den Künstler:innen und der Jury.
Berücksichtigt wurden 535 Arbeiten, die zwischen September 2019 und Mitte September 2021 entstanden sind.  Zur Jury 2022 gehören die Journalistin und Wissenschaftlerin Arlette-Louise Ndakoze, der Dramaturg Matthias Quabbe, die Kulturjournalistin und Tanzkritikerin Melanie Suchy, die Wissenschaftlerin, Kulturaktivistin und Dramaturgin Ana Vujanović sowie vom HAU Hebbel am Ufer Ricardo Carmona, Kurator für Tanz und Performance am HAU, und Annemie Vanackere, Intendantin und Geschäftsführerin.  

>>> Programmflyer

www.tanzplattform2022.de

Alonzo King LINES Ballet the Personal Element3 Photo © Manny Crisostomo

Bregenz (A)

Bregenzer Frühling 2022

Die Landeshauptstadt Bregenz lädt mit der kommenden Festivalsaison von März bis Mai 2022 zum 35. Mal in jährlicher Folge zu ihrem hochkarätigen, internationalen Tanzfestival, das in seiner Art im Bodenseeraum für sich alleine steht: dem Bregenzer Frühling. Fünf Weltklasse-Compagnien aus den USA, Großbritannien, Belgien und Frankreich werden ihr Publikum mit ausdrucksstarken Performances in die vielfältige und atemberaubende Welt des Tanzes entführen. Die Aufführungen im Bregenzer Festspielhaus – darunter zwei österreichische Premieren – bieten einen Mix an unterschiedlichen Bewegungssprachen und Tanzstilen und sprechen mit ihren inhaltlichen Darbietungen eine breite Altersklasse an. Abgerundet wird das Hauptprogramm von einer österreichischen Uraufführung des „aktionstheater ensembles“ im Landestheater Vorarlberg.

>>> Programm zum Download

www.bregenzerfruehling.com

Trailer Bregenzer Frühling 2022

Steps 2022 Campaignvisual Quer © Fluxs Artwork

Zürich (CH)

Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps 2022
28.4. – 22.5.2022
Ein Frühling mit Tanz in 33 Schweizer Städten und Gemeinden

Vom 28. April bis 22. Mai 2022 bringt die 18. Ausgabe des Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps den zeitgenössischen Tanz in alle Landesteile der Schweiz. Neun Compagnien bespielen schweizweit 36 Bühnen – und für einmal auch zwei Hotels. Das Festival wird am 28. April 2022 mit der Uraufführung von «Wonderful World», der ersten Zusammenarbeit der Choreografen Kinsun Chan und Martin Zimmermann, in der Lokremise St. Gallen eröffnet. Am 13. Januar 2022 startet der Kartenverkauf bei See Tickets.

Die 18. Ausgabe des Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps steht 2022 ganz im Zeichen des Schweizer Tanzschaffens: Gleich sieben Produktionen der Biennale haben einen direkten Bezug zur Schweiz. Sie ermöglichen einen vertieften Einblick in die Vielfalt der gegenwärtigen nationalen Tanzszene – und öffnen im Austausch mit ausgewählten internationalen Namen spannende neue Perspektiven. Als Koproduzentin von fünf Werken setzt Steps bewusst auf Neues und verstärkt ihre Rolle als Impulsgeberin. Sechs der insgesamt neun Produktionen feiern im Rahmen des Festivals Uraufführung.

Unter dem Leitthema «Neue Perspektiven» präsentiert Steps die gewohnte Stilvielfalt und hohe Qualität. Zu entdecken gibt es hinreißende Tänzer*innen der jüngsten Generation, aufstrebende Choreografie-Talente und leichtflüssig humorvolle Werke von arriviertem Künstler*innen. Acht der insgesamt siebzehn choreografischen Stimmen sind weiblich, zwei Produktionen präsentieren Künstler*innen mit und ohne Behinderungen. Etwas vereint sie alle: die Neugier und die Suche nach neuen Ausdrucksformen und neuem Bewegungsmaterial. Getanzt wird nicht nur auf der Bühne, sondern – im Fall von «Almost Home» von TANZflug / Mirjam Gurtner – für einmal sogar im Hotel.

www.steps.ch

Aufführung der Performance "Am Anfang" in Stuttgart © YMUSIC GmbH

Berlin

Am Anfang
Musik – Tanz – Video
10. – 12.2.2022, 19-20:15 Uhr
mit Kettly Noël von Marc Sinan

Für AM ANFANG, eine Performance mit Musik, Tanz und Video, erkunden die Choreographin und Tänzerin Kettly Noël und der Komponist und Musiker Marc Sinan wissenschaftliche und mythologische Schöpfungsgeschichten aus Westafrika und Europa. An drei Abenden trifft im Humboldt Forum traditionelle und sakrale Musik aus Mali auf zeitgenössische europäische Musik, Tanz, Gesang und Performance auf Videokunst. AM ANFANG führt das Djiguiya Orchestra aus Bamako mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart und der internationalen Marc Sinan Company zusammen. In 150 Fragmenten stellen die Choreographin und Tänzerin Kettly Noël und der Komponist und Musiker Marc Sinan mythologische und wissenschaftliche Schöpfungsgeschichten aus Westafrika und Europa vor.

Tagsüber kann die Videoinstallation kostenfrei

www.humboldtforum.org/de

Alexandra Bachzetsis. 2020: Obscene Foto © Melanie Hofmann

Zürich (CH)

Alexandra Bachzetsis. 2020: Obscene
25.3. – 1.5.2022

Alexandra Bachzetsis. 2020: Obscene ist eine Ausstellung und Live-Performance zugleich. Die Arbeit konzentriert sich auf das Verhältnis der Inszenierung des exzessiven Körpers und dessen Verzehr durch den begehrenden Blick.

Alexandra Bachzetsis (*1974) ist Choreografin und bildende Künstlerin und lebt und arbeitet in Zürich. Ihre künstlerische Praxis entfaltet sich an der Schnittstelle von Tanz, Performance, bildender Kunst und Theater. Viele ihrer Arbeiten beschäftigen sich mit Choreografien des Körpers und insbesondere mit der Frage, auf welche Weise wir uns Gesten, Ausdrucksweisen, Identifikationsmuster und Fantasien aus der Popkultur aneignen, wenn wir unsere Körper immerzu neu entwerfen und definieren. Dabei interessiert sich Bachzetsis für den wechselseitigen Einfluss zwischen «populär-kommerziellen» Medien (Social Media, Videoclips oder Fernsehen) und der «Kunst» (Ballett, moderner und zeitgenössischer Tanz, Performance und bildende Kunst).

Inszenierung des exzessiven Körpers
Alexandra Bachzetsis’ Arbeiten wurden weltweit in wichtigen Museen und Theatern sowie Biennalen und Festivals gezeigt. Mit dem Kunsthaus Zürich verbindet die Künstlerin, die 2018 mit dem Kunstpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet wurde, schon eine längere Geschichte. Bereits 2008 wurde hier eine frühe Arbeit von ihr gezeigt, und im Laufe der Jahre folgten weitere Performances. Nun feiert ihr neustes Werk «2020: Obscene» im Kunsthaus Zürich in der Museumsfassung Premiere.

Kunsthaus Zürich |www.kunsthaus.ch

Canan Erek © Miriam Tamayo

Heilbronn

FESTIVAL TANZ! HEILBRONN 2022
17. – 22.5.2021

Der zeitgenössische Tanz hat in Heilbronn eine feste Heimstatt im alljährlich stattfindenden Festival »Tanz! Heilbronn« und eine große Fangemeinde. Zwölf Jahre lang, von 2009-2020, wurde das Festival von Kuratorin Karin Kirchhoff geprägt, die sich nun in der Kulturstiftung des Bundes für die Förderung des Tanzes in Deutschland engagiert.

Die neue Kuratorin ist Canan Erek, eine in Berlin lebende deutsch-türkische Tänzerin, Choreografin und Kuratorin. Nach ihrer klassischen Tanzausbildung in Ankara und Istanbul lernte sie die Arbeit von Pina Bausch kennen und entschied sich deshalb, nach Deutschland zu kommen. Sie studierte unter der Leitung von Pina Bausch Bühnentanz an der Folkwang Hochschule in Essen und anschließend Choreographie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Sie arbeitete als Choreographin im In- und Ausland und leitete mehrere Jahre die Company des Leipziger Tanztheaters.
Seit 2007 lebt und arbeitet sie wieder in Berlin. Hier entwickelt sie ihre Bühnenstücke sowie site-spezifische Arbeiten im öffentlichen Raum. Als Künstlerin engagiert sie sich im Bereich der kulturellen Bildung und führt zahlreiche Projekte durch. Sie ist die Initiatorin und künstlerische Leiterin von »PURPLE – Internationales Tanzfestival für junges Publikum«, welches jährlich im Januar in Berlin stattfindet.

Ihre künstlerischen Arbeiten haben einen interkulturellen Ansatz und setzen sich thematisch mit aktuellen gesellschaftlichen Diskursen auseinander. In diesem Sinne wird sie auch den Weg, den »Tanz! Heilbronn« in den letzten Jahren verfolgt hat, fortsetzen: Mit starken Positionen renommierter Tanz-Kompanien, spannenden Newcomern und  partizipativen Projekten. Auch das sorgfältig ausgewählte Rahmenprogramm mit Performances im öffentlichen Raum, Tanz-Workshops und Diskussionsformaten wird es weiterhin geben. Diesen über die Jahre erfolgreichen Ansatz möchte Canan Erek um ein Programm für junges Publikum erweitern mit künstlerisch interessanten Tanzstücken für Kinder und Jugendliche und begleitenden Vermittlungsformaten.
Ein Projekt für das Festival im Mai 2022 kann an dieser Stelle bereits verraten werden: Die als Kooperation mit dem Theater Heilbronn entwickelte Arbeit »Cosmic A« des libanesisch-kanadischen Choreografen Charlie Prince wird – zwei Jahre nach der ursprünglich geplanten deutschen Erstaufführung in der BOXX – endlich im Rahmen von »Tanz! Heilbronn« 2022 zu sehen sein. Und was das Publikum sonst noch erwartet? Das erfahren Sie bei der Vorstellung des Programms im Februar 2022

www.theater-heilbronn.de

»The Dying Swans Live Experience« © Jeanette Bak

Ludwigsburg

Choreografische Werke von Pina Bausch, Sasha Waltz
und Lucinda Childs
Tanz bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen 2022

An gleich drei Abenden ringen die karthagische Königin und der trojanische Prinz in Henry Purcells »Dido and Aeneas« um ihre Liebe – in der choreografischen Oper von Sasha Waltz verbinden sich die drei Ensembles Vocalconsort Berlin, Akademie für Alte Musik Berlin und Sasha Waltz & Guests und lassen unter der musikalischen Leitung von Christopher Moulds Gesang, Instrumentalmusik und Tanz miteinander verschmelzen (20., 21. und 22. Mai 2022).

Pina Bauschs »Sacre« erfährt in der Neueinstudierung des »Rite of Spring« seine Deutsche Erstaufführung, die auf Initiative der Pina Bausch Foundation in Sene- gal von der École des Sables in Dakar und dem Sadler’s Wells Theater London mit Tänzer*innen aus 14 afrikanischen Ländern als Koproduktion mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen erarbeitet wurde – die Premiere des Duetts »common ground[s]«von Germaine Acogny, Gründerin der École des Sables, und Malou Airaudo, Tänzerin der ersten Stunde im Tanztheater Wuppertal, vervollständigt den Abend (17., 18. und 19. Juni).

Der zweiteilige Tanzabend »THE DAY«, eine Koproduktion aus New York im The- aterhaus Stuttgart, befasst sich mit einschneidenden Lebensmomenten, zu de- nen der Komponist David Lang und die Cellistin Maya Beiser zwei Kompositionen in Erinnerung an 9/11 geschaffen haben – die legendäre New Yorker Choreografin Lucinda Childs und Wendy Whelan, Tänzerin und künstlerische Leiterin des New York City Ballets, lassen daraus eine choreografische Meditation über individuelle und kollektive Schicksale entstehen (18. und 19. Juni 2022).

www.schlossfestspiele.de

Vorabfoto Ballett: Maria Stuart © Arno Kohlem

Karlsruhe

Aufgefächert
Ein Festival für den Tanz
1. – 3.7.2022

Bereits mit Neustart von Ballettdirektorin Bridget Breiner sollte ein Festival für den Tanz die Ballettsaison beschließen und somit die traditionelle Karlsruher Ballettwoche weiterführen. Nun endlich kann es losgehen: Zum ersten Mal hebt sich für Aufgefächert der Vorhang, und das STAATSBALLETT lädt zu drei Tagen purem Tanz in das GROSSE HAUS ein. Erleben Sie kompakt an einem Wochenende die Neuproduktionen der Spielzeit 2021/22 und feiern Sie Talent und Können Ihrer Tänzer*innen. Eingerahmt werden die abendfüllenden Vorstellungen von öffentlichen Warm-ups der Company sowie der Möglichkeit, dem Ensemble bei anschließenden Autogrammstunden persönlich zu begegnen. 

1.7.2022
 AUFGEFÄCHERT - EIN FESTIVAL FÜR DEN TANZ
Ballett: Was Ihr wollt
Ballett von Bridget Breiner

2.7.2022
 AUFGEFÄCHERT - EIN FESTIVAL FÜR DEN TANZ
Ballett: Movers & Shakers
Ballettabend mit Choreografien von David Dawson, Cathy Marston & Marguerite Donlon

3.7.2022
 AUFGEFÄCHERT - EIN FESTIVAL FÜR DEN TANZ
Ballett: Maria Stuart
Ballett von Bridget Breiner

www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/ballett/

Cinderella (Jinhao Zhang, Madison Young, Ensemble) © Serghei Gherciu

Berlin

Dornröschen
Choreographie von Marcia Haydée nach Petipa
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Eines der berühmtesten klassischen Ballette ist DORNRÖSCHEN, das zur bezwingend schönen Partitur von Peter I. Tschaikowsky einen festen Platz im Ballettrepertoire hat. Marcia Haydée, ehemalige Ballerina des Stuttgarter Balletts, Muse von John Cranko und selbst eine Legende, widmet sich diesem Schlüsselwerk der Ballettgeschichte als Choreographin und erarbeitet ihre eigene Fassung mit dem Staatsballett Berlin auf der Grundlage des Märchens von Charles Perrault.

Mit viel Liebe zum Detail entwirft Jordi Roig neue Kostüme und Dekorationen, um den einzigartigen Zauber des Märchens und die choreographische Poesie dieser Fassung zu entfalten.

ab 13.5.2022

www.staatsballett-berlin.de

John-Neumeier © Kiran West

Baden-Baden

The World of John Neumeier
30.9. - 9.10.2022

Die Partnerschaft, die das Festspielhaus Baden-Baden und John Neumeier verbindet, währt nun länger als zwei Jahrzehnte. Diese Zusammenarbeit wurde in der vergangenen Spielzeit beträchtlich erweitert. Entstanden ist ein Festival, in dem John Neumeier sein umfassendes Verständnis von Tanz präsentiert – im Zentrum auch 2022 wie stets das Hamburg Ballett. Für das von ihm initiierte Bundesjugendballett kreiert John Neumeier das neue Werk „Die Unsichtbaren“. Darin erinnert der Choreograph an Tänzer und Choreographen der 1920er- und 1930er-Jahre und gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus. Die Erweiterung des Festivals in die Stadt hinein symbolisiert John Neumeiers Wunsch, durch Tanz mit der Welt in Verbindung zu treten. Die Welt des Tanzes wird in Gestalt weiterer Gäste nach Baden-Baden kommen, und die Festspielstadt verwandelt sich in eine Tanzstadt, hat John Neumeier gesagt. Das klingt verheißungsvoll.

https://festivals.festspielhaus.de/the-world-of-john-neumeier/

GD21 Dying Swans, Smadar Goshen 05,Photo © Jeanette Bak © Grafik Daniel Wiesmann

 

»The Dying Swans Project« von Gauthier Dance:
In 3sat, auf der Digitalen Bühne der Schlossfestspiele
und live im Rahmen des Festivals
ab 16. April 2021

In der Corona-Pandemie fanden die Ludwigsburger Schlossfestspiele und Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart in einem gemeinsamen Projekt zueinander: »The Dying Swans Project«, das 64 internationalen Künstler*innen aus den Bereichen Tanz, Choreografie, Musik und Film eine Perspektive gibt, wurde von den Schlossfestspielen koproduziert und soll im Rahmen des Festivals 2021, voraussichtlich im Juli, als »The Dying Swans Live Experience« seine Uraufführung erleben.
Zu sehen sind alle Choreografien online ab Freitag, 16. April 2021.

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Friedemann Vogel, Erster Solist und Kammertänzer Stuttgarter Ballett, Fotos: Helmuth Scham | www.schampus.com

Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes

Dokumentarischer Porträtfilm über den Ausnahmetänzer Friedemann Vogel am Karfreitag, 10. April 2020 im SWR Fernsehen und in der ARD Mediathek Moskaus Bolschoi Ballett, Tokios New National Theater und viele mehr – Friedemann Vogel, Erster Solist des Stuttgarter Balletts, hat die bedeutendsten Ballettbühnen der Welt erobert. An der Seite der Primaballerinen des 21. Jahrhunderts begeistert er das heimische wie das internationale Publikum. Ein deutscher Tänzer an der Spitze der Ballettwelt – eine absolute Rarität. Der dokumentarische Porträtfilm „Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ von Katja Trautwein begleitet den Tänzer in seinem Alltag ausgehend vom Stuttgarter Ballett über Berlin, Stockholm und Moskau bis nach Tokio. Zu sehen ist die erste Lang-Dokumentation über Friedemann Vogel in einer TV-Premiere im SWR Fernsehen am Karfreitag, 10. April 2020 um 14 Uhr und in der ARD Mediathek.

Das Stuttgarter Ballett – eine Konstante in einer sagenhaften Karriere

Mit seiner außergewöhnlich vollkommenen Körperlinie gelingt es Friedemann Vogel scheinbar mühelos das Perfektionsstreben des klassischen Balletts zu erreichen. Neben zahlreichen signifikanten Tanzpreisen und Tanzauszeichnungen, wie die Ernennung zum Dancer of the Year im Jahr 2010 sowie erneut 2019, hat ihm das Land Baden-Württemberg 2015 den Titel „Kammertänzer“ verliehen. Zu den globalen Gastspielen hält sich eine Konstante in Friedemann Vogels sagenhafter Karriere: Der gebürtige Stuttgarter ist seinen schwäbischen Wurzeln treu geblieben. Seit seinem Abschluss tanzt er in der Kompagnie der namhaftesten Balletttraditionsstätte Deutschlands – dem Stuttgarter Ballett.

Moskau – Tokio – Stockholm – Berlin … und Stuttgart

Der 60-minütige dokumentarische Porträtfilm begleitet die Koryphäe in seinem Lebens- und Schaffensalltag ausgehend von der Heimat bis auf das ganz große internationale Parkett bei der „World Ballet Stars Gala“ in Moskau und beim „World Ballet Festival“ in Tokio. An das Royal Swedish Ballet in Stockholm wird Friedemann Vogel eingeladen, um die Direktionszeit von Nicolas Le Riche zu eröffnen. Nach Berlin folgt er dem Ruf seiner langjährigen Tanzpartnerin Polina Semionova zu ihrer Gala „Polina and Friends“. Wenn er nicht selbst unterwegs ist, kommt die Weltspitze zu ihm in seine Heimat. Gemeinsam mit dem Filmteam hat der kanadische Startänzer Guillaume Côté dort an der von ihm eigens für den Schwaben kreierten Choreografie „Cadavre Exquis“ gearbeitet.

Den Moment mit voller Konzentration auskosten

Längst ist der Name Friedemann Vogel über die Grenzen der Ballettwelt hinausgeschwappt – der Ausnahmekünstler ist auch ein gefragtes Fashionfotomodel. Aber auch dabei bleibt er nach eigener Aussage stets der Tänzer, der er von Anbeginn war. Mittlerweile ist er 40 Jahre alt und feierte 2019 sein 20-jähriges Bühnenjubiläum beim Stuttgarter Ballett; für einen Tänzer ein durchaus rentenfähiges Alter. Doch Friedemann Vogel ist in Topform und denkt noch gar nicht daran, seine aktive Zeit zu beenden. Der Film folgt Friedemann Vogels Wesen im „Hier und Jetzt“ zu leben. Seine Maxime: den Moment mit voller Konzentration auskosten.

Mit: Marcia Haydée, Reid Anderson, Tamas Detrich, Nicolas Le Riche, Masashi Miura, Alicia Amatriain, Roberto Bolle, Léonore Baulac, Maria Eichwald, Guillaume Côté, Roman Novitzky, Thomas Lempertz, Volker Schlöndorff, Polina Semionova, Olga Smirnova, Macharbek Wasijew u.a.

„Friedemann Vogel – Verkörperung des Tanzes“ ist eine Koproduktion des SWR (Südwestrundfunks) mit der Filmakademie Baden-Württemberg. Autorin ist Katja Trautwein. Betreuung des Diplom-/Abschlussfilms: Joachim A. Lang. Die Redaktion liegt bei Harald Letfuß (SWR).

Sendung:
Karfreitag, 10. April 2020, um 14 Uhr im SWR Fernsehen
Ab 9. April 2020, um 16 Uhr ein Jahr lang in der ARD Mediathek unter ARDmediathek.deAm 4. Juli 2020 um 22:55 Uhr auf 3sat

Deuces Goecke The Heart dos Santos Vesely © Regina Brocke

Stuttgart

Von Meistern und jungen Talenten: Gauthier Dance

Gauthier Dance glänzt auch in derSaison 2019/2020 mit hochkarätigen Produktionen in Stuttgart und weltweit auf Tour
Eins ist sicher: Der Dance Company Theaterhaus Stuttgart wird es auch in der neuen Saison 2019/20 nicht langweilig. Neben den Tanzabenden Classy Classics, Deuces und The Gift im Repertoire bringt Gauthier Dance zwei großen Neuproduktionen heraus: die Junge-Choreographen-Wundertüte Out of the Big Box mit Neukreationen von Company-Mitgliedern und Freunden von Gauthier Dance am 28. März 2020 – und Swan Lakes, ein Tanzabend, der schon lange vor der Premiere am 18. Juni 2020 hohes Interesse bei internationalen Veranstaltern erregt. Schließlich hat Eric Gauthier für diese Produktion ein Line-up der Extraklasse gewonnen. Marie Chouinard, Marco Goecke, Hofesh Shechter und Cayetano Soto entwerfen in vier Uraufführungen ihre persönliche Sicht auf Schwanensee. Doch damit nicht genug: Außer im im Stuttgarter Theaterhaus ist Gauthier Dance einmal mehr weltweit präsent. Der Tourplan 2019/20 führt die Truppe in Tanzstädte in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Israel, Italien, Mexiko und den USA.