Biberach
Landesjazzfestival Baden-Württemberg 2026
10. – 26.4.2026
Vom 10. bis 26. April 2026 verwandelt sich Biberach in eine pulsierende Bühne für mitreißende Rhythmen, virtuose Improvisationen und erstklassige Künstler:innen. Ob traditionelle Swing-Klänge, experimenteller Fusion-Jazz oder groovige Bigband-Sounds – das Landesjazzfestival Baden-Württemberg verspricht ein vielseitiges Programm, das Musikliebhaber aus ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus begeistern wird.
Aber auch für den Nachwuchs aus der Region wird in Form von Workshops oder speziellen Mitmachangeboten wie „Jazz für Kinder“ so einiges geboten sein. Brücken zu verwandten Kunstformen und kulturellen Angeboten werden gebaut, Vorträge, Lesungen, Filme, Ausstellungen werden in Kooperation mit weiteren Einrichtungen das Live-Programm ergänzen.
Im Rahmen des Landesjazzfestivals 2026 wird auch die Endausscheidung des seit 36 Jahren durchgeführten Internationalen Biberacher Jazzpreises für jugendliche Jazzmusikerinnen und -musiker in der Stadthalle stattfinden. Die fünf Besten der Vorentscheidung treten vor einer hochkarätig besetzten Jury im Finale gegeneinander an. Auch das Publikum stimmt mit, es gibt einen Publikumspreis!
Brüssel (B)
Brussels Jazz Festival
15. – 24.1.2026
Das Brussels Jazz Festival feiert vom 15. bis 24. Januar 2026 seine elfte Ausgabe in Flagey. In den letzten zehn Jahren hat es sich als eines der führenden Jazzfestivals Belgiens etabliert und begeistert sowohl treue als auch neugierige Zuhörer:innen mit einem Programm, das Qualität vor Quantität stellt. Getreu der Tradition steht das Hörerlebnis weiterhin im Mittelpunkt. Der belgisch-tunesische Pianist Wajdi Riahi ist der diesjährige Artist-in-Residence und wird drei neue Kompositionen präsentieren. Das Festival beginnt am 15. Januar mit einem großen Eröffnungskonzert, bei dem Jakob Bro im Rahmen von Jazz Meets Symphonic sein neues Werk vorstellt. In den folgenden Tagen können sich die Zuschauer:innen auf große Namen und Premieren von Isaiah Collier, corto.alto, Milena Casado, Jazzbois, Mu Quintet und anderen freuen, sowie auf ein festliches Label-Wochenende, das dem Label International Anthem aus Chicago gewidmet ist und bei dem Tortoise, Tom Skinner und andere auftreten.
Flagey | www.flagey.be
Saalfelden (A)
3 Tage Jazz Saalfelden Leogang
23. – 25.1.2026
Das Festival für Jazz, Improvisation und unerwartete Klangwelten lädt vom 23. bis 25. Januar 2026 in die winterliche Bergregion Saalfelden Leogang. „3 Tage Jazz Saalfelden Leogang“, die kompakte und erlesene Winterausgabe des renommierten Jazzfestivals Saalfelden, verwandelt die Bergregion von 23. bis 25. Januar 2026, erneut in ein lebendiges Labor für zeitgenössischen Jazz. Vom intimen Piano-Cello-Duo bis zu isländischen Klangexperimenten zeigt „3 Tage Jazz Saalfelden Leogang“ an einzigartigen Spielorten, wie aufregend, vielschichtig und überraschend Jazz im Hier und Jetzt klingen kann.
Ein Jahresauftakt voller Mut zur Entdeckung. „3 Tage Jazz Saalfelden Leogang“ bietet ein Wochenende voller Musik, die Herz und Kopf gleichermaßen berührt. Zwischen intimen Momenten und eruptiver Energie zeigt sich die ganze Vielfalt der zeitgenössischen Jazzszene: europäisch, international, lebendig und stets auf der Suche nach dem Neuen.
Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit wird das „3 Tage Jazz Saalfelden Leogang“ als GREEN EVENT SALZBURG ausgerichtet. Das bedeutet, dass die Veranstaltung besonders umweltschonend organisiert wird – von regionalen Speisen und Getränken bis hin zur Vermeidung von Abfall.

AHL6 © Michael Geißler
Kassel
17. Kasseler JazzFrühling
27.2. – 28.3.2026
Wenn sich in Kassel der Winter verabschiedet, öffnet der JazzFrühling wieder seine Türen – diesmal gleich für einen ganzen Monat. Vier Wochen lang verwandelt sich die Stadt in einen Ort des Zuhörens, Staunens und Mitfieberns. Internationale Künstler:innen, spannende Projekte und musikalische Entdeckungen laden dazu ein, den Jazz in all seinen Farben zu erleben. Der Kasseler JazzFrühling 2026 steht für Begegnung, Offenheit und musikalische Leidenschaft. Für leise Momente und laute Jubelrufe, für das Spiel zwischen Kulturen und Generationen. Ein Monat, der den Jazz in seiner schönsten Form feiert – lebendig, neugierig und voller Seele.
Gleich zu Beginn sorgt Jakob Manz mit seiner European Jazz Night für ein leuchtendes Eröffnungsfeuer. Junge Talente aus ganz Europa bringen ihre Einflüsse, Sprachen und Sounds zusammen – ein vibrierendes Miteinander voller Energie, Spielfreude und Überraschungen.
Im weiteren Verlauf trifft Berliner Soul-Jazz auf Broadway-Glamour, wenn Matti Klein und Jeff Cascaro das Publikum mit warmen Grooves und eleganten Balladen verzaubern. Klangkunst und Handwerk verschmelzen im Volkswagen-Soundorchestra, wo Trommeln auf Autoteilen und gesampelte Maschinenrhythmen zu einer faszinierenden Symphonie aus Jazz, Improvisation und industriellem Puls werden.
Lateinamerikanisches Feuer bringt das Astor Piazzolla Quinteto, dass die Musik des Tango-Revolutionärs in die Gegenwart trägt. Ebenso berührend: Marco Mezquida, der in seinem Album Letter to Milos die Liebe zu seinem Sohn in zarte Melodien und leidenschaftliche Improvisationen kleidet. Auch die Gitarrenlegende Al Di Meola ist zu Gast beim 17. Kasseler JazzFrühling. Mit atemberaubender Virtuosität und weltumspannenden Rhythmen öffnet er ein musikalisches Universum, das seit Jahrzehnten fasziniert.
In stilleren Momenten verzaubern David Helbock und Julia Hofer mit poetischen Duos, während Dieter Ilg Erinnerungen, Popsongs und Eigenkompositionen zu fein verwobenen Klanggeschichten formt. Viktoria Tolstoy und Jacob Karlzon beweisen, wie nah sich Jazz, Soul und Pop sein können – berührend, elegant und intim.
Am Ende leuchten die Farben Europas: Edgar Knecht und das Staatsorchester Kassel verbinden Volkslieder, Jazz und Klassik zu einem großen musikalischen Bekenntnis für Vielfalt und Menschlichkeit. Ein Finale, das in Erinnerung bleibt – und das Herz des Festivals spürbar macht.
Montreux (CH)
Ein Haute-Couture-Plakat von Kévin Germanier für das 60. Montreux Jazz Festival 2026
Der Walliser Modedesigner Kévin Germanier gestaltete das Plakat für das 60. Montreux Jazz Festival, das vom 3. bis 18. Juli 2026 stattfinden wird. Mit seiner Inspiration von Haute-Couture-Kleidungsstücken stellt dieses farbenprächtige Werk das erste bestickte Plakat in der Geschichte des Festivals dar.
Eine angemessene Extravaganz: Das Montreux Jazz Festival schmückt sich zur Feier seiner 60. Ausgabe mit einer Haute-Couture-Kreation. Kévin Germa- nier entwarf als erster Modedesigner ein Plakat für das Festival. Der aus dem Wallis stammende Künstler lebt heute in Paris und hat sich als eines der vielversprechendsten Talente der internationalen Szene etabliert. Nachdem er Björk, Beyoncé und Lady Gaga eingekleidet hatte, entwarf er zuletzt die Kostüme für die Eröffnungs- und Abschlusszeremo- nien der Olympischen Spiele 2024 in Paris sowie für den Eurovision Song Contests 2025 in Basel.
Ein Werk aus 60’000 Perlen und Pailletten
Die strahlende Üppigkeit des Werkes offenbart sich in der Fülle seiner Details. Kévin Germanier hat das Upcy- cling zu seinem Markenzeichen gemacht: Alle Elemente des Plakats stammen aus früheren Kreationen und wurden somit recycelt. Über 60’000 Pailletten und Perlen aus Glas, Holz und Kunststoff wurden sorgfältig auf einen Samtstoff gestickt. Auch Wolle und sogar Teile von Elektrorohren sind zu erkennen. Die Farbexplosion erscheint umso intensiver, da sie sich vom absolut schwarzen Hintergrund abhebt.
Das physische Werk wird vom 7. November 2025 bis zum 22. März 2026 im MUDAC in Lausanne im Rahmen der Ausstellung « Les Monstrueuses. Carte blanche à Kévin Germanier » zu sehen sein. Anschliessend wird es vom 3. bis 18. Juli im Shop des Montreux Jazz Festivals ausgestellt.
Siggi Loch erhält DOWNBEAT Lifetime Achievement Award
"Developing Europe's passion for jazz"
ACT-Gründer und Produzent Siggi Loch erhält den Lifetime Achievement Award for Jazz Recordings vom führenden US-Jazzmagazin DOWNBEAT. Ein ausführlicher Artikel dazu ist soeben in der aktuellen Ausgabe erschienen. Nils Landgren überreichte die Auszeichnung im Rahmen der Feier zu Siggi Loch’s 85. Geburtstag in Berlin.
>>> Artikel lesen
Siggi Loch gründete ACT im Jahr 1992, leitete das Label bis 2015 und etablierte in dieser Zeit internationale Jazzkünstler*innen wie e.s.t. Esbjörn Svensson Trio, Michael Wollny, Youn Sun Nah, Nguyên Lê, Vijay Iyer, Lars Danielsson, Viktoria Tolstoy und viele mehr. Im Jahr 2015 übernahm Andreas Brandis die Leitung von ACT, führt das Unternehmen heute als CEO, Partner und Produzent und hat es zur 360° Marke aus Label, Management, Verlag, Booking- und Konzertagentur transformiert. ACT arbeitet aktiv mit Künstler*innen aus drei Generationen und legt weiterhin einen großen Fokus auf die Entdeckung und Entwicklung neuer Talente „In the Spirit of Jazz“.
Siggi Loch folgt indes weiter seiner lebenslangen Leidenschaft für den Jazz und kuratiert seit 2012 die außerordentlich erfolgreiche Reihe Jazz at Berlin Philharmonic, die am 21. November 2025 mit Remember Cannonball ihre fünfzigste Ausgabe feiert.
Der DOWNBEAT Lifetime Achievement Award for Jazz Recordings wird seit 1981 verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören so prägende Figuren wie Norman Granz, Rudy Van Gelder, Bruce Lundvall, Creed Taylor, Claude Nobs oder Manfred Eicher.

